Er kennt sich aus, hört unermüdlich neue Musik und sein Einflussspektrum reicht von Harry Partch (Meister der mikrotonalen Musik mit einem eigenen, angeblich sehr viel natürlicheren Tonsystem) bis Todd Rundgren und Madlib. Dabei bewegt er sich nie weit vom Mainstream weg und ist potenzieller Remixer oder Produzent auch für die ganz großen Namen. „Black Coffee“ von den All Saints ist sein absoluter Lieblingstrack und wer den kennt, weiß um die Wirkweise von Kwes‘ Musik: Immer etwas unterkühlt, nie auf den großen Ausbruch und die ganz anbiedernde Melodielinie schielend. Erfrischendes understatement, eben. Vielleicht auch immer ein bisschen sensibler und verletzlicher als man es diesem verwegenen, dunkelhäutigen Typen zutrauen würde.
Mit „Hearts In Home“ hat er nun seine Debütsingle veröffentlicht. Ein schlichter Lovesong. Umwerfend ehrlich. Hervorragend stilsicher produziert. Demnächst erscheint eine EP über Salvia/XL-Recordings mit Songs, die er erneut ausproduziert. Er ist eben Perfektionist.
Reinhören: myspace
Kwes‘ Blog: http://kwes.blogspot.com