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	<title>Leben mit Musik &#124; AUFTOUREN.DE</title>
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	<description>Musikmagazin mit ausführlichen Plattenkritiken,Downloads,Musikvideos,Konzertberichten,Fiktionen um Reib &#38; Nathan und der Nr.1-Hit-Kolumne Liedschatten.</description>
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		<title>Lower Plenty / Royal Headache: Alles Gute kommt von unten</title>
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		<pubDate>Thu, 17 May 2012 10:15:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Uli Eulenbruch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Spot]]></category>
		<category><![CDATA[Lower Plenty]]></category>
		<category><![CDATA[Royal Headache]]></category>

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		<description><![CDATA[Explosionen und Implosionen: Die inzestuöse Vitalität des australischen Garage-Rock.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class='noshadow thumb ' style='' src='http://www.auftouren.de/wp-content/uploads/2012/05/ausro_big.jpg' alt="Lower Plenty / Royal Headache: Alles Gute kommt von unten" /><br />
<strong>Australien, dieser uns <a href="http://www.antipodemap.com/" target="_blank">beinahe</a> auf dem Globus gegenübergesetzte Kontinent, beheimatet in seinen Kellern die vitalste Garage-Kultur der Gegenwart. Es lässt sich spekulieren, dass es sich dabei erneut um einen Gegenpol handelt, ein stilistisches Yang zum kommerziell dominanten AUS-Clubsound zwischen 08/15-Chart-Dance und dem kritisch respektableren Electro-Pop von Modular-Bands wie Cut Copy, Midnight Juggernaughts oder Muscles. Dass es in einer Art von kosmischer Balance für jede Kylie Minogue einen Nick Cave geben muss.</strong></p>
<p>Doch bei aller Liebe für hanebüchene Esoterik, es bleibt schon erstaunlich, wie viele herausragende Bands dort in verschiedenen lokalen Szenen umtriebig sind. Blickt man aber eine Weile in Booklets und Discogs-Einträge, fällt bald eine andere Erklärung ins Auge: Struktureller Inzest. Immer wieder trifft man auf von anderswo bekannte Namen, Leute, die in zwei, drei, vier Bands zugleich aktiv sind, was es erstaunlich oft leicht macht, zwischen beliebigen Gruppen eine personelle Verbindung zu finden.</p>
<p><iframe width="100%" height="450" scrolling="no" frameborder="no" src="http://w.soundcloud.com/player/?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Fplaylists%2F1816047&amp;auto_play=false&amp;show_artwork=true&amp;color=d38475"></iframe></p>
<p>Das Zusammenkommen als Lower Plenty scheint für deren Mitglieder – sonst unter anderem bei <a href="http://hengebeat.com/" target="_blank">Total Control</a>, <a href="http://www.auftouren.de/2011/04/27/augenblick-verweile-deaf-wish/" target="_blank">Deaf Wish</a> und <a href="http://theuvrace.blogspot.de/" target="_blank">UV Race</a> an den Instrumenten stehend – einem Bedürfnis nach ruhigeren Klängen entsprungen zu sein, elektrisch verzerrte Gitarren sind auf dem zweiten Album der Melbourner Band eine Seltenheit. „Hard Rubbish“ ist eingängiger Folk im DIY-Sound, weniger verrauscht als unpoliert, es klingt, als hätte die Band einfach ein Mikrophon mitten in den Raum gestellt und drumherum losgelegt. Das verleiht der Melancholie des gemischtgeschlechtlichen Gesangsduos Jensen Thjung und Sarah Heyward eine nahbare Intimität wenn ambientes Klickern und Knarzen ertönen, zeitlich knapp gehalten verströmt das Album eine Losheit am Rande implosiver Fragilität, was die Schattenseite des Sonnenkontinents zu hören etwas erträglicher macht.</p>
<p><iframe width="300" height="410" style="position: relative; display: block; width: 300px; height: 410px;" src="http://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/v=2/album=311917934/size=grande3/bgcol=FFFFFF/linkcol=d38475/" allowtransparency="true" frameborder="0"><a href="http://eighteenrecords.bandcamp.com/album/debut-lp">Debut LP by Royal Headache</a></iframe></p>
<p>Doch auch ein tieferes Eintauchen in Albumcredits liefert immer wieder vertraute Namen. Insbesondere den von Mikey Young, Gitarrist der formidablen <a href="http://www.ecsr.com.au/" target="_blank">Eddy Current Suppression Ring</a> und Teil der eben erwähnten Total Control, der als Produzent zunehmend auch US-Bands unter die Arme greift. Näher seinem heimischen Melbourne liegen aber Sydney und das dortige Quartett <a href="http://www.facebook.com/pages/Royal-Headache/136799649689670" target="_blank">Royal Headache</a>, dessen Debüt Young zu einer glorreichen Schrammel-Explosion geformt hat. Die Lo-Fi-Energie der Ohrwurmriff an Powermelodie reihenden Songs wird nur noch intensiviert durch bemerkenswert heiserkehligen Gesang, der mit „Yeah!“s, „Whoo!“s und wortreicheren Emotionseruptionen selbst die wenigen schwächeren Stücke Richtung Rock&#8217;n'Roll-Olymp steuert. </p>
<p><em>&#8220;Hard Rubbish&#8221; ist bei <a href="http://specialawardrecords.bandcamp.com/" target="_blank">Special Awards Records</a> erschienen, &#8220;Royal Headache&#8221; bei <a href="http://ripsocietyrecords.tumblr.com/" target="_blank">R.I.P. Society</a>, <a href="http://www.eighteenrecords.com/news/" target="_blank">XIII Records</a> und <a href="http://www.whatsyourrupture.com/" target="_blank">What&#8217;s Your Rupture?</a>. </em></p>
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		<title>Lower Dens &#8211; Nootropics</title>
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		<pubDate>Tue, 15 May 2012 11:49:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Uli Eulenbruch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Plattenkritiken]]></category>
		<category><![CDATA[Lower Dens]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Band mit großem Potential, das sie auf ihrem zweiten Album teilweise bereits realisiert hat.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class='noshadow thumb ' style='' src='http://www.auftouren.de/wp-content/uploads/2012/05/ld_thumb.jpg' alt="Lower Dens - Nootropics" /><strong>Erwartungen sind – besonders in Form der noch stärkeren Vorurteile – nicht ungefährlich, vermögen sie doch das Urteilsvermögen des ohnehin nicht vollends rationalen Menschen aus der Balance zu bringen. Wer etwas erwartet, mag stärker erfreut oder enttäuscht sein, wenn dies nicht eintrifft, als wenn er diese Erwartung vorher gar nicht erst gehabt hätte. Und selbst beim naiv-neutralen Herangehen kann ein Anfangseindruck entstehen, anhand dessen man den Verlauf eines Prozesses auf einmal mit ganz anderer Gewichtung bewertet. </strong></p>
<p>„Nootropics“, das zweite Album der Band um die langjährige Solo-Folkerin Jana Hunter, eröffnet mit „Alphabet Song“. Deutlich im Vordergrund ein Schlagzeug, das sanft und doch in kompaktem Wechselspiel seiner Komponenten einen repetitiven Strom erzeugt, in dem fortan ein zirkelndes Dreiton-Keyboardmotiv und vier lange hallende Saitenanschläge dahintreiben. Im Nu ist ein stimmiges, vereinnahmendes Klangbild aufgebaut, die körperlich nur halb präsente Stimme Hunters und dezente Backing-Vocal-“Ha“s fügen sich perfekt darin ein. </p>
<p>Wer danach Großes erwartet, wird nicht enttäuscht: „Brains“ lässt die Rhythmussektion ihren motorischen Drive entfalten, es werden Erinnerungen an die Zeit wach, als <a href="http://www.auftouren.de/2010/09/27/rezension-deerhunter-halcyon-digest/">Deerhunter</a> noch diese Krautrock-Band auf Kranky waren. Doch im Mittelteil entpuppt sich hypnotische Monotonie nur als Grundbaustein, die Synth-und-Gitarrenwolke wechselt ein ums andere Mal Form und Farbe, im verhallten Stimmduett erhebt sich der Song zu einer glorreichen psychedelischen Fieberfantasie. Spätestens als der Groove nahtlos ins nächste Stück übergeführt wird, macht man gedanklich schon die “Meisterwerk“-Schublade auf, hier zeigt sich eine Band in voller Kontrolle ihrer überaus eigenen Kräfte.</p>
<p>„Propagation“ lässt die Instrumente abwechselnd diskret-dünn in den Raum hallen und ihn zum Refrain vereint füllen, erinnert in seiner Trägheit ein wenig an Lower Dens&#8217; Baltimorer Nachbarn von <a href="http://www.auftouren.de/2012/05/10/beach-house-bloom/">Beach House</a> – was kein Problem wäre, würden dies „Nova Anthem“ und „Lamb“ nicht noch mehr machen. Die Eigenheit der ersten Songs lässt auf einmal nach, schlimmer aber, die Arrangements wirken unterentwickelt, die Melodien wenig ausgereift. So hängt eine simpel-repetitive Tonfolge, wie sie sich anderswo subtil ins Bewusstsein bohrte, in „Lion In Winter Pt. 2“ penetrant-störend im Vordergrund, nachdem „Pt. 1“ schon wie atmosphärisches Füllmaterial wirkte. „In The End Is The Beginning“ setzt eine düstere Schlussnote, doch während man sich bei „Brains“ noch wünschte, dass es unendlich lang laufen könnte, gerät das 12-minütige Finale zur Geduldsprobe, einer Gitarre beim langsamen Dehnen zuzuhören.</p>
<p>Ist „Nootropics“ also eine Enttäuschung? Nur relativ zu den hohen Erwartungen, die es zu Beginn weckt. Wäre die Reihenfolge der Stücke eine andere, entstünde bereits ein neuer Eindruck wenn es mal zu viel aus zu wenig macht und im nächsten Stück den Hörraum aufs Wunderbarste anfüllt. Unterm Strich bleibt kein schlechtes Album, sondern eine Band mit großem Potential, das sie teilweise bereits realisiert hat. Was wohl eine gesunde Messlatte für die Zukunft ist &#8211; erwartungsgemäß.<p><img class='alignleft noshadow' alt='Wertung: 63' src='http://www.auftouren.de/wp-content/themes/at3/rating/63.png' style='margin-left: 2px; margin-right: 3px;' /></p></p>
<p><strong>Label:</strong> Domino</p>
<p><strong>Referenzen:</strong> Deerhunter, Stereolab, Beach House, Can, Jana Hunter</p>
<p><strong>Links: </strong><a href="http://lowerdens.com/" target="_blank">Homepage</a> | <a href="http://www.facebook.com/lowerdens" target="_blank">Facebook</a> </p>
<p><strong>VÖ:</strong> 27.04.2012</p>
<p><object width="577" height="272"><param name="movie" value="http://widget.dominorecordco.com/swf/widget.swf?api_key=73DCCA0F3BCF22AFAE"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://widget.dominorecordco.com/swf/widget.swf?api_key=73DCCA0F3BCF22AFAE" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="577" height="272"></embed></object></p>
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		<title>AUFTOUREN präsentiert: Moonface</title>
		<link>http://www.auftouren.de/2012/05/14/auftouren-prasentiert-moonface-ticketverlosung/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=auftouren-prasentiert-moonface-ticketverlosung</link>
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		<pubDate>Mon, 14 May 2012 10:30:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>AUFTOUREN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unterwegs]]></category>
		<category><![CDATA[Moonface]]></category>
		<category><![CDATA[Tour-Präsentation]]></category>
		<category><![CDATA[Verlosung]]></category>

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		<description><![CDATA[Spencer Krug tourt als Moonface durch hiesige Gefilde. Wir präsentieren und verlosen Tickets für euch.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class='noshadow thumb ' style='' src='http://www.auftouren.de/wp-content/uploads/2012/05/mfst_big.jpg' alt="AUFTOUREN präsentiert: Moonface" /><br />
<strong>Sowohl <a href="http://www.auftouren.de/2010/07/04/rezension-wolf-parade-expo-86/" target="_blank">Wolf Parade</a> als auch seine ganz eigene Band <a href="http://www.auftouren.de/2009/07/14/review-sunset-rubdown-dragonslayer/" target="_blank">Sunset Rubdown</a> liegen bis auf Weiteres still. Doch Spencer Krug macht weiter: Als Moonface, das sich mit jedem Werk neu erfindet. Auf seinem <a href="http://www.auftouren.de/2012/04/25/moonface-with-siinai-heartbreaking-bravery/">aktuellen Album</a> hat Krug sich mit den Krautrock-Finnen Siinai zusammengetan, mit denen zusammen der Prog-Pop-Poet andächtige Gesten und „Heartbreaking Bravery“ ab nächster Woche auch auf hiesige Bühnen bringt. </strong></p>
<p>AUFTOUREN präsentiert die vier Deutschland-Konzerte von Moonface und Siinai, zu denen es natürlich auch etwas zu gewinnen gibt. Wir verlosen für die Konzerte in Hamburg, Berlin und Leipzig jeweils 1&#215;2 Karten. Schreibt einfach eine Mail an gewinnen@auftouren.de (Betreffzeile: Shitty City) und schreibt uns euren Namen und Wunschort (bitte nicht vergessen!) oder was euch sonst noch so auf dem Herzen liegt. Die Daumen drücken wir dann für euch.</p>
<div style="text-align: center">
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/40017213" width="500" height="281" frameborder="0" webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen></iframe></p>
</div>
<p>Nur empfehlen können wir übrigens den Besuch des Franzis, direkt hinter der malerischen Altstadt im hessischen Wetzlar, das schon beim <a href="http://www.auftouren.de/2009/08/07/live-review-sunset-rubdown-in-wetzlar-im-franzis-21042009/" target="_blank">letzten Besuch</a> von Sunset Rubdown für einen magischen Abend sorgte &#8211; sowohl für uns als auch für <a href="http://www.auftouren.de/2009/09/16/sunset-rubdown-und-das-flair-von-wetzlar/" target="_blank">Spencer Krug</a>. </p>
<p><strong>22.05.2012</strong> (Di) in Hamburg (Hafenklang)<br />
<strong>23.05.2012</strong> (Mi) in Berlin (Kater)<br />
<strong>25.05.2012</strong> (Fr) in Leipzig (Nato)<br />
<strong>02.06.2012</strong> (Sa) in Wetzlar (Franzis) &#8211; freier Eintritt!</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Der Liedschatten (LXVIX): Nicht mehr als nur ein Ort</title>
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		<pubDate>Sun, 13 May 2012 07:00:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lennart Thiem</dc:creator>
				<category><![CDATA[Pop + Poesie]]></category>
		<category><![CDATA[bee gees]]></category>
		<category><![CDATA[brd]]></category>
		<category><![CDATA[charts]]></category>
		<category><![CDATA[Disco]]></category>
		<category><![CDATA[Liedschatten]]></category>
		<category><![CDATA[massachussetts]]></category>
		<category><![CDATA[Pop]]></category>
		<category><![CDATA[siexties]]></category>

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		<description><![CDATA[Weniger gehaltvoll als Hippies und Beatles: die Bee Gees und ihre hübsche Ballade "Massachusetts".]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2><img class='noshadow thumb ' style='' src='http://www.auftouren.de/wp-content/uploads/2012/05/bg_big.jpg' alt="Der Liedschatten (LXVIX): Nicht mehr als nur ein Ort" /></h2>
<h2><em>Bee Gees: “Massachusetts“, November 1967 &#8211; Januar 1968</em></h2>
<p><strong>Neben den in den letzten beiden Folgen behandelten Hippies und arg ambitionierten Rockbands wie Genesis, Yes oder Dire Straits diente für Punks Ende der 1970er Jahre die Discokultur als Feindbild. Als deren populärste Vertreter galten zu dieser Zeit die Bee Gees.</strong></p>
<div style="text-align: center">
<p><iframe width="500" height="375" src="http://www.youtube.com/embed/H-dOuoyB1Eo?fs=1&#038;feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
</div>
<p style="text-align: center"><em>Mit ihrer Vorliebe für stupide Rockismen vermochten einige Punks jeglichen Verdacht des Elitarismus zu zerstreuen.</em></p>
<p>Die Bee Gees töten? Das haben sie bestimmt nicht so gemeint, nicht wortwörtlich. Es vermochte zu schockieren und war damit punktauglich.</p>
<p>Allerdings gäbe es auch szeneimmanente, &#8220;sachliche&#8221; Gründe. Die Musik der Bee Gees war professionell produziert und schien kein ernsthaftes Anliegen wie zum Beispiel das Töten von Menschen, denen man die Abwesenheit ernsthafter Anliegen unterstellt, zu haben. Und sie verkaufte sich sehr gut, was angesichts des Fehlens einer Botschaft Raum zu der Vermutung gab, es würde den Beteiligten um nicht mehr als das gehen.</p>
<p>Dazu noch sangen hier modisch gekleidete Männer mit gepflegtem Haar in &#8220;unmännlichen&#8221; Tonlagen, und das behagte weder Punks noch anderen, letztendlich doch sehr konservativen Rockern. Solche konnten den Bee Gees obendrein zusätzlich nachtragen, dass sie ja einst, damals, Ende der 1960er, eine &#8220;richtige&#8221; Band mit Gitarren usw. gewesen seien, nun aber Clubmusik spielten. In dieser Hinsicht hätten sogar Punks und Hippies einer Meinung sein können.</p>
<p>Doch nicht nur szenige Jugendkulturen waren ihrer Musik überdrüssig, auch reaktionäre Radio-DJs und sogar ein Teil ihrer Käuferschaft: nämlich jener, der aus den Deppen bestand, die sich allem, was eine große Masse unternimmt, anschließen. In etwa 15 Millionen Exemplare des „Saturday Night Fever“-Soundtracks kaufen, sich danach aber möglichst ungebührlich gebärden und Disco in teilweise arg würdeloser Art ablehnen. „(&#8230;) they proceeded to storm the pitch, where they smashed and burned their Bee Gees vinyl. &#8216;They wore Led Zeppelin and Black Sabbath T-shirts,&#8217; writes Knopper, then a 13-year-old disco-hater &#8216;smashed bottles on the ground, smoked God knows what and chanted their almighty rallying cry: &#8216;Disco sucks&#8217;!'(…) disco music was for homosexuals and black people. Not only that, but, as Knopper notes, in the disco era &#8220;to make it with a lady a guy had to learn how to dance. And wear a fancy suit!&#8221;(…)“ Nein, <a href="http://www.guardian.co.uk/music/musicblog/2009/jun/18/disco-sucks" target="_blank">das war zu viel</a>, das ging nicht an. Rassismus, Sexismus, Homo- und Neophobie waren durch den Discoboom nicht merklich gemindert worden und brachen nun, da dieser abebbte, wieder vor und bedienten sich der einst als progressiv geltenden Rockmusik.</p>
<p>Bereits ungefähr 6 Jahre vorher hatte die Band zwar nicht Ähnliches, aber Vergleichbares erlebt. Damals zeigte sich die Missbilligung auf eher klassische Art, nämlich, indem man ihre Platten einfach nicht mehr erwarb. Damit schien die in Australien aufgewachsenen Briten kein schwereres Schicksal als zahlreiche ihrer Kollegen aus den 1960ern zu ereilen: Viele Karrieren versanken zu diesem Zeitpunkt in der Bedeutungslosigkeit oder nahmen peinliche Wendungen wie bei den Beach Boys, die sich zu einer tourenden Oldierevue entwickelten.</p>
<p>Von 1967 bis ungefähr 1971 hingegen galten die Gebrüder Gibb manchen als die einzige Band, die es hinsichtlich des Erfolges (sie hatten in diesen Jahren 9 internationale Nummer-Eins-Hits), aber auch der Kunstfertigkeit mit den Beatles aufzunehmen vermochte.</p>
<p>Dieser Vergleich entbehrt natürlich jeglicher Grundlage. Die Bee Gees besaßen niemals die Klasse der Beatles, allein schon aufgrund ihres zwar markanten, aber in diesem Zeitraum doch sehr beschränkten Sounds. Sie waren äußerst fähige Songwriter, Produzenten, Arrangeure, Instrumentalisten und Sänger, verließen aber, anders als die Beatles, nie die Sphäre klassischer Unterhaltungsmusik. Sie waren keine Künstler, die es in den Bereich der Popmusik verschlagen hatte, sondern begabte, fleißige Arbeiter.</p>
<p>Was sie als Band und Autorenteam an Bemerkenswerten zwischen britischem Pop, Psychedelic, Progressive Rock, blue-eyed Soul und Ballladen zu schaffen vermochten, ist bereits vor den Glanztaten ihrer Discozeit beachtlich. „<a href="http://www.youtube.com/watch?v=L7kbQyseI1I" target="_blank">Spicks And Specks</a>“, „<a href="http://www.youtube.com/watch?v=KCRqAzCevsY" target="_blank">New York Mining Desaster 1941</a>“, „<a href="http://www.youtube.com/watch?v=ykU8iSKkJR0" target="_blank">To Love Somebody</a>“, „<a href="http://www.youtube.com/watch?v=fkG4oIPT7tU&amp;feature=related" target="_blank">I Started A Joke</a>“ und „<a href="http://www.youtube.com/watch?v=6RUjnqH3kMw&amp;feature=relmfu" target="_blank">I&#8217;ve Gotta Get A Message To You</a>“ sind beispielhaft schöne Popsongs, fein arrangiert und mit durchdringenden, aber leichten Harmoniegesängen ausgeschmückt.</p>
<p>Selbst ohne eigenes Können hinsichtlich Songwritings und Produktion wären die Stimmen der drei 1967 noch nicht einmal zwanzigjährigen Bee Gees auffällig gewesen. Sie sind, wenn auch nicht unschön, so doch unüblich, leicht quäkig, besitzen viel Vibrato und klangen bereits in den 1960ern vergleichsweise hoch. Außerdem hatten sie hin und wieder Soul, dessen Zahmheit sich vorteilhaft mit ihren Stimmen verband, in etwa bei „<a href="http://www.youtube.com/watch?feature=endscreen&amp;NR=1&amp;v=MwwkErDJitQ" target="_blank">I Can&#8217;t See Nobody</a>“ .</p>
<p>Von diesem gibt es in „Massachusetts“, ihrer ersten Nummer Eins in der BRD, recht wenig. Der ursprünglich für die australische Vokalgruppe The Seekers geschriebene Song ist mehr gemüt- als seelenvoll, eher wehleidig denn bewegt.</p>
<div style="text-align: center">
<p><iframe width="500" height="375" src="http://www.youtube.com/embed/AbkbGF27JyY?fs=1&#038;feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
</div>
<p style="text-align: center"><em>Mehr als nur ein Ort, nämlich auch noch ein Wort: Massachusetts.</em></p>
<p><img style="margin-bottom: 0.21cm" src="http://www.auftouren.de/wp-content/uploads/2012/05/bee.jpg" alt="bee_massa" width="160" height="160" align="left" border="0" />Findet man sich erst einmal mit der Süßlichkeit der Streicher und dem Schmelz, mit dem die Silben des Wortes „Massachusetts“ gekostet werden, ab, dann könnte nur noch der sehr simple Text eine zumindest wohlwollende Sympathie für die gefällige Ballade verhindern. Doch besteht die Möglichkeit zur Aussöhnung, man muss den Song nur bis zum Ende (und die gut zweieinhalb Minuten sind nun wirklich nicht arg lang) hören: „And the lights all went out in Massachusetts / and Massachusetts is one place I have seen“ mag zwar keine große Kunst sein, deutet aber mit „(&#8230;) is one place I have seen“ eine berührende, ja erschreckende Verlorenheit und Bezugslosigkeit an. Schließlich ist es alles andere als schön, wenn der Ort der Sehnsucht, die Heimat, in der einst die Geliebte zurückgelassen wurde, nicht mehr mehr als nur einer der Plätze ist, die man sah.</p>
<p>Eine andere Herangehensweise an diese Zeilen aber wirft Fragen auf. Erst wird von der Vergangenheit an einem Ort gesungen, dann dessen erlöschenden Lichter, und die Pointe ist einzig: Ich habe diesen Ort gesehen. Überrascht? Eben. Zu Vergleichbarem werden wir aber an anderer Stelle noch einmal kommen.</p>
<p>Vergessen wir bis dahin nicht, dass viele Bewohner des deutschsprachigen Raumes zu diesem Zeitpunkt kein Englisch gesprochen und mit Sicherheit nicht auf Feinheiten geachtet haben werden, sondern sich hier wie auch beim Konsum anderer Lieder einfach nur in eine für sie angenehme Stimmung versetzen lassen wollten.</p>
<p>Beim Song „Massachusetts“ dürfte es sich dabei allein schon aufgrund des exotischen Klanges des Namens um Fernweh und Sehnsucht gehandelt haben. Diese Wirkung wurde durch die Erwähnung des Ortes „San Francisco“ noch verstärkt, Scott McKenzies Song „<a href="http://www.auftouren.de/2012/05/06/der-liedschatten-lxviii-ferienkommunismus/" target="_blank">San Francisco (Be Sure to Wear Flowers In Your Hair)</a>“ war der direkte Vorläufer in den Hitparaden und ebenfalls eine sanfte Ballade des schweifenden Geistes mit Ortsnamen, wodurch beide Stücke in den Ohren der Hörer mehr Gemeinsamkeiten besessen haben dürften als dies tatsächlich der Fall war. Für „San Francisco (&#8230;)“ gab es einen konkreten Anlass, das Stück der Gibbs hingegen basiert laut deren Aussagen einzig auf der Schönheit des Wortes. In den kommenden Wochen werden wir sehen, dass sich Ähnliches über die weiteren Hits der Bee Gees sagen lässt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Eine kurze Anmerkung bezüglich des Liedschattens: Am 31. 05. 2012 findet in der Gesellschaft / Hamburg eine <a href="https://www.facebook.com/home.php#!/events/286322478128710/" target="_blank">Feier</a> anlässlich des Erscheinens der zweiten Ausgabe des <a href="https://www.facebook.com/home.php#!/events/286322478128710/" target="_blank">Fanzines Transzendieren Exzess Pop</a> statt. Zu diesem Anlass werden (unter anderem) Texte des Liedschattens durch musikalische Darbietungen ergänzt gelesen.</strong></p>
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		<item>
		<title>Musik ins Auge &#124; Der Musikvideo-Roundup (Mai II)</title>
		<link>http://www.auftouren.de/2012/05/12/musik-ins-auge-der-musikvideo-roundup-mai-ii/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=musik-ins-auge-der-musikvideo-roundup-mai-ii</link>
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		<pubDate>Sat, 12 May 2012 08:30:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>AUFTOUREN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schauen + Laden]]></category>
		<category><![CDATA[Actress]]></category>
		<category><![CDATA[best music video]]></category>
		<category><![CDATA[Explosions In The Sky]]></category>
		<category><![CDATA[music video]]></category>
		<category><![CDATA[musikvideo]]></category>
		<category><![CDATA[shins]]></category>

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		<description><![CDATA[Video, Video, Video, Video, Video. Mit dabei: The Shins, Explosions In The Sky, Raveyards, Hickey Underworld &#038; Actress]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img class='noshadow thumb ' style='' src='http://www.auftouren.de/wp-content/uploads/2012/05/videovideo_big.jpg' alt="Musik ins Auge | Der Musikvideo-Roundup (Mai II)" />
<p><strong>Diese Woche etwas später, aber keinen Deut schwächer: </strong></p>
<p>Unsere Musikvideo-Rubrik gibt sich heute geschichtenerzählend, abstrakt, kurios, beklemmend und wird zum Schluss ganz herzlich.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Raveyards – Remember</p>
</h2>
<p><center><iframe src="http://player.vimeo.com/video/41551766?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0&amp;color=ffffff" width="550" height="309" frameborder="0" webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen></iframe></center>&nbsp;</p>
<h2 style="text-align: justify;">The Shins – The Rifle’s Spiral</h2>
<p><center><iframe src="http://player.vimeo.com/video/41266095?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0&amp;color=ffffff" width="550" height="309" frameborder="0" webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen></iframe></center>&nbsp;</p>
<h2 style="text-align: justify;">The Hickey Underworld – The Frog</p>
</h2>
<p><center><iframe src="http://player.vimeo.com/video/41559613?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0&amp;color=ffffff" width="550" height="309" frameborder="0" webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen></iframe></center>&nbsp;</p>
<h2 style="text-align: justify;">Actress &#8211; IWAAD</h2>
<p><center><iframe src="http://player.vimeo.com/video/41194890?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0&amp;color=ffffff" width="550" height="309" frameborder="0" webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen></iframe></p>
<p></center>&nbsp;</p>
<h2 style="text-align: justify;"> Explosions in the Sky &#8211; Postcard From 1952</h2>
<p><center><iframe src="http://player.vimeo.com/video/41160389?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0&amp;color=fae719" width="550" height="309" frameborder="0" webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen></iframe></center>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Ramona Falls &#8211; Prophet</title>
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		<pubDate>Fri, 11 May 2012 10:00:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian Schreck</dc:creator>
				<category><![CDATA[Plattenkritiken]]></category>
		<category><![CDATA[Ramona Falls]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Progdschungel müssen die Hooklines grell leuchten, damit sich keiner verläuft.: Das zweite Album von Ex-Menomena-Multiinstrumentalist Brent Knopf.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class='noshadow thumb ' style='' src='http://www.auftouren.de/wp-content/uploads/2012/05/rf_thumb.jpg' alt="Ramona Falls - Prophet" /><strong>Der Prophet stieg schon vor einer Weile vom Berg herunter, den er, Brent Knopf, mit seiner Band Menomena von Portland, Oregon, aus erbaute. Die Bäume und Pflanzen trieben aber auch seltsame Blüten! </strong></p>
<p>2009 erschien das Solodebüt Knopfs unter dem Namen Ramona Falls, „Intuit“, und erreichte kaum weniger Indie-interessierte Ohren als es Menomena vermochten. Zwar beteiligte sich Knopf 2010 noch am <a href="http://www.auftouren.de/2010/06/28/montags-preview-menomena-mines/">bisher letzten Album</a> seiner alten Band, aber seit letztem Jahr gilt seine uneingeschränkte Aufmerksamkeit seinem neuen Projekt. Dieses wurde mit seinem zweiten Album „Prophet“ vom Solounterfangen zur vierköpfigen Band erweitert, so dass es bezeichnend ist, wenn Knopf im Opener „Bodies Of Water“ singt: „I have to let go of total control“. Kontrollverlust kann auch sehr befreiend sein und selbst die Stimmen von Propheten verhallen ohne Ohren, die lauschen.</p>
<p>Dabei ist der Sound von Ramona Falls einer Indie-Ästhetik verpflichtet, die unter einer schlurfigen Oberfläche recht rockige Rock- sowie recht balladige Balladenmomente bereit hält und immer mit Schlagseite Richtung Synthie-Hookline tänzelt. Die süße Nachdenklichkeit in Knopfs Stimme kann sich sowas leisten, die Songs in großen Teilen ebenso, besonders wenn sie all die genannten Elemente verbinden wie in „Spore“, das sich aus emotional aufgeladenem Disco-Trance nach einer pianoklimpernden Verschnaufpause zu verführerisch eingängigem Synthie-Pop wandelt. Die Kollegen von <a href="http://www.auftouren.de/2012/04/09/bear-in-heaven-i-love-you-its-cool/">Bear In Heaven</a> machen das auch gerne, nur mit größerer Geste und gläserneren Sounds. Da ist Knopfs musikalische Welt eher in die Breite gezogen und entsprechend vielseitiger bzw. unentschlossener: „Sqworm“ wird von Synthie und Gitarre so schön niedergemäht, dass sich dazu im Indie-Club ausschweifend und stilsicher tanzen ließe. Apropos harte Gitarren und Stilsicherheit: Die Gitarre in „Brevony“ macht ja keinerlei Gefangene und könnte genauso gut aus Hardcore-/Grunge-Tagen um 1990 stammen und wenn Knopf dann noch hechelt und ein zünftiges Solo erklingt, dann guckt die Stilsicherheit aber schön verdutzt! Ein sehr rockiger Rock-Moment ist das.</p>
<p>Irgendwie ist auch der Geist ihrer Barsukvorgänger Death Cab For Cutie präsent, im getragenen und rührseligen „Proof“ oder im Midtempo-Stück „Divide By Zero“ mit lang gezogenem Chor im Refrain, aber prägnantem Schlagzeug und grandiosem Finale. Einfach gebaut sind die Songs nicht und desto konzentrierter die Strophe, desto ausgebreiteter die Bridge, desto reduzierter die Pause vor dem umso breiter gezogenem Refrain und am Ende hält die Hookline alles zusammen und klar (die Rede ist von „The Space Between Lightning And Thunder“). Im Progdschungel müssen die Hooklines grell leuchten, damit sich keiner verläuft.</p>
<p>Ramona Falls führen viel zusammen und die Wackeligkeit der geknüpften Bande garantiert mehr Spannung als Einzelheiten es vermöchten. Die Hooklines und Effekte überstrahlen die Songs zumeist und doch durchzieht „Prophet“ ein roter Pfaden, eine Handschrift in Klang und Arrangement. An den Rändern darf man staunen oder unken, in der Mitte findet sich kein Stillstand. Anscheinend lautet die Devise Knopfs: Erstmal kombinieren, dann gucken, ob&#8217;s passt. „Ready or not: Here I come“ („Spore“).<p><img class='alignleft noshadow' alt='Wertung: 69' src='http://www.auftouren.de/wp-content/themes/at3/rating/69.png' style='margin-left: 2px; margin-right: 3px;' /></p></p>
<p><strong>Label:</strong> Barsuk</p>
<p><strong>Referenzen:</strong> Menomena, Bear In Heaven, The Antlers, Wild Beasts, Modest Mouse</p>
<p><strong>Links: </strong><a href="http://ramonafalls.com/" target="_blank">Homepage</a> | <a href="http://www.facebook.com/ramonafalls" target="_blank">Facebook</a> | <a href="http://www.self-titledmag.com/2012/05/02/stream-ramona-falls-new-prophet-album-and-read-brent-knopfs-track-by-track-commentary/" target="_blank">Albumstream</a></p>
<p><strong>VÖ:</strong> 01.05.2012</p>
<p><iframe width="100%" height="166" scrolling="no" frameborder="no" src="http://w.soundcloud.com/player/?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F45125702&amp;auto_play=false&amp;show_artwork=true&amp;color=d38475"></iframe></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Beach House &#8211; Bloom</title>
		<link>http://www.auftouren.de/2012/05/10/beach-house-bloom/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=beach-house-bloom</link>
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		<pubDate>Thu, 10 May 2012 07:00:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bastian Heider</dc:creator>
				<category><![CDATA[Plattenkritiken]]></category>
		<category><![CDATA[beach house]]></category>

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		<description><![CDATA[Beach House vor dem Sprung in den endgültigen Konsens. Doch „Bloom“ ist viel mehr als bloß der wohlklingende Soundtrack zum Soja-Latte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class='noshadow thumb ' style='' src='http://www.auftouren.de/wp-content/uploads/2012/05/Beach-House-Bloom.jpg' alt="Beach House - Bloom" /><strong>Beach House vor dem Sprung in den endgültigen Konsens. Da schrillen die Alarmglocken oder manch einer winkt gähnend ab. Letztendlich ist aber auch „Bloom“ viel mehr als bloß der wohlklingende Soundtrack zum Soja-Latte.</strong></p>
<p>Was war von einem neuen Beach-House-Album wohl zu erwarten? Seien wir ehrlich, zumindest nichts sonderlich Aufwühlendes. Denn nachdem die Band mit „<a href="http://www.auftouren.de/2010/02/19/rezension-beach-house-teen-dream/">Teen Dream</a>“ nicht nur ihren endlos melancholiegetränkten Dreampop quasi zur Perfektion getrieben, sondern auch so etwas, was man wohl einen Durchbruch nennen kann geschafft hat, ist der zukünftige Weg der Gruppe eigentlich im Großen und Ganzen abzusehen. </p>
<p>Viele der mehr oder minder inspirierten Nachahmer (wobei Beach House ja selbst nie mehr als Epigonen waren) sind schon wieder halb vergessen, da setzen Victoria Legrand und Alex Scally mit ihrem vierten Album zu dem Sprung an, mit dem sich beispielsweise auch Bon Iver letztes Jahr ins Reich des endgültigen Konsens verabschiedete. Nur ein kompletter Totalausfall oder die komplette Verweigerung seitens der Band könnte diese Entwicklung wohl noch verhindern.</p>
<p>Als distinktionsbemühter Indie-Hansel kann man das den Beiden natürlich nicht wirklich anlasten. Denn zu Schulden kommen lassen haben sie sich in all den Jahren eigentlich nie etwas und auch die musikalische Entwicklung seit dem Debüt lässt sich ihrem Entschleunigungsprinzip entsprechend, wenn überhaupt, nur in Nuancen nachlesen. Ein bisschen gruseln tut es einen dann aber schon vor ehrfürchtig strammstehenden Rezensenten und mehr noch dem Missbrauch als zweckmäßiger (&#8220;sooo schön!&#8221;) Gebrauchsmucke für zweifelhafte Compilations.</p>
<p>Anstatt nun aber in ödes Hipsterbashing einzusteigen (Wer trinkt überhaupt noch Bionade?) wollen wir uns „Bloom“ so unvoreingenommen nähern, wie das von diesem Punkt aus eben möglich ist. Und nein, falsch gemacht haben Beach House auch mit diesem Album definitiv nichts. Noch immer wandeln sie durch verblassende Traumwelten, die diesmal vom Grundton etwas heller erscheinen als noch auf „Teen Dream“. Ob man das nun als Eskapismus oder Nostalgie schlechtheißen möchte, mag jedem selbst überlassen sein. Zu Gute halten muss man der Band aber, dass ihnen das Thema der Vergänglichkeit auch in den rosarotesten Traumnebeln stets im Nacken sitzt. Etwas Unheil schwebt hier immer mit.</p>
<p>Was „Bloom“ jedoch von seinen Vorgängern unterscheidet sind vor allem zwei Dinge. Zum Einen wäre da die stärkere Präsenz von Synthesizern zu Ungunsten der natürlich immer noch herrlich leiernden Unterwasserorgel. Leider hat deren Rauschen und Surren oftmals den unschönen Hang, den bekannten Trademarksound des Duos etwas zu verflachen, die hübschen Wolkenbilder zu dünnem Nebel zu zerstäuben. Zum anderen aber &#8211; und das hebt erstgenannten Effekt locker wieder auf &#8211; wird „Bloom“ wie kein Beach-House-Album zuvor von dezenten, rhythmischen Elementen bestimmt, die es in ungeahnten Momenten zum Leben erwecken wie ein sanft pochender Puls. Sei es nun die etwas weniger zaghaft touchierte Hi-Hat, die mit Bedacht angeschlagene Bassgitarre oder das blecherne Klopfen im Opener „Myth“, sie alle spielen sich zwar niemals wirklich in den Vordergrund und doch verleihen sie dem Album seine impressionistisch dahingetupfte Kontur, die es zum bisher detail- und kontrastreichsten Langspieler der Gruppe macht. Und Kontrast war nun auch nicht gerade die erste Sache, an die man bei Dreampop bisher für gewöhnlich dachte. Deutlich wird das vor allem beim tänzelnden „New Year“, das für Beach-House-Verhältnisse beinahe etwas zu nah am &#8220;Happy Popsong&#8221; gebaut zu sein scheint aber gerade deshalb so grandios funktioniert.</p>
<p>Besser kommt vielleicht nur noch das epische Schlussstück „Irene“, das auf Engelsflügeln und majestetischen Melodiewogen in einen letztlich unheilvollen Schlaf trägt. „It&#8217;s a strange paradise“ und niemals bloß die passende Berieselung zum Soja-Latte.<p><img class='alignleft noshadow' alt='Wertung: 78' src='http://www.auftouren.de/wp-content/themes/at3/rating/78.png' style='margin-left: 2px; margin-right: 3px;' /></p></p>
<p><strong>Label:</strong> Cooperative</p>
<p><strong>Referenzen:</strong> Mazzy Star, Galaxie 500, Low, Grizzly Bear, Memoryhouse, Twin Sister, Youth Lagoon, Lower Dens, Real Estate</p>
<p><strong>Links: </strong><a title="hp" href="http://www.beachhousebaltimore.com/" target="_blank">Homepage</a> | <a href="http://www.facebook.com/beachhouse" target="_blank">Facebook</a></p>
<p><strong>VÖ:</strong> 11.05.2012</p>
<p><iframe src="http://embed.vpro.nl/player/?src=urn:vpro:media:group:14001390&#038;skin=3voor12" width="577" height="360" frameborder="0" scrolling="no" allowfullscreen></iframe></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Reib (XIII): Auf der Kippe</title>
		<link>http://www.auftouren.de/2012/05/09/reib-xiii-auf-der-kippe/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=reib-xiii-auf-der-kippe</link>
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		<pubDate>Wed, 09 May 2012 07:00:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Pascal Weiß</dc:creator>
				<category><![CDATA[Pop + Poesie]]></category>
		<category><![CDATA[Reib]]></category>

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		<description><![CDATA[Endlich wird der Cliffhanger der letzten Episode aufgelöst: Was war das Ergebnis der verhängnisvollen Begegnung?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class='noshadow thumb ' style='' src='http://www.auftouren.de/wp-content/uploads/2012/05/tafel_577x200_neu.jpg' alt="Reib (XIII): Auf der Kippe" /><br />
<strong>2009: 58<br />
2010: 62<br />
2011: 66<br />
2012: ┼┼┼┼ ┼┼┼┼ ┼┼┼┼ ┼┼┼┼ ┼┼┼┼ ┼┼┼┼ │││</strong></p>
<p>„Was sind das eigentlich für Striche da an der Tafel?“, fragt der bereits um 19:09 Uhr sichtlich mitgenommene Bauke den Barkeeper Bruno in der Dortmunder Tanken-Kneipe gegenüber vom &#8220;U&#8221;.</p>
<p>„Tja, das wirst Du vermutlich noch schnell genug erfahren, denke ich.“</p>
<p>„Ich hoffe nicht, dass Du hier die Gäste zählst. Etwas mickrig. Fänd ich schade für Dich.“ Bauke hat diesen provozierenden Blick, bei dem man das Lachen nicht so recht einordnen kann. </p>
<p>„Irgendwie ansteigende Tendenz“, versucht <a href="http://www.auftouren.de/tag/reib/" title="Reib" target="_blank">Reib</a> deeskalierend einzuschreiten, „heiße Bräute, dafür wären die Zahlen doch in Ordnung.“ Er wirft einen Blick durch den Raum: „Bloß: Wo sind die alle gerade?“</p>
<p>„Wie gesagt, Burschen,“, entgegnet Bruno, „vielleicht löst ihr das Geheimnis ja von selbst.“ Er schaut zur Seite, wippt zu den Sonics, &#8220;Walking The Dog&#8221;.</p>
<p><iframe width="577" height="62" src="http://www.youtube.com/embed/oLvxLoyC_nY" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>„Ich guck ja schon die ganze Zeit.“</p>
<p>„Warum guckst Du eigentlich schon wieder, Reib? Heiße Bräute &#8211; jetzt erzähl endlich mal, wie ging die <a href="http://www.auftouren.de/2012/03/28/reib-xii-kaputt/" target="_blank">Janina-Jana-Nummer</a> denn nun zu Ende?“ </p>
<p>„Nummer ist gut. Naja, wie ich gerade bereits sagte, steht plötzlich Jana auf der Matte.“</p>
<p>„Ja, und weiter?“</p>
<p>„Ansgar hat ihr bereitwillig die Tür aufgemacht, dämlich gegrinst, sich selbst zum besten Theaterprogramm dieses Abends eingeladen, wenn Du so willst.“</p>
<p>„Und, ist sie geblieben?“</p>
<p>„Jana? Also, das lief ungefähr so: Als Janina, die an dem Abend auch noch dermaßen gut aussieht, so gut hatte ich sie gar nicht mehr in Erinnerung, naja, als sie den Raum betritt, sich vorstellt und eher gedankenverloren Jana fragt, ob sie zu Ansgar gehört, begreift Jana die Situation natürlich sofort. Schaut Janina an, dann mich. Und sagt: ‚Ne, aber zu ihm wohl auch nicht mehr.‘ Damit war der Abend natürlich gelaufen.“</p>
<p>„Oh Mann.“</p>
<p>Reib wischt sich mit der rechten Hand den Schaum von der Nasenspitze, nachdem er etwas zu gierig die nächste Runde Weizen eröffnet hat – und ascht sich dabei selbst auf das ausgeblichene Elliott-Smith-Shirt: „Paradoxerweise, und das versteht kein Mann, halten die Frauen fortan auch noch zusammen. Ich meine, anstatt dass Janina Janas schnippischen Kommentar als Angriff auf ihre Person sieht und sich, nur mal so als Beispiel, in meine Richtung lehnt, um ein deutliches Zeichen zu setzen.“ Einen Schluck zwischendurch.<br />
„Nix da.“</p>
<p>„Und dann?“ Selbst Bruno schüttet jetzt wachsam sein Glas nach, ist drin.</p>
<p>„Jana. Nicht, dass sie seit nunmehr zehn Jahren dauernd behaupten würde, wir wären nicht zusammen, aber immer das Gegenteil lebt. Nein, als es dann endlich drauf ankommt und ich was gefunden habe, taucht sie wie aus dem Nichts auf. Und macht mir dann den Abend zur Hölle.“</p>
<p>„Schlimme Sache. Wie hat Janina denn reagiert?“ Bauke ist schon wieder beim letzten Schluck, während Bruno sofort das nächste Glas bereitstellt, die beiden haben inzwischen einen Weg gefunden.</p>
<p>„In etwa so“ &#8211; er versucht, Janinas beängstigend finstere Miene nachzustellen: „Ach so ist das also. Aha. Mir“, und dabei zeigt sie bohrend in meine Richtung, „mir hat er davon nichts erzählt. ‚Nene, bin in keiner Beziehung, keine Sorge‘“, war meines Wissens der genaue Wortlaut.</p>
<p>„Und Ansgar?“ Bauke hat sich vor lauter Spannung das neue Weizen direkt runtergekippt, das ihn langsam wanken lässt, selbst das Abstützen an der Theke kann darüber nicht hinwegtäuschen.</p>
<p>„Ach, der. Ist dauernd zum Kühlschrank gegangen, auch, aber nicht nur, um sein Lachen zu verbergen. Der hat das richtig genossen, sag ich euch. Ich meine, wie verhält man sich da? Zwei Frauen, die einen inzwischen auf die gleiche Art und Weise hassen. Und ein betrunkener Kiffer, der lächelnd distanziert auf die ganze Schose blickt und nur hin und wieder unter beipflichtenden Blicken der beiden Verbündeten eine seiner jahrelang antrainnierten Belehrungen einwirft. Die, wie hätte es anders sein sollen, mich natürlich noch mehr in die Scheiße reiten. Warte, eine ging so: ‚Reib, was hast Du Dir denn dabei gedacht? War Dir nicht klar, dass die Sache irgendwann auffliegt und gehörig nach hinten losgeht?‘“</p>
<p>Bauke geht vor Lachen der Knopf seiner Buchse auf: „Haha, Reib, das ist mal wieder so typisch. Die ganze Situation. Mann, dann auch noch Ansgar, den braucht es dann ja nun wirklich nicht. Mist, und ich war nicht dabei.“</p>
<p>„Hätten ja gleich die ganze Nordstadt einladen können, vielleicht hätte es wenigstens Trinkgeld gegeben.“</p>
<p>„Bei Dir wäre es dann vermutlich wirklich auf Trink-Geld hinausgelaufen“, wirft Bruno scharfsinnig ein. </p>
<p>„War die – V-Vorstellung dann z-u-u Ende oder gi-i-ng es noch wei-weiter?“ hickst Bauke, der allein für diese Frage fünf Sekunden braucht.</p>
<p>„Also erstmal bin ich dann auch zum Kühlschrank. Nutzt ja nichts. Irgendwie klarkommen, die Situation beobachten: Was passiert, wenn man die beiden Frauen alleine lässt? Bricht der Verbund etwa in dem Moment, in dem der gemeinsame Feind den Raum verlässt? Oder &#8230; Kannst Du mir noch folgen Bauke?“</p>
<p>„K.-kklaaar doooch. Voll lo—hicks- gisch.“</p>
<p>„Voll, ja. Jedenfalls habe ich mir die Situation ne Weile angesehen, bin dann rüber, zu Janina und habe ihr versucht zu erklären, dass Jana mal war. Aber dass Janina nun ist. Und dass &#8230;“</p>
<p>Jetzt kippt Bauke vollends vom Stuhl, schlägt lang hin und begräbt den bis dahin vor ihm auf der Theke stehenden Aschenbecher mitsamt Kippen-Stummeln unter sich. Ein kurzer, heftiger Knall, der die weniger abgebrühten Gäste gehörig aufschrecken lässt und die Stamm-Besucher eiskalt identifiziert. Barkeeper Bruno, der kennt seinen Laden. Der dreht sich um, öffnet eine seiner Schubladen, nimmt ein Stück Kreide raus und schlendert gemütlich und zufrieden Richtung Tafel: „Hat sich doch gelohnt. Tatsächlich: Ansteigende Tendenz.“</p>
<p><em>&#8220;Here Are The Sonics!!!&#8221; von The Sonics erschien 1965 auf Etiquette Records.</em></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Of Monsters And Men &#8211; My Head Is An Animal</title>
		<link>http://www.auftouren.de/2012/05/08/of-monsters-and-men-my-head-is-an-animal/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=of-monsters-and-men-my-head-is-an-animal</link>
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		<pubDate>Tue, 08 May 2012 07:00:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kevin Holtmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Plattenkritiken]]></category>
		<category><![CDATA[Of Monsters And Men]]></category>

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		<description><![CDATA[Über Stock und Stein: Of Monsters And Men spielen naturverbundenen Indiepop, der nicht mal vor dem Frühstücksradio Halt macht. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class='noshadow thumb ' style='' src='http://www.auftouren.de/wp-content/uploads/2012/05/my-head-is-an-animal.jpg' alt="Of Monsters And Men - My Head Is An Animal" /> <strong>Wir von auftouren.de bewegen uns für gewöhnlich ja eher abseits der niedergetrampelten Pfade des Pop und beleuchten Musik, die nicht zwangsläufig chartskompatibel ist. Natürlich folgt unsere Auswahl keinem wie auch immer gearteten Dogma. Darum unternehmen wir heute einen kleinen Ausflug an die Spitze der Verkaufscharts, denn dort steht eine Horde Isländer, die feinen, sympathischen Indierock spielt, der sicher keine Innovationspreise ergattern wird, dafür aber einen kleinsten gemeinsamer Nenner für viele Musikhörer darstellt. </strong></p>
<p>Of Monsters And Men sind sechs junge Menschen aus dem schönen Island, die momentan omnipräsent sind. Ihr Song „Little Talks“ läuft in Dauerschleife im Frühstücksradio, darüber hinaus untermalt er TV-Spots und auch WG-Parties sind nicht vor ihm sicher. Und eigentlich lässt es sich ja ganz wunderbar damit leben, schließlich darf man es ruhig auch mal mit einem wohlwollenden Kopfnicken absegnen, dass sich ein guter Indiepop-Song im Heavy Airplay festsetzt. Natürlich wäre zu kritisieren, dass Of Monsters And Men naive, harmlose, vielleicht sogar etwas biedere Musik spielen, aber in vielen Situationen ist doch genau das angenehm, weil unaufgeregt und nicht mit aller Macht auf Distinktion getrimmt. Haarspalterei ist unsere Sache nicht, zumindest nicht hier und heute.</p>
<p>Für ihr Debütalbum „My Head Is An Animal“ hat das Sextett logischerweise den Blick auf die Erfolgsrezepte anderer großer Indie-Bands der letzten Jahre gerichtet. Der männlich-weibliche Doppelgesang erinnert in vielen Momenten an Edward Sharpe &amp; The Magnetic Zeros, mit Sicherheit einer der auffälligsten Einflüsse. Ansonsten vernimmt man viel von dem, was auch hemdsärmeligen Folkrock-Bands wie Mumford &amp; Sons gut zu Gesicht stand. Of Monsters And Men sind keine hochtrabenden Kunsthochschulstudenten mit Avantgarde-Ambitionen, sie buddeln lieber im Dreck, sammeln Regenwürmer, springen in Pfützen. Sie lauschen aufmerksam dem Regen, der auf die Fensterscheibe prasselt. Sie lachen und weinen gemeinsam, sie leiden und lieben. Aufgesetzt wirkt das also gar nicht, schließlich sind die Stücke so dermaßen aufs Wesentliche reduziert, dass lediglich die schneebedeckten Hey-Rufe in jedem zweiten Song auf seltsame Weise herausstechen.</p>
<p>Müsste man jetzt bestimmte Momente nennen, zu denen man diese LP hört, könnte man sagen: Of Monsters And Men spielen Musik, die man auf Picknickausflügen mit der Herzensdame hört, weil man eben weiß, dass sie auf Lieder wie „Lakehouse“ oder „Dirty Paws“ steht. Und wenn sich die Sonne hinter den Wolken versteckt, es langsam beginnt zu regnen und zu donnern, vielleicht sogar zu blitzen, dann rennt man Hand in Hand zum Auto, hört „My Head Is An Animal“ und fühlt sich dabei gar nicht mal so falsch. Denkt in solchen Momenten ernsthaft jemand darüber nach, ob auch die eigene Tante zu dieser Musik ihre Tischdeckchen bügelt? Falls ja, ist man sowieso hoffnungslos verloren. <p><img class='alignleft noshadow' alt='Wertung: 68' src='http://www.auftouren.de/wp-content/themes/at3/rating/68.png' style='margin-left: 2px; margin-right: 3px;' /></p></p>
<p><strong>Label:</strong> Universal</p>
<p><strong>Referenzen:</strong> Edward Sharpe &#038; The Magnetic Zeros, Arcade Fire, Mumford &#038; Sons, Stars, Imaginary Cities</p>
<p><strong>Links:</strong> <a href="http://ofmonstersandmen.is/" target="_blank">Homepage</a> | <a href="https://www.facebook.com/ofmonstersandmen" target="_blank">Facebook</a> | <a href="http://www.purevolume.com/news/Of-Monsters-and-Men-Stream-New-Album-My-Head-Is-An-Animal" target="_blank">Albumstream</a></p>
<p><strong>VÖ:</strong> 27.04.2012</p>
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		<title>Allo Darlin&#8217; – Europe</title>
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		<pubDate>Mon, 07 May 2012 07:00:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian Schreck</dc:creator>
				<category><![CDATA[Plattenkritiken]]></category>
		<category><![CDATA[allo darlin]]></category>

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		<description><![CDATA[Das zweite Album der Band um Elizabeth Morris serviert Twee-Pop mit Warmherzigkeit, Klarheit und hoher Hitdichte. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class='noshadow thumb ' style='' src='http://www.auftouren.de/wp-content/uploads/2012/05/ade_thumb.jpg' alt="Allo Darlin' – Europe" /><strong>In drei Minuten die Welt zu erklären muss keine tonnenschwere Aufgabe sein. Auf einer flirrenden Feder gleitet manchmal der Sinn dahin, von Sonnenuntergängen umflutet, ein kindsklares Kichern, ein sanftes Seufzen. Wer da unkt, der hat schwere Herzen und kritische Geister auf seiner Seite, aber Schönheit braucht keine weltverachtenden Zyniker mit einem Whiskyglas in ihrer Hand, wie cool auch immer das klingen mag. Melodieseligkeit und Harmonietrunkenheit verleiten zu Leichtigkeit und Harmlosigkeit, einfach, banal, oberflächlich. Nicht dass hier noch einer gefoppt wird von berechnender Niedlichkeit und überkandidelter Süße &#8230; Können wir dem Einfachen vertrauen? Oder bleibt die Zuckerwatte im Rachen kleben?</strong></p>
<p>Allo Darlin&#8217;, entstanden aus Elisabeth Morris und ihren Songs auf der Ukulele und nach ihrem Umzug von Australien nach London 2005 um Mitmusiker erweitert, scheren sich wohl kaum um solche verkopften Glaubensfragen und spielen Twee- bzw. Indie-Pop, wie er kaum leichter sein könnte. Ihr selbstbetiteltes Debütalbum schwebte 2010 leichtfüßig und tänzelnd zu einem kunterbunten Bündel herausragender Pop-Hits, ihr zweites Album „Europe“ tut nichts anderes. Unverändert gruppieren sich die musikalischen Koordinaten um Morris&#8217; Mädchenstimme und ihre meist recht naiven, aber größtens unpeinlichen Lebensbetrachtungen, und um den Sarah-Records-Sound, der in den 80ern den Twee-Pop gebar: Jingle-Jangle-Gitarren und schwachbrüstige, holpernde Rhythmen, Low-Budget-Pop-Spielereien aus Rasseln, Orgeln und den 60ern. Wenn man Unterschiede zum ersten Allo-Darlin&#8217;-Album benennen wollte: Ein bisschen tighter geht es zu, ein bisschen countryesker durch Steel-Guitar und im Gitarrenklang generell. Siehe das fast rockige „Still Young“. Siehe den gelungenen Country-Pop „Neil Armstrong“. Und „Capricornia“, so heavenly schön. Also felt good. „Tallulah“ ohne Gosh, aber als Ukulele-Ballade. Go-between!</p>
<p>Nein, so richtig anders sind sie nicht geworden, vielleicht hat die Band einfach zu viel(?) Spaß an ihren Songs und ihrer Musikalität. Vielleicht geht eine Gitarre, wie sie auf „Wonderland“ quengelt, auch mal als Allo-Darlin&#8217;-Gitarre in die Musikgeschichte ein. Auch wenn dieser Klang bekannt ist, so gipfelt der schnelle Sonnenpop zum finalen Refrain in ein Wonderland aus Chor- und Melodieherrlichkeit, an dem man sich nicht satt sehen kann. Diesmal Tallulah mit Gosh also. Der Titeltrack klingt nach späten Lucksmiths, „The Letter“ greift sogar die eingangs angekratzte Frage Coolness vs. Schönheit/Liebe wieder auf, als Liebesbrief zu gläsernen, warmherzigen Gitarren: „And if I told you/ I was never cool/ and all I wanted/ was just to have you here“. Ein letztes Beispiel großer Pop-Grandezza im Kleinen darf nicht unerwähnt bleiben: „Some People Say“, ein behutsam auf Ukulele und Sehnsucht aufgebauter Country-Rock für den einsamen Highway, in dem Morris die Vergänglichkeit generell beklagt und Wein und Liebe auch im Spiel sind: „I have a feeling/ the next day will be amazing.“ Die Frau muss es wissen, man will ihr glauben. </p>
<p>Nichts Neues unter der Sonne, aber Licht und Wärme sind selten ungern gesehen. So einfach, beschwingt und clever, nicht komplex, müssen Songs sein, um, statt ihre Redundanz zu bemerken oder sich gar an derlei zu stören, sich in ihren Warmherzigkeiten und Klarheiten zu verlieren. Das gelingt generell ganz gut und die Hitdichte gibt dem forschen Twee-Pop-Geist Allo Darlin&#8217;s recht, so dass „Europe“ auch gut und gern unverhältnismäßig gelobt werden kann. Und zwar aus wie anders als mit einem: Hach &#8230;<p><img class='alignleft noshadow' alt='Wertung: 77' src='http://www.auftouren.de/wp-content/themes/at3/rating/77.png' style='margin-left: 2px; margin-right: 3px;' /></p></p>
<p><strong>Label:</strong> Fortuna Pop!</p>
<p><strong>Referenzen:</strong> The Smiths, Heavenly, The Lucksmiths, Camera Obscura, Felt, The Go-Betweens</p>
<p><strong>Links:</strong> <a href="http://allodarlin.com/" target="_blank">Homepage</a> | <a href="http://www.facebook.com/pages/Allo-Darlin/105756202789396" target="_blank">Facebook</a> </p>
<p><strong>VÖ:</strong> 11.05.2012</p>
<p><iframe width="100%" height="450" scrolling="no" frameborder="no" src="http://w.soundcloud.com/player/?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Fplaylists%2F1899672&amp;auto_play=false&amp;show_artwork=true&amp;color=d38475"></iframe></p>
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