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	<title>Leben mit Musik &#124; AUFTOUREN.DE</title>
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	<description>Musikmagazin mit ausführlichen Plattenkritiken,Downloads,Musikvideos,Konzertberichten,Fiktionen um Reib &#38; Nathan und der Nr.1-Hit-Kolumne Liedschatten.</description>
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		<title>Boysetsfire &#8211; While A Nation Sleeps</title>
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		<pubDate>Tue, 18 Jun 2013 14:00:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Uli Eulenbruch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurz-Kritiken]]></category>
		<category><![CDATA[Boysetsfire]]></category>

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		<description><![CDATA[13 Jahre nach der Eulogie wollen es die zwischenzeitlich getrennten und wiedervereinigten Scorpions des Screamo nochmal wissen. Dass Nathan Gray über angenehm weniger als zuletzt aufgeplustertem Sound textlich und gesangspathetisch dünner auftragen würde, war kaum zu erwarten gewesen. Wenn aber gerade das politisch gerichtete darin auf kein Ereignis, keine Veränderung in diesem Zeitraum Bezug nimmt, [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>13 Jahre nach der Eulogie wollen es die zwischenzeitlich getrennten und wiedervereinigten Scorpions des Screamo nochmal wissen. Dass Nathan Gray über angenehm weniger als zuletzt aufgeplustertem Sound textlich und gesangspathetisch dünner auftragen würde, war kaum zu erwarten gewesen. Wenn aber gerade das politisch gerichtete darin auf kein Ereignis, keine Veränderung in diesem Zeitraum Bezug nimmt, fällt „While A Nation Sleeps“ in seinen musikalisch überroutinierten Schmalz- und Wutmalerei-Momenten des Öfteren zu platt und altbacken aus. Wobei: Besser, sich in Emotionen und Herz verwundbar zu zeigen, falls die moderne Alternative in poppigem Hardcore <a href="http://www.myvideo.de/watch/9103142/Falling_In_Reverse_Alone">so</a> aussieht &#8230;</p>
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		<title>Sigur Rós – Kveikur</title>
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		<pubDate>Tue, 18 Jun 2013 09:00:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian Schreck</dc:creator>
				<category><![CDATA[Plattenkritiken]]></category>
		<category><![CDATA[Sigur Ros]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Fest für Metaphern: Zum ersten Mal seit ihrem Debüt haben die Isländer als Trio ein Album geschaffen.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wunderbar und wunderlich zugleich ist es, in welchem Ausmaß Sigur Rós sich seit ihrer Gründung 1994 zum kulturellen Konsens entwickelt haben. Sie sind nach Björk jedermanns Lieblingsklischee isländischer Eigentümlichkeit und haben Gastauftritte bei den Simpsons als &#8230; na ja &#8230; Isländer, klar.</strong></p>
<p>Heerscharen an Feuilletonisten und bildungsfixierten Großstadtintellektuellen feiern ihre Songs und Alben regelmäßig voller Überschwang und Leidenschaft, vielleicht weil sie sich alle freuen, endlich mal wieder tief in die metaphorische Trickkiste greifen zu können, ja fast zu müssen. Und das Faseln von selbstmordgefährdeten Kastratenkobolden, von auf Geysiren tanzenden Eisprinzessinnen, von schneebärtigen Engeln mit brennenden Flügeln und ähnlichem Hokuspokus bereitet ja auch Freude wie nur die Kapitulation der Worte vor Sinnlichkeit, Gefühligkeit und Musik es schaffen kann.</p>
<p>Je überbordender und unkonventioneller der Realität die Stirn geboten wird, umso leichter lässt es sich in ihr einrichten. Ein Phänomen, auf dessen Schultern der Erfolg von Metaphysik, Mystik und Gott aufbaut und das graphisch in etwa so funktioniert: Am nächsten dran an der Welt ist die gewöhnliche Realität. Das ist der schnöde Alltag, die dumme Gewöhnlichkeit beziehungsweise der kapitalistische Eiertanz. Wird die Welt mit etwas Übersinnlichkeit versetzt, sind wir bei Kitsch, Schlager, schlechter Poesie und den Abziehbildern von Wolkenkuckucksheim. Das ist die Langeweile und der Überfluss. Werden aber die Fesseln jeglicher Gebräuchlichkeit abgeworfen und nichts erinnert mehr an Welt und Realität, dann verkürzt sich der Weg zum Alltag wieder: Das gänzlich Andere und Mehr-als-Besondere wird Garant für die eigene Nicht-Verrücktheit und fügt sich irgendwie bei entsprechender Verbreitung und Ausdauer (wie genau, weiß ich auch nicht genau) umso besser in die Realität ein. Je mehr Andersartigkeit, umso mehr Einheitlichkeit. Eigenartigkeit als artige Eigenheit und Bestätigung der eigenen Eigentümlichkeit. Wird die Übersinnlichkeit nicht als verrückt abgetan (auch das ist möglich, wäre aber das Eingeständnis der eigenen Beschränktheit &#8211; und wer will das schon?), wird sie sinnlich und fest verankert wie ein Spleen.</p>
<p>Erklärt das aber Sigur Rós? Erklärt das irgendwas? Oder gibt das nur eine Ahnung von der Ahnungslosigkeit?</p>
<p>Die geisterhafte Maske fasst sich zu Recht an den Kopf und hört der zum Trio geschrumpften Band zu, wie sie mehr oder weniger das macht, was sie immer macht: Lange Spannungsbögen ziehen aus Falsett, Glocken und Sounds. „Kveikur“ heißt Kerzendocht, auch das passt. Die Körperlosigkeit der nimmer heruntergefahrenen Emotionalität führt zu Atemlosigkeit, mit Variationen an manchen Stellen, aber doch immer mit Wucht: Rückwärts und tief schürfend in dunklen Rhythmen („Kveikur“), verzerrt jubilierend („Ísjaki“), ohne Herzlichkeit pulsierend („Yfirborð“), störrisch am Rande des Noise-Rock („Brennisteinn“), drastisch dröhnend („Rafstraumur“), aber auch als Piano-Umarmung für frierende Gespenster („Var“).</p>
<p>Sigur Rós sind eine Kulturgröße und das sei ihnen gegönnt. Sie festigen ihre eigene Welt mit hohen Mauern. Ein Hauch von erfüllten Erwartungen weht durch ihre Fahnen. Die dialektische Leier: Gewöhnliche Außergewöhnlichkeit, sinnliche Übersinnlichkeit, außerweltliche Welt. Feste Anker halten das Schiff vom Schaukeln ab, niemand braucht schunkeln, keiner muss kotzen. Dabei lässt sich doch eine zünftige Seekrankheit so schwer vergessen! In domestizierten Wundern kann man sich heimisch fühlen. Ich muss ausatmen.</p>
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		<title>Boards Of Canada &#8211; Tomorrow&#8217;s Harvest</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Jun 2013 11:00:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katja Diehl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Plattenkritiken]]></category>
		<category><![CDATA[Boards Of Canada]]></category>

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		<description><![CDATA[Auch nach jahrelanger Pause zeigen sich die Schotten mit einem trockenen, flirrenden neuen Werk als Meister des Kopfkinos.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Zeitlos. Im besten Sinne. Raumentrückt. Unendliche Weiten, nicht in sattem Grün, sondern eher etwas trocken und flirrend. Boards Of Canada sind wieder da.</strong> </p>
<p>„The Campfire Headcase” ist acht Jahre alt &#8230; acht Jahre? Wie soll nach so einer langen Zeit der Anschluss geschaffen werden an jene Alben, die nicht wenige für Meisterstücke halten? Es muss ein seltsames Gefühl sein, sich den eigenen Fußstapfen stellen zu müssen. Erst recht, wenn diese riesig sind. Fast ist es so, als müsse man sich selbst eine Chance geben. Und fast wirkt es so, als schlichen sich die Boards Michael Sandison und Marcus Eoin devot an, als wollten sie testen, ob sie die Gunst ihres Publikums noch gewinnen können. </p>
<p>„Tomorrow&#8217;s Harvest“ hat nicht sofort die Präsenz, die Vorgängeralben besaßen. „Gemini“ haucht vorbei, doch schon „Reach For The Dead“ nimmt etwas Fahrt auf und bringt Komplexität ins Spiel &#8211; wenn auch in gemäßigtem Tempo. Es hat nichts von einem &#8220;WOW!&#8221;-Effekt, das Album kommt langsam. Dennoch ist da das Gefühl, den beiden Protagonisten dabei zuschauen zu dürfen, wie sie eine Kathedrale bauen.</p>
<p>Die Schotten stehen vor allem für eines: Qualität und Lust am elektronischen Handwerk. Manch Song, der am Computer entsteht, kann für den Moment begeistern, um schnell in Vergessenheit zu geraten. Nicht so bei Boards Of Canada. Wie eine Knospe, die sich langsam öffnend zu einer prallen Blüte wird – mal wie in „White Cyclosa“ äußerst minimalistisch, an anderer Stelle („Cold Earth“) vor Komplexität strotzend mit seinen verspielten Details und freudvollen Hüpfern. Bei 16 Songs auf einem Album muss es eine Hierarchie geben, hier muss sich manches als Prolog zum nächsten verstehen. Komposition nicht nur im Einzelteil, sondern als Albumkonzept.</p>
<p>„Jacquard Causeway“, mit fast sieben Minuten längster Song des Albums, erinnert zunächst an einen Jungen, der seinen Stock an einem Zaun entlang führt. Klack Klack Klack. Beinahe träge schleppen sich die ersten Etappen. Und dann kommt er wieder, dieser wohltuende – nein, nicht Teppich, aber sagen wir &#8230; Synthierasen, über den es sich mit Freude barfuß gehen lässt. Boards Of Canada sind nicht mehr ganz so hippieesk wie früher, sind mehr auf den Punkt und wirken konzentrierter. Immer noch kann man nachvollziehen, dass die federleicht scheinende Konzeption mancher Stücke den Vorwurf &#8220;simpel&#8221; erhält. Doch so ein Urteil kann eigentlich nur fällen, wer zufrieden damit ist, lediglich an der Oberfläche zu kratzen. Sind Tracks wie „Palace Posy“ auf den ersten Ton schon ziemlich catchy, so offenbaren sie bei jedem Durchgang mehr Details. Boards Of Canada sind eben mehr Sticken als Holzfällen &#8211; beides körperliche Betätigungen, jedoch mit einer äußerst divergierenden Gestaltungstiefe. Anspruchsvoll, ohne anstrengend zu sein &#8211; vielleicht liegt genau darin ihr Geheimnis, das schon fast einen Kult um sie herum webt. Sie sind nahbar, ohne anzubiedern. Das gefällt nicht nur, das fesselt.</p>
<p>Boards Of Canada haben sich weiter entwickelt, sind vielleicht noch weniger tanzbar, aber zum Kopfwippen und Fußtippen reicht es allemal. Immer wieder schießen einem Bilder von Landschaften (der Ödnis, des Stadtdschungels) durch den Kopf und so ist „Tomorrow’s Harvest“ ziemlich nah dran an dem, was Kinoästhetik in Sachen Musik so bietet. Meister des Kopfkinos.</p>
<p><center></p>
<p><iframe width="500" height="281" src="http://www.youtube.com/embed/2jTg-q6Drt0?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p></center></p>
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		<title>AUFTOUREN.DE präsentiert: Mission Of Burma</title>
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		<pubDate>Sun, 16 Jun 2013 23:00:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>AUFTOUREN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Präsentationen]]></category>
		<category><![CDATA[Mission Of Burma]]></category>

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		<description><![CDATA[Unterwegs in krachiger Mission: Wir verlosen Karten für das laut gebliebene Post-Punk-Quartett.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>In den vier Jahren zwischen 1979 und 1983 konnten die Verkaufszahlen nicht darauf schließen lassen, dass diese Bostoner viele Jahre später als eine der Wegbereiter eines Albums namens „Nevermind“ gelten würden.</strong></p>
<p>Als Mission Of Burma gemeinsam mit Bands wie Black Flag oder The Minutemen Anfang der 80er durch die Staaten tourten, war das Distributionsnetzwerk der US-Indie-Labels noch sehr löchrig. Auch die Collegeradios spielten noch lange nicht die Rolle, die sie schon kurze Zeit später einnehmen sollten. Wer zu den Ersten gehört, hat auch schon mal schlechte Karten und so mancher Kampf führt erst zum Erfolg, wenn man selbst gar nicht mehr beteiligt ist. Da wäre zum Beispiel das Jahr 1991 zu nennen, als Nirvana keinen Geringeren als Michael Jackson von der No. 1 in den US-Billboard-Charts schubsten.</p>
<p>Zu Hochzeiten der klassischen 90er-US-Indies wie Pavement, Modest Mouse, Built To Spill oder Sebadoh standen Mission Of Burma dann als zunehmend häufig und gern genannte Referenzen Pate &#8211; in Zeiten, als es die Band seit etwa 10 Jahren nicht mehr gab und etwa noch zehn Jahre nicht mehr geben sollte. Songs wie „That’s When I Reach For My Revolver“ oder „Academy Fight Song“ wurden spätestens hier zu unantastbaren Klassikern. </p>
<p><center></p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/55690169" width="500" height="281" frameborder="0" webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen></iframe></p>
<p></center></p>
<p>Nun sind Mission Of Burma seit, ihr erratet es sicher schon, etwa zehn Jahren wieder unterwegs, mit „ONoffON“ machte das Post-Punk-Quartett 2004 ohne Umwege dort weiter, wo es einst aufgehört hatte. Wer risikoreiche Wetten darauf abgeschlossen hat, Mission Of Burma würden sich mit einem kurzen Comeback zufrieden geben, lebt vermutlich jetzt unter der Brücke: Mit inzwischen vier Alben haben die Burmas ihren Album-Output aus den 80ern gar verdoppelt (zählt man das 1981 erschienene „Signals, Calls, And Marches“ überhaupt gutmütig als LP)!</p>
<p>So fällt es fast ein wenig schwer, für die Ankündigung der anstehenden Termine Anfang Juli eine angemessene Tonart zu finden. Wir versuchen es trotzdem und verkünden, in voller Demut, uns wie Bolle zu freuen, dass wir von AUFTOUREN.DE die beiden Deutschland-Termine präsentieren dürfen und euch obendrein auch noch jeweils 1&#215;2 Karten zustecken können. Wenn ihr ähnlich drauf seid, dann schickt uns doch einfach eine Mail an <a href="mailto:gewinnen@auftouren.de">gewinnen@auftouren.de</a> (Betreffzeile: &#8220;The Enthusiast&#8221;), nennt darin bitte unbedingt euren Namen und den Wunschort und drückt euch selbst die Daumen. Nur schnell müsst ihr sein, denn die Verlosung endet bereits am kommenden Donnnerstag, den 20. Juni. Wie immer gilt: Viel Erfolg!</p>
<p>Die genauen Daten lauten wie folgt:</p>
<ul>
<li><strong>03.07.2013</strong> (Mi) in Münster (Gleis 22)</li>
<li>	<strong>04.07.2013</strong> (Do) in Hamburg (Hafenklang)</li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Der Liedschatten (113): Partylöwen hören die Sonne</title>
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		<pubDate>Sat, 15 Jun 2013 23:00:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lennart Thiem</dc:creator>
				<category><![CDATA[Der Liedschatten]]></category>
		<category><![CDATA[1971]]></category>
		<category><![CDATA[brd]]></category>
		<category><![CDATA[ccr]]></category>
		<category><![CDATA[charts]]></category>
		<category><![CDATA[Creedence Clearwater Revival]]></category>
		<category><![CDATA[hey tonight]]></category>
		<category><![CDATA[Rock]]></category>

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		<description><![CDATA[Creedence Clearwater Revival freuen sich in ihrer #1 "Hey Tonight" auf die heutige Nacht. Nur warum?]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Heut&#8217; Nacht, heut&#8217; Nacht&#8230;! Ja, heut&#8217; Nacht ist wirklich alles drin. Freuen wir uns drauf!</strong></p>
<p>„Gonna hear the sun“? Gewiss! Wobei, ganz sicher war ich mir nicht und musste deshalb nachschauen. Weil ich aber sah, dass der Text so auch auf Fanseiten steht, wird er wohl stimmen. Denn niemand dürfte eine solche Seite anlegen, um dort falsche Texte zu posten. Fans meinen es ernst mit ihrer Liebe zu einer Band, ihre Begeisterung verlangt die gewissenhafte Dokumentation, ein unaufmerksamer Fan ist ein schlechter Fan. Wie gut also, dass ich Creedence Clearwater Revival (im Folgenden CCR) nicht übermäßig schätze, ich höre bei „Hey, Tonight“ nämlich etwas ganz anderes.</p>
<div style="text-align: center">
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<p>Nämlich „Gonna hear the son“ beziehungsweise „Gonna hear this song“, beides zwar verständlichere, doch nicht weniger seltsame Ankündigungen, vor allem die erste. Den Song am Abend erneut hören zu wollen hingegen dürfte im Sinne der Interpreten sein. Die Single wieder immer und immer wieder abzuspielen, wieder und wieder, und wieder, und wieder? Warum nicht, probieren wir es aus.</p>
<div style="text-align: center">
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<p><img alt="anderson_rose" src="http://www.auftouren.de/wp-content/uploads/2013/06/ccr.jpg" width="160" height="160" align="left" border="0" />Nein, „Gonna hear this song, tonight, tonight“ etc. wäre eine nur mäßig unverfrorene Forderung. Die letzte #1 der Gruppe aus Kalifornien ist wie zahlreiche ihrer anderen Hits („Proud Mary“, „Lookin&#8217; Out My Back Door“, „Bad Moon Rising“, „Have You Ever Seen The Rain“, „Susie Q“) ein nur zu packender, ja zupackender Song. Nicht so ein kleiner, wendiger Ohrwurm, der sich festsetzt, eher schon eine Schlange, die den Hörer erst mit ihrer Geschmeidigkeit überrascht, dann plötzlich zuschnappt und selbst denn nicht loslässt, wenn es wehtut. Da wird selbstbewusst gepoltert und Aufmerksamkeit eingefordert, Party mit Ansage also. Vom Gestus erinnert das an klassischen Rock&#8217;n'Roll, den CCR vermischt mit Rockabilly, Country und selbst Soul in Ansätzen reproduzieren. Sie tragen keine subtile Geschichte aus den entlegenen Winkeln ihrer geplagten, sensiblen und höchst lyrischen Persönlichkeiten vor, sie suchen die direkte Konfrontation und den einfachen Ausdruck, ohne sich dabei auf Feierei zu beschränken.</p>
<p>Ihr Hit „Fortunate Son“ von 1969 in etwa ist ein kritischer, ja politischer Song auf der Höhe seiner Zeit gewesen, eine Mischung aus Arbeiterlied und plakativem „die da oben!“-Gegrummel, der angesichts des Vietnamkrieges an Stammtischen (oder deren Äquivalent in den USA) ebenso wie bei den Hippies funktioniert haben dürfte. Aus der Frage „Warum muss denn nur der &#8216;kleine Mann&#8217; in den Krieg, während die Reichen daheim Fahnen schwenken?“ lassen sich unterschiedliche Konsequenzen ziehen, entweder ein konservatives „Sollen die doch genauso wie wir für unser Land kämpfen“ oder „Einzig die Besitzenden sind Kriegstreiber.“</p>
<div style="text-align: center">
<p><iframe src="http://www.dailymotion.com/embed/video/x5l9fe" width="500" height="375" frameborder="0"></iframe></p>
</div>
<p style="text-align: center"><em>Gedudel zum Vietnamkrieg? Das liegt an den Machern dieser Doku, nicht CCR.</em></p>
<p>Zugegeben, dieser Popsong ist wie viele andere nicht differenzierter als die Menschen, die ihn schrieben und hörten, klang allerdings nicht nur gefällig, sondern unverschämt gut. Das ist mehr, als es manchmal für einen Erfolg braucht, siehe die tönende Sonne bei „Hey Tonight“.</p>
<p>Die Zeile „get it to the rafters“ reiht sich in dessen Text sehr gut ein. Womöglich bedeutet sie so etwas wie im positiven Sinne „an die Decke gehen“, durchdrehen, aufgekratzt und high sein, wofür „don&#8217;t you know I&#8217;m flyin&#8217;“ spricht. Wir lassen uns davon nicht überraschen, nein, wir haben uns so etwas schon gedacht. Immerhin macht sich ein Drang zu oberen Sphären ganz gut, wenn „Jody&#8217;s gonna get religion“, was auch immer das nun wieder bedeuten mag. Geht es hier um eine Evangelisation? Zum Verhörer von vorhin, „gonna hear the son“, also dem Gottessohn der Christen, würde es passen &#8230; wobei, nein, es muss ja die Sonne sein.</p>
<p>Ob sich der CCR weitgehend dominierende Songwriter und Sänger John Fogerty selbst über seinen Text im Klaren war oder nicht, spielt am Ende keine Rolle, er schafft es, Vorfreude glaubhaft zu übermitteln. Dabei erinnert er an einen Jugendlichen, dessen Pläne für einen bevorstehenden Zeltausflug oder eine Klassenfahrt höchst schwammig und deshalb umso vielversprechender sind. In der Atmosphäre des Songs schwingt kein Wissen um die Nichtigkeit ausgelassener Feierei mit, keine Melancholie und keine Bedenken, er ist Ausdruck einer ungebrochenen Hochstimmung. Begeistert werden kryptische Bilder über einem schlichten Riff markig, ja beinahe etwas verbissen hervorgestoßen. Schnell entsteht so der Eindruck, CCR seien eine Band mit höchst rockistischen Gemütern und vor allem für solche erträglich. Zerstreut wird diese Befürchtung allerdings von ihrer Version des Soul-Klassikers „I Heard It Through The Grapevine“.</p>
<div style="text-align: center">
<p><iframe src="http://www.dailymotion.com/embed/video/x5gcwt" width="500" height="375" frameborder="0"></iframe></p>
</div>
<p style="text-align: center"><em>&#8220;Tsch!&#8221;: Marvin Gaye spielt zwar in einer anderen Liga, CCR aber spielen immerhin gut.</em></p>
<p>Wenn wir an dieses Cover denken, wird uns der Griff in die Plattenkisten der Flohmärkte leichter fallen, wo sich mit Sicherheit das eine oder andere „Best Of“ oder Album finden lassen wird. Bis zu ihrer Trennung 1972 veröffentlichten CCR zahlreiche gelungene und erfolgreiche Singles, laut Hörensagen sollen sogar sechs von sieben ihrer Alben ziemlich gut sein. Dafür spricht auch die Flipside von &#8220;Hey Tonight&#8221;, „Have You Ever Seen The Rain“, mit der ich mich bis zur nächsten Folge verabschieden möchte.</p>
<div style="text-align: center">
<p><iframe src="http://www.dailymotion.com/embed/video/x276yr" width="500" height="375" frameborder="0"></iframe></p>
</div>
<p style="text-align: center"><em>Antwort: Ja. Das macht den Song aber nicht obsolet.</em></p>
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		<title>Deafheaven – Sunbather</title>
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		<pubDate>Fri, 14 Jun 2013 12:00:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mark-Oliver Schröder</dc:creator>
				<category><![CDATA[Plattenkritiken]]></category>
		<category><![CDATA[Deafheaven]]></category>

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		<description><![CDATA[Breitwand-Black-Metal trifft Shoegaze - mit überwältigendem Ergebnis. "Sunbather" ist eine musikalisch-emotionale Sensation.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Vieles hat sich geändert in der Black-Metal-Szene. Zweieinhalb Meter lange Nieten, Äxte, Wikingerposen und &#8220;Corpse Paint&#8221; scheinen ein Relikt der satanistisch-paganen Anfangsjahre in Norwegen, Schweden und Finnland zu sein und auch die strenge genreimmanente Farbarmut aus Schwarz und Weiß (die teilweise leider auch die Weltsicht der Bands widerspiegelte) wird oft neben den obligatorischen langen Haaren abgelegt. </strong></p>
<p>Das Duo Deafheaven aus dem sonnigen San Francisco gehört zu einer ebenso weitläufigen wie experimentierfreudigen Szene, welche gerne &#8220;Post-Black-Metal&#8221; genannt wird und zu der beispielsweise auch Altar Of Plagues, <a href="http://www.auftouren.de/2011/04/13/liturgy-aesthetica/">Liturgy</a>, <a href="http://www.auftouren.de/2012/09/19/krallice-years-past-matter/">Krallice</a> oder <a href="http://www.auftouren.de/2013/01/28/die-777-trilogie-blut-is-the-new-black/">Blut Aus Nord</a> gezählt werden können. Jene Bands zeichnen sich durch die Öffnung des Genres für Einflüsse auch außerhalb des Metal-Kosmos aus, so sollte es nicht verwundern, wenn Deafheaven hier keine Ausnahme darstellen. Die beiden Gründungsmitglieder George Clarke und Kerry McCoy (live und im Studio wird die Band mit Gastmusikern aufgestockt), die übrigens eher wie New-Wave-, Indie- oder HC-Heads aussehen, präsentieren auf ihrem zweiten Langspieler „Sunbather“ einen Sound, der sich vortrefflich mit einer Wortschöpfung aus Black Metal und Shoegaze als &#8220;Blackgaze&#8221; oder auch &#8220;Deathgaze&#8221; umschreiben lässt.</p>
<p>Deafheaven spinnen ein kaleidoskopisches Netz, aus sägenden Shoegaze-Gitarrenwänden, Hochgeschwindigkeitsschlagzeug, abrupten Tempowechseln und Passagen voller Melodieglückseligkeit, aus dem es kein Entkommen mehr gibt und dem oft eine tiefe Melancholie eingeschrieben ist. Zudem erinnern die langsamen Passagen oder instrumentalen Stücke in ihrer Getragenheit an Post-Rock &#8211; jenes Genre also, das weiter weg von Rock- und Metal-Machismen kaum sein kann. Auf dieser Basis entwickeln Deafheaven eine Musik, in deren schierer Wucht und Präsenz man sich auch emotional verlieren kann.</p>
<p>Um zu erkennen, was diese Band besonders macht, braucht man sich nur das ineinander übergehende Trio der ersten drei Songs „Dream House“, „Irresistable“ und „Sunbather“ anzuhören. Nichts hier ist bloßer Sport aus höher, schneller, weiter, wie er in Metal- und Hardcorekreisen gerne betrieben wird. Nicht eine Note (auf diesem Album) ist bloßes Instrumentengewichse um Virtuosentum zur Schau zu stellen, nichts droht zum purem Selbstzweck zu verkommen, alles dient einfach und allein dem Song und dessen Progression. Auch George Clarkes mit Furor herausgeschriener Gesang macht hierbei keine Ausnahme, teilweise verschwindet er fast vollständig in der musikalischen Textur und erfüllt eher die Funktion eines weiteren Instruments, als dass er Medium der zwischenmenschlichen Kommunikation und Sinnvermittlung wäre. Was in Anbetracht des Genres natürlich auch wieder völlig passt.</p>
<p>„Sunbather“ wächst mit jedem Durchgang und erweist sich auch was die Albumdramaturgie anbelangt als nahezu perfekt inszeniert. Und so bleibt nichts weniger zu vermelden, als dass es sich hierbei in meinen Augen um die überraschendste, wenn nicht sogar beste Veröffentlichung des laufenden Jahres handelt &#8211; nicht nur im Metalbereich. </p>
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		<title>Koreless &#8211; Yugen EP</title>
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		<pubDate>Fri, 14 Jun 2013 10:00:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Gerhardt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurz-Kritiken]]></category>
		<category><![CDATA[koreless]]></category>

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		<description><![CDATA[Der walisische Produzent Lewis Roberts stellt sich seine EP als Tanzmusik für die ganz frühen Morgenstunden vor. In einem Interview sagte er, die Leute sollten dazu nicht tanzen, sondern gedankenverloren vor sich hingleiten. Dazu passend ist „Yugen“ die bisher in sich gekehrteste Veröffentlichung des 21-jährigen Roberts, der als Koreless seit 2009 mit diversen Singles, Kollaborationen [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der walisische Produzent Lewis Roberts stellt sich seine EP als Tanzmusik für die ganz frühen Morgenstunden vor. In einem <a href="http://pitchfork.com/features/rising/9135-koreless/">Interview</a> sagte er, die Leute sollten dazu nicht tanzen, sondern gedankenverloren vor sich hingleiten. Dazu passend ist „Yugen“ die bisher in sich gekehrteste Veröffentlichung des 21-jährigen Roberts, der als Koreless <a href="http://www.auftouren.de/2011/04/11/koreless-balance-und-beats/" target="_blank">seit 2009 mit diversen Singles</a>, Kollaborationen und Remixen auf sich aufmerksam macht. Keiner der fünf Tracks wird von einem Beat angetrieben, Koreless konzentriert sich auf die Ausbreitung detailliert programmierter Synthie-Flächen und Loops. Darüber zerhackstückelt er Sprachsamples und Melodievorahnungen, die sich als Leitmotive durch „Yugen“ ziehen. Der Effekt ist vor allem in den ersten beiden, eng miteinander verbundenen Stücken „Ivana“ und „Sun“ atemberaubend: Koreless’ Ambient findet damit zu einer eigenständigen Künstlichkeit, die so mühelos und hypnotisch ist, dass sie den meisten Science-Fiction-Autoren unheimlich wäre. „Yugen“ allein wegen seiner 25-minütigen Spielzeit als Zwischenschritt auf dem Weg zu einer „richtigen Platte“ wahrzunehmen, wäre indes ein Fehler. Es scheint eher so, dass Koreless im EP-Format bereits seine Idealplattform gefunden hat. 50 Minuten von dieser auf absolute Wesentlichkeit verdichteten Musik könnten schon wieder zu viel sein.</p>
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		<title>Musik ins Auge &#124; Der Musikvideo-Roundup (Juni II)</title>
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		<pubDate>Fri, 14 Jun 2013 06:00:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>AUFTOUREN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Musik ins Auge]]></category>

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		<description><![CDATA[Clubhörigkeit und Körper in Bewegung: Musikclips mit und ohne Schnitt.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Keine Frage: Sexualisierung und Objektifizierung in Musikvideos ist extrem einseitig ausgerichtet. Man achte nur mal darauf, wie selbst in <a href="http://vimeo.com/67291276">dieser recht braven Breakfast-Club-Hommage</a> einzelne Körperpartien gefilmt und anschließend im Schnitt fürs finale Werk ausgewählt wurden.</strong></p>
<p>Die Jungs sind, von Fußaufnahmen abgesehen, stets in der Totale oder vom Gesicht abwärts zu sehen, während der Blick der Kamera bei den Mädchen immer mal wieder auf Brust, Bauch, Hintern und zwischen den Beinen fixiert hängt. Selbst wenn <a href="http://vimeo.com/67119206">in diesem fleischeslustigen Feldball-Clip</a> die nicht minder gut aussehenden Kerle eingeölt und leicht bekleidet reichlich Oberfläche zum Objektifizieren bieten, sieht man die Kamera nicht wie bei den Kombatantinnen mal ebenso die durchtrainierten Muskeln begaffen &#8211; ihren Hintern in die Kamera halten oder ihn in Zeitlupe schütteln müssen die Bros sowieso nicht. </p>
<p>Gerade die Inhaltsfreiheit des Internet produziert so jede Woche Massen an reichlich einseitiger Körperbegaffung, die oft völlig willkürliche Zugabe statt Teil des Musivideo-Konzepts ist. Oft, nicht immer: Eugene Kotlyarenkos Video mag reichlich und undiskriminiert Haut zeigen, doch gibt seine Geschichte dem einen überaus unpornigen Beigeschmack, Cauboyz und Daniel Cloud &#038; Tamara Levinson Campos zeigen Frauenkörper visuell einfallsreich und ohne große Gafferallüren in Bewegung. </p>
<p>Außerdem: The Lonely Island parodieren Clubhörigkeit, Alex Southam liefert einen sagenhaften (Beinahe-?)One-Take, Dawid Krepski einen Retro-B-Movie-Trip und Jakob Grunert porträtiert einen Lokalhelden mit Beat im Blut.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Slava &#8211; Girl Live Me</h2>
<p><center><object width="550" height="309"><param name="movie" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/tcrl1UQ87wg?version=3&amp;hl=en_US&amp;rel=0&#038;showinfo=0&#038;autohide=1&#038;Controls=0&#038;iv_load_policy=3"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube-nocookie.com/v/tcrl1UQ87wg?version=3&amp;hl=en_US&amp;rel=0&#038;showinfo=0&#038;autohide=1&#038;Controls=0&#038;iv_load_policy=3" type="application/x-shockwave-flash" width="550" height=309" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></center></p>
<h2 style="text-align: right; color: #888888">Regie: Eugene Kotlyarenko</h2>
<p>&nbsp;</p>
<h2 style="text-align: justify;">Laura Welsh &#8211; Cold Front</h2>
<p><center><iframe width="550" height="309" src="http://de.musicplayon.com/embed2?playerW=550&#038;playerH=309&#038;VID=321845&#038;autoPlay=N&#038;hideLeftPanel=Y&#038;hideControls=Y&#038;bgColor=0x232323&#038;activeColor=0x005CF5&#038;inactiveColor=0x3C3C3C&#038;titleColor=0x584596&#038;textsColor=0x999999&#038;selectedColor=0x0F0F0F&#038;btnColor=0x000000&#038;rnd=1963113" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></center></p>
<h2 style="text-align: right; color: #888888">Regie: Daniel Cloud &#038; Tamara Levinson Campos</h2>
<p>&nbsp;</p>
<h2 style="text-align: justify;">The Lonely Island &#8211; Go Kindergarten</h2>
<p><center><object width="550" height="309"><param name="movie" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/BKQ6nINAeq8?version=3&amp;hl=en_US&amp;rel=0&#038;showinfo=0&#038;autohide=1&#038;Controls=0&#038;iv_load_policy=3"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube-nocookie.com/v/BKQ6nINAeq8?version=3&amp;hl=en_US&amp;rel=0&#038;showinfo=0&#038;autohide=1&#038;Controls=0&#038;iv_load_policy=3" type="application/x-shockwave-flash" width="550" height=234" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></center></p>
<h2 style="text-align: right; color: #888888">Regie: The Lonely Island</h2>
<p>&nbsp;</p>
<h2 style="text-align: justify;">Chase And Status &#8211; Lost And Not Found</h2>
<p><center><iframe src="http://player.vimeo.com/video/67714820?title=0&amp;byline=0&amp;badge=0&amp;portrait=0&amp;color=ffffff" width="550" height="309" frameborder="0" webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen></iframe></center></p>
<h2 style="text-align: right; color: #888888">Regie: Alex Southam</h2>
<p>&nbsp;</p>
<h2 style="text-align: justify;">Husbands &#8211; You, Me, Cellphones</h2>
<p><center><iframe src="http://player.vimeo.com/video/67332923?title=0&amp;byline=0&amp;badge=0&amp;portrait=0&amp;color=ffffff" width="550" height="309" frameborder="0" webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen></iframe></center></p>
<h2 style="text-align: right; color: #888888">Regie: Cauboyz</h2>
<p>&nbsp;</p>
<h2 style="text-align: justify;">Igor Volk &#8211; Labyrinth</h2>
<p><center><iframe src="http://player.vimeo.com/video/68091780?title=0&amp;byline=0&amp;badge=0&amp;portrait=0&amp;color=ffffff" width="550" height="309" frameborder="0" webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen></iframe></center></p>
<h2 style="text-align: right; color: #888888">Regie: Dawid Krepski</h2>
<p>&nbsp;</p>
<h2 style="text-align: justify;">Siriusmo &#8211; Itchy / Cornerboy</h2>
<p><center><object width="550" height="309"><param name="movie" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/kTn0li1q1O0?version=3&amp;hl=en_US&amp;rel=0&#038;showinfo=0&#038;autohide=1&#038;Controls=0&#038;iv_load_policy=3"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube-nocookie.com/v/kTn0li1q1O0?version=3&amp;hl=en_US&amp;rel=0&#038;showinfo=0&#038;autohide=1&#038;Controls=0&#038;iv_load_policy=3" type="application/x-shockwave-flash" width="550" height=309" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></center></p>
<h2 style="text-align: right; color: #888888">Regie: Jakob Grunert</h2>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Big Deal &#8211; June Gloom</title>
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		<pubDate>Thu, 13 Jun 2013 14:00:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lennart Thiem</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurz-Kritiken]]></category>
		<category><![CDATA[Big Deal]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein gelungener Songentwurf wird nicht schlechter, wenn er immer und immer wieder umgesetzt wird. Das kann auch durch den- oder dieselben Künstler geschehen, am Ende sind zwölf schöne Lieder immer besser als eines. Es gibt also keinen Grund, dem Duo Big Deal einen Vorwurf daraus zu machen, auf seinem zweiten Album nach dem reduzierten Debüt [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ein gelungener Songentwurf wird nicht schlechter, wenn er immer und immer wieder umgesetzt wird. Das kann auch durch den- oder dieselben Künstler geschehen, am Ende sind zwölf schöne Lieder immer besser als eines. Es gibt also keinen Grund, dem Duo Big Deal einen Vorwurf daraus zu machen, auf seinem zweiten Album nach dem reduzierten Debüt „<a href="http://www.auftouren.de/2012/01/13/big-deal-lights-out/" target="_blank">Lights Out</a>“ nun Bewährtes in voller Bandbesetzung aufzugreifen. Nach wie vor ist es höchst erfreulich, wenn die Stimmen von Kacey Underwood und Alice Costelloe ohne merkbare Anstrengung für sie und ihre Hörer harmonisieren. Schlichtheit kann eine Tugend sein, und ihr passgenaues Verfolgen derselben Gesangslinie ist in einem klanglich weiten Raum ohne dunkle Ecken gut aufgehoben. Die Songs auf „June Gloom“ sind manchmal dezente Balladen, meist aber catchy Rocksongs mit recht geringer Schöpfungshöhe, jedoch voller guter Einfälle, poppig und in ihrem verträumten Überschwang je nach Lebenslage direkt oder naiv. Der Sound ist dicht und nicht zu brachial, die Gitarren sind geschmackvoll verzerrt und die Rhythmusgruppe gibt mit Prägnanz eine klare Richtung vor. Ob direkt auf die Tanzfläche oder in die Referenzkiste mit der Aufschrift &#8220;1990er&#8221;, hängt einzig vom Hörer ab.</p>
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		<title>Ling Tosite Sigure – I’mperfect</title>
		<link>http://www.auftouren.de/2013/06/13/ling-tosite-sigure-imperfect/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=ling-tosite-sigure-imperfect</link>
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		<pubDate>Thu, 13 Jun 2013 11:00:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Welsch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Plattenkritiken]]></category>
		<category><![CDATA[Ling Tosite Sigure]]></category>

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		<description><![CDATA[Das fünfte Werk des japanischen Trios ist melodiöser Post-Hardcore, der einer Verfolgungsjagd gleicht.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Puh, erst mal durchatmen! „I’mperfect“, das fünfte Studioalbum des japanischen Post-Hardcore-Trios Ling Tosite Sigure, ähnelt einer Verfolgungsjagd, bei der man als Hörer die hakenschlagenden Songs keinen Augenblick aus den Augen lassen darf, um den Anschluss nicht zu verlieren. Inszeniert werden sollte diese 38-minütige Hatz von Michael Bay – mit schnellen Schnitten, vielen Explosionen und einer gehörigen Portion Pathos.</strong></p>
<p>Allerdings kann man es sich nicht mit Popcorn und Bier im Kinosessel gemütlich machen, denn man ist ja selbst Teil dieses nervenaufreibenden Szenarios. Die rhythmisch vertrackten und komplexen Songs von Ling Tosite Sigure (Aussprache: Rin Tosh-teh Shi-goo-reh) verlangen dem Hörer Einiges ab, auch für die drei Bandmitglieder dürften sie eine ziemliche Herausforderung an ihrem jeweiligen Instrument gewesen sein. Der Opener „Beautiful Circus“ wechselt bereits in den ersten sechs Sekunden mehrere Male die Richtung und kommt auch in den folgenden drei Minuten nie wirklich zur Ruhe.</p>
<p>Die neun Songs auf „I’mperfect“ klingen, als hätte sich die Band beim Songwriting nie auf eine gemeinsame Idee einigen können, sodass sie stattdessen immer drei Ideen auf einmal verarbeitet. Jeder Song besteht aus unzähligen musikalischen Versatzstücken, die gleichzeitig ablaufen oder sich in rascher Folge aneinanderreihen. Diese Ereignisdichte erinnert an Touché Amoré und deren Album „Parting The Sea Between Brightness And Me“, nur dass dort lediglich ein einziger Song die Zwei-Minuten-Marke überschreitet und das gesamte Album nur knapp 20 Minuten lang ist. Trotz ähnlicher Komprimiertheit muten Ling Tosite Sigure ihren Hörern fast die doppelte Laufzeit zu.</p>
<p>Hinzu kommt, dass sich Gitarrist Tōru Kitajima und Bassistin Miyoko Nakamura beim Gesang abwechseln und sich in einigen Songs gegenseitig ins Wort fallen, sodass der Gesang die hektische Stimmung der Songs noch verstärkt und diese sogar an mehreren Stellen in Hysterie umkippen lässt. Unangenehmer als die Hysterie sind die musicalartige Affektiertheit, der die beiden bei Songs wie „Filmsick Mystery“ oder „Abnormalize“ verfallen und die Überdosis Pathos, mit der sie die ein oder andere einfallslose Gesangslinie im Refrain überdecken wollen.</p>
<p>Kurz vor Schluss gönnen Ling Tosite Sigure dem Hörer dann doch eine kurze Verschnaufpause: „Kimitooku“ könnte im Vergleich zu den restlichen Songs beinahe als Ballade durchgehen und beweist, dass die Band bei allem technischem Virtuosentum auch etwas von Dramaturgie und Atmosphäre versteht. Die bedrückende Anspannung, die sich während der Strophen aufstaut, entlädt sich im Refrain mit verzweifelten Schreien. So richtig kommen Ling Tosite Sigure danach nicht mehr in Fahrt, das abschließende „Missing Ling“ rockt etwas verhalten und mit angezogener Handbremse vor sich hin. Aber vielleicht wollen sie dem Hörer auch nur die Chance geben, am Ende dieser Hetzjagd wieder etwas Boden gut zu machen.</p>
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