
Aufmerksam geworden bin ich auf Monde Céleste beim Stöbern auf Bandcamp durch das Artwork, welches vage an Altar Of Plagues‘ „Teethed Glory & Injury“ erinnert. Hier hören die Gemeinsamkeiten aber auch schon wieder auf, denn es darf freudig gestritten werden, ob Monde Céleste überhaupt Black Metal spielen. Genretypische Blastbeats zum Beispiel? Fehlanzeige. Das Schlagzeug oder die Drum Machine pluckert meist locker, relativ monoton und unaufgeregt vor sich hin und der Sänger faucht und kreischt (gern auch mal extrem verzerrt) enervierend durch einen Nebel aus Gitarre, Keyboards und Hall. Und wie klingt das im Zusammenspiel? Wie soll man diesen Klang beschreiben? In etwa so: Monde Céleste spielen am Endpunkt einer Tropfsteinhöhle in der hintersten Nische, wir stehen am Eingang und lauschen den Klängen aus der Tiefe. Bei all diesem gewollten Brechen von Klangkonventionen muss man am ehesten an die Finnen Circle Of Ouroborus denken, dennoch bleibt Monde Céleste – denn es ist in Wirklichkeit ein Soloprojekt, und hier liegt auch seine Stärke – auf seine Art heillos romantisch.