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	<title>Leben mit Musik &#124; AUFTOUREN.DE</title>
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	<description>Musikmagazin mit ausführlichen Plattenkritiken,Downloads,Musikvideos,Konzertberichten,Fiktionen um Reib &#38; Nathan und der Nr.1-Hit-Kolumne Liedschatten.</description>
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		<title>Daft Punk &#8211; Random Access Memories</title>
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		<pubDate>Fri, 24 May 2013 12:00:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>René Tauschke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Plattenkritiken]]></category>
		<category><![CDATA[Daft Punk]]></category>

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		<description><![CDATA[Zeitreise in beide Richtungen: Das neue Werk der Franzosen lebt von Leidenschaft und kollaborativer Chemie.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ihr erster echter Hit seit mehr als zehn Jahren: Mit der Single-Veröffentlichung von „Get Lucky“ stehen Daft Punk wieder im ganz großen Rampenlicht. Doch ist sie nicht bloß eine dieser typischen Disco-Nummern, nur dass Pharrell Williams für die Vocals zuständig ist? Und ist „Random Access Memories“ nicht bloß spaciger Disco-Pop, der so klingt, wie man sich die Zukunft früher vorgestellt hat – Musik, die nicht ganz in die Zeit passt und doch irgendwie dazu gehören will? Irgendetwas zwischen Experiment, Soundtrack und catchigem Pop? Weit gefehlt.</strong></p>
<p>Denn das waren nur erste Eindrücke, die allzu leichtfertig durch den Kopf fuhren. Vielmehr gilt: „Random Access Memories“ ist nicht nur handwerklich großartig! Es ist Disco, Funk und Elektro zugleich. Aber irgendetwas ist anders als früher, es ist natürlicher, satter. Für diesen Sound arbeiteten die beiden Daft-Punk-Köpfe Thomas Bangalter und Manuel de Honem-Christo zwei Jahre und nahmen einiges auf sich – Drumcomputer wurden durch Schlagzeug ersetzt und digitale Synthesizer größtenteils durch analoge Instrumente. Aus bis zu 250 Spuren sind die Songs zusammengemischt, oftmals entsteht dadurch der Eindruck von Sampling, ohne dass fremde Soundschnipsel wirklich genutzt wurden.</p>
<p>Nicht nur dadurch entwickeln Songs wie „Touch“ eine einzigartige Magie. Im Zusammenspiel mit der amerikanischen Musikerlegende Paul Williams, der über die Empfänglichkeit göttlicher Eingebungen singt, wird der Track zu einer Hymne. „Touch“ klingt dabei weniger nach einem Song, eher nach einer Collage – die Gesangsparts beginnen genauso überraschend wie sie aufhören und werden von genreüberschreitenden, assoziativen bis experimentellen Elementen abgelöst sowie eingeführt.</p>
<p>„Random Access Memories“ ist zudem vor allem die Symbiose von Musikgenies, welche an diesem Album werkelten wie an der perfekten Zeitmaschine, die in die Vergangenheit, Zukunft und wieder zurück transportiert. Chilly Gonzales, dieser Virtuose am Piano, der uns schon bei seinen Auftritten immer lehrt, dass jeder Song in Moll besser klingt als in Dur – besonders imposant <a href="http://www.youtube.com/watch?v=PKFPKh-CqaY">am Beispiel von „Happy Birthday“</a> – wurde kurzerhand der Spezialauftrag anvertraut, den Tonartwechsel von A-Moll in den ersten drei Songs zu B-Moll für den vierten zu arrangieren. Pharrell Williams sorgt dafür, dass „Get Lucky“ durch die Decke kracht, Gitarrist Paul Jackson Jr. übernimmt direkt zu Beginn die Saitengriffe und liefert den perfekten Groove, wenig später belebt Nile Rodgers den Funk, um Williams eine Bühne zu bieten. Wenn auch noch Panda Bear in dem herausstechenden „Doin‘ It Right“ seine Stimme erhebt oder Strokes-Sänger Julian Casablancas vocodert, bleibt kein Zweifel – diese Crew darf diese Zeitmaschine nicht nur bauen, sie sogar bewohnen.</p>
<p>Viervierteltakt, 120 Beats pro Minute, Clip-Beat, Handclaps – es kann doch so einfach sein, wenn man nur die richtigen Leute hat, Leidenschaft reinsteckt, spürt, wie Musik funktioniert, wenn digitale Exzesse weggelassen werden und man einfach durchzieht, auf was man Lust hat. Auch auf die Gefahr, dass es gerade nicht angesagt ist und nicht jedem gefällt &#8211; aber die existiert ja immer. So oder so: Dies ist nicht weniger als der wohl größte Pop-Entwurf des Jahres.</p>
<p><center><iframe src="https://embed.spotify.com/?uri=spotify%3Aalbum%3A4m2880jivSbbyEGAKfITCa&#038;theme=white" width="394" height="500" frameborder="0" allowTransparency="true"></iframe></center></p>
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		<title>Musik ins Auge &#124; Der Musikvideo-Roundup (Mai IV)</title>
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		<pubDate>Fri, 24 May 2013 08:00:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>AUFTOUREN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Musik ins Auge]]></category>

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		<description><![CDATA[Körper in Ekstase, Bewegung und Bedrohung: Die besonders internationale Videoschau der Woche.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Boards Of Canada und Kanye West lassen sich rund um die Welt an Wände projizieren, Daft Punk starten eine wochenlange, Bowie und Timberlake weitaus kürzere aber nicht weniger intensive Hype-Kampaagnen &#8211; ein Musikvideo als alleiniger Aufmerksamkeitshascher scheint ab einem gewissen Bekanntheitsgrad nicht mehr zu genügen. </strong></p>
<p>Zum Glück ändert dieser Umstand nichts daran, dass man tolle Musikvideos ebensogut abseits großer und teurer Werbekampagnen finden kann wie gute Musik. Fast schon eine Franko-hispano-Spezialausgabe unserer Videoschau unterstreicht dies mit gerade mal zwei Beiträgen (von Mimi Cave und Vincent Haycock), die auch nur vage aus der Umgebung des bildglamourösen Hollywood kommen. Jubar &#038; Baudry bringen Animation, Maxime Bruneel starke Bilder und Antoine De Bary einen unglaublich französischen Tapeten- und Kleidungsmuster-Clip aus Frankreich. Bernardo Quesneys chilenische Turn-Ungemütlichkeit lohnt in ihrer Fragmentiertheit sicherlich mehrfaches Ansehen, aus Kuba kommt der kunterbunte „Fly“-Trickfilm (oder zumindest die Musik von Danay Suárez) und aus Spanien eine kleine Disco-Hommage an „Dress To Kill“.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Dënver &#8211; Revista De Gimnasia</h2>
<p><center><object width="550" height="309"><param name="movie" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/OH0AJJ3CPu0?version=3&amp;hl=en_US&amp;rel=0&#038;showinfo=0&#038;autohide=1&#038;Controls=0&#038;iv_load_policy=3"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube-nocookie.com/v/OH0AJJ3CPu0?version=3&amp;hl=en_US&amp;rel=0&#038;showinfo=0&#038;autohide=1&#038;Controls=0&#038;iv_load_policy=3" type="application/x-shockwave-flash" width="550" height=309" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></center></p>
<h2 style="text-align: right; color: #888888">Regie: Bernardo Quesney</h2>
<p>&nbsp;</p>
<h2 style="text-align: justify;">As Animals &#8211; Ghost Gunfighters</h2>
<p><center><iframe src="http://player.vimeo.com/video/66666311?title=0&amp;byline=0&amp;badge=0&amp;portrait=0&amp;color=ffffff" width="550" height="230" frameborder="0" webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen></iframe></center></p>
<h2 style="text-align: right; color: #888888">Regie: Maxime Bruneel</h2>
<p>&nbsp;</p>
<h2 style="text-align: justify;">Papa Topo &#8211; Sangre En Los Zapatos (Mi Amor)</h2>
<p><center><iframe frameborder="0" width="550" height="309" src="http://www.dailymotion.com/embed/video/xzzxgp?logo=0&#038;hideInfos=1"></iframe></center></p>
<h2 style="text-align: right; color: #888888">Regie: Anna Díaz &#038; Marc Ferrer</h2>
<p>&nbsp;</p>
<h2 style="text-align: justify;">Lou Marco &#8211; Don&#8217;t Care</h2>
<p><center><iframe src="http://player.vimeo.com/video/58970540?title=0&amp;byline=0&amp;badge=0&amp;portrait=0&amp;color=ffffff" width="550" height="309" frameborder="0" webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen></iframe></center></p>
<h2 style="text-align: right; color: #888888">Regie: Jubar &#038; Baudry</h2>
<p>&nbsp;</p>
<h2 style="text-align: justify;">Raffertie &#8211; Build Me Up</h2>
<p><center><iframe src="http://player.vimeo.com/video/65884235?title=0&amp;byline=0&amp;badge=0&amp;portrait=0&amp;color=ffffff" width="550" height="309" frameborder="0" webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen></iframe></center></p>
<h2 style="text-align: right; color: #888888">Regie: Vincent Haycock</h2>
<p>&nbsp;</p>
<h2 style="text-align: justify;">Danay Suárez &#8211; Fly</h2>
<p><center><object width="550" height="309"><param name="movie" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/xRmH4NLmk8w?version=3&amp;hl=en_US&amp;rel=0&#038;showinfo=0&#038;autohide=1&#038;Controls=0&#038;iv_load_policy=3"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube-nocookie.com/v/xRmH4NLmk8w?version=3&amp;hl=en_US&amp;rel=0&#038;showinfo=0&#038;autohide=1&#038;Controls=0&#038;iv_load_policy=3" type="application/x-shockwave-flash" width="550" height=309" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></center></p>
<h2 style="text-align: right; color: #888888">Regie: Yolanda Durán &#038; Ermits Blanco</h2>
<p>&nbsp;</p>
<h2 style="text-align: justify;">Thao &#038; The Get Down Stay Down &#8211; Holy Roller</h2>
<p><center><iframe src="http://player.vimeo.com/video/61916306?title=0&amp;byline=0&amp;badge=0&amp;portrait=0&amp;color=ffffff" width="550" height="309" frameborder="0" webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen></iframe></center></p>
<h2 style="text-align: right; color: #888888">Regie: Mimi Cave</h2>
<p>&nbsp;</p>
<h2 style="text-align: justify;">Juveniles &#8211; Fantasy</h2>
<p><center><iframe src='http://www.clipfish.de/embed_video/?vid=3960319&#038;as=0&#038;butcolor=13242924' name='Clipfish Embedded Video' style="width:550px;height:330px;" marginheight='0' marginwidth='0' frameborder='0' scrolling='no'></iframe></center></p>
<h2 style="text-align: right; color: #888888">Regie: Antoine De Bary</h2>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>The So So Glos – Blowout</title>
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		<pubDate>Fri, 24 May 2013 07:00:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mark-Oliver Schröder</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurz-Kritiken]]></category>
		<category><![CDATA[The So So Glos]]></category>

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		<description><![CDATA[Irgendwie ist Indie-Pop-Punk ein undankbares Genre. Niemand erwartet noch Großes und die Platten laufen meist einfach so mit, neben En-vogue-Kritikthemen wie Post-Mortem-Metal oder Deathstep. Aber The So So Glos haben sich entschieden, eben dieses Genre zu bespielen. „Blowout“ macht denn auch prinzipiell alles richtig: Die Schnodderigkeit des Vortrags stimmt, der Nervositätsindex ist beinahe pathologisch und [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Irgendwie ist Indie-Pop-Punk ein undankbares Genre. Niemand erwartet noch Großes und die Platten laufen meist einfach so mit, neben En-vogue-Kritikthemen wie Post-Mortem-Metal oder Deathstep. Aber The So So Glos haben sich entschieden, eben dieses Genre zu bespielen. „Blowout“ macht denn auch prinzipiell alles richtig: Die Schnodderigkeit des Vortrags stimmt, der Nervositätsindex ist beinahe pathologisch und hält somit den Abgeh-Pogo-Faktor stets im roten Bereich. Das Verhältnis von Melodie zu Krach ist ebenfalls vorbildlich zu nennen, außerdem gibt es genug Momente, die zum lauten Mitsingen beim Bierholen am Tresen oder zur gruppendynamischen Gefühlsverstärkung auf der Tanzfläche einladen. Zudem klingen The So So Glos streckenweise erstaunlich britisch für eine Band aus Brooklyn, aber leider entsteht aus alledem kein zwingendes Album. Dennoch: In der Indiedisco oder Pinte deines Vertrauens sollten einzelne Songs von „Blowout“ einen sicheren Weg ins Repertoire finden.</p>
<p><iframe width="100%" height="166" scrolling="no" frameborder="no" src="https://w.soundcloud.com/player/?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F43725433&amp;color=d48c7e&amp;auto_play=false&amp;show_artwork=false"></iframe></p>
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		<title>The Stevens &#8211; The Stevens</title>
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		<pubDate>Thu, 23 May 2013 05:00:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Uli Eulenbruch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurz-Kritiken]]></category>
		<category><![CDATA[The Stevens]]></category>

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		<description><![CDATA[Lange musste man sich mit dem Rapidshare-Link begnügen, über den The Stevens sie verschenkten, doch nun ist die Debüt-EP der Melbourner endlich auch physisch erschienen. Die sechs Songs bieten mehr als nur eine Vorschau auf das für Herbst heiß zu erwartende Album, Alex Macfarlanes und Travis MacDonalds zerbrechlich-süße Gesangsharmonien bereiten dem (hier noch Lo-Fi-)Jangle ein [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Lange musste man sich mit dem Rapidshare-Link begnügen, über den The Stevens sie verschenkten, doch nun ist die Debüt-EP der Melbourner endlich auch physisch erschienen. Die sechs Songs bieten mehr als nur eine Vorschau auf das für Herbst heiß zu erwartende Album, Alex Macfarlanes und Travis MacDonalds zerbrechlich-süße Gesangsharmonien bereiten dem (hier noch Lo-Fi-)Jangle ein ums andere Mal mit bestechendem Melodiegespür unscheinbare Augenblicke der Denkwürdigkeit, die mit Spieldauern von kaum zwei Minuten schon fast tragisch schnell wieder verfliegen. Wobei „Fast Cars“ zum Schluss  zeigt, dass die Stevens-Magie auch doppelt so lange anhalten und mit einem kaputten Soloschlenker gekrönt werden kann.</p>
<div style="text-align: center; margin-top: 100px;"><iframe width="300" height="355" style="width: 300px; height: 355px" src="http://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/v=2/album=4067587757/size=grande2/bgcol=FFFFFF/linkcol=d48c7e/" allowtransparency="true" frameborder="0"><a href="http://chaptermusic.bandcamp.com/album/the-stevens">The Stevens by The Stevens</a></iframe></div>
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		<title>Beaches &#8211; She Beats</title>
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		<pubDate>Wed, 22 May 2013 23:00:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katja Diehl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Plattenkritiken]]></category>
		<category><![CDATA[Beaches]]></category>

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		<description><![CDATA[Nicht nur Strandlaune: Das Zweitwerk der Australierinnen glänzt in psychedelischem Hall zwischen Pop und krautiger Jam-Lust. ]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Manchmal merkt man erst, wie die Zeit vergangen ist, wenn eine geschätzte Band ein neues Album herausbringt und man das Jahr des Vorgängers liest. Was? Das war 2008, als Beaches ihr selbstbetiteltes Debüt veröffentlichten und damit ad hoc Anhänger um sich scharten? Und ja, seitdem gab es nichts Neues in LP-Länge von den fünf Damen aus Melbourne, die für die letztjährige Melbourne Music Week treffend folgendermaßen angekündigt wurden: „It&#8217;s five women, three guitars, tons of hair and a buttload of loud and uncompromising psychedelia, sweetened with sun-drenched fuzztone.“</strong></p>
<p>Mit ihrem Auftakt wurden sie direkt in die 100 besten Alben Australiens gewählt. Zu Recht. Man sagt Australiern ja eine gewisse Grundentspanntheit nach, ebenfalls zu Recht, wenn man die Musik von Beaches hört. Auch „She Beats“ klingt manchmal durch hallende Gitarren mit überbordenden Echoeffekten und Wah-Pedalen in Daueraktion nach einem Tag am Strand, nach Salz in den Haaren und jeder Menge Zeit (so auch passend beim Titel „Surf“). Der Gesang von Beaches hat auch beim aktuellen Album etwas Beiläufiges, Lässiges. Es geht nicht um Perfektion, es geht um ein Gefühl. Um ein gutes. Denn das vermittelt auch das aktuelle Album der Australierinnen. Auch dieses Mal klingt es weit mehr nach Jam Session als nach minutiös geplanter Studioarbeit. </p>
<p>Erschienen auf Guy Blackmans Label Chapter Music (<a href="http://www.auftouren.de/2013/04/19/dick-diver-calendar-days/">Dick Diver</a>, Twerps, <a href="http://www.auftouren.de/2013/05/23/the-stevens-the-stevens">The Stevens</a>), hat „She Beats“ die Füße tief im Sand von Australiens Stränden. Im Gegensatz zum Debüt ist es jedoch Liebe auf den zweiten Blick. Zunächst liegt der eine oder andere Song schwer im Ohr, bevor auf den zweiten Hörmoment der Genuss von teilweise psychedelisch anmutenden Arrangements in den Vordergrund tritt. Beaches verlieren sich auf den ersten Eindruck in manchem ihrer Songs einen Tick zuviel. Dabei geben sie direkt zu Beginn mit „Out Of Mind“ ein Versprechen, das das Fanherz jubeln lässt: perfekt ist die Abstimmung zwischen Gesang, sich bekämpfenden blubbernden Gitarren und griffigen Soli. Der Titel bietet schon fast zuviel des Guten. Und ist damit genau das, was man als Freund des Debüts erwartet: Konsequente Weiterentwicklung des Erstlings, ohne zu sehr die dem Hörer vertrauten Pfade zu verlassen. Liest man sich durch Interviews und Pressetexte, betont die Band immer wieder, weit mehr als nur eine Band zu sein. Wobei die Frage erlaubt sein muss, was daran eigentlich schlimm wäre? Vielleicht geht es ja darum, jede Einzelne in ihrer eigenen Musikalität wahrzunehmen – hat doch jede der Damen noch andere Projekte durchaus unterschiedlicher Prägung vorzuweisen. </p>
<p>Dieser Eindruck strömt auch durch das Album. Stücke wie „Distance“ sind unglaublich dicht und komprimieren die Einzelleistungen immer noch weiter auf einen Höhepunkt zu, der erst kurz vor Ende das amorphe Gebilde impulsiv beendet. Dennoch geht es teilweise in mäandernde Spielfreuden, denen man als Zuhörer nicht immer zu folgen vermag. Dies mag der Tatsache geschuldet sein, dass hier eben Menschen zusammen spielen, die sich auswendig kennen. Und dabei vergessen – oder es aber für nebensächlich empfinden – den Hörer auf ihre Reise mitzunehmen. Bieten „Dune“ und „Send Them Away“ in ihrer Fröhlichkeit das, was man als Freund des Erstlings so schätzte, so verbuddeln sich Songs wie „Granite Snake“ zunächst in den australischen Sand. An ihnen muss man sich ein wenig abarbeiten, um sie dann mit jedem Hören besser zu finden. Wollte man sich schon fast schmollend in die Ecke verziehen, so entdeckt man mehr und mehr die Finessen, die unter der Oberfläche warten. Wer weiß, wie lang die Spieldauer von „She Beats“ geworden wäre, wenn es keine Grenzen gegeben hätte. Die Spielfreude der Mädels aus Melbourne ist ungebrochen, die Freude, ihnen zuzuhören, nach einer Aufwärmphase auch.</p>
<p><center><iframe width="300" height="400" style="width: 300px; height: 400px;" src="http://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/v=2/album=202026873/size=grande2/bgcol=FFFFFF/linkcol=d48c7e/" allowtransparency="true" frameborder="0"><a href="http://chaptermusic.bandcamp.com/album/beaches-she-beats">Beaches &#8211; She Beats by Beaches</a></iframe><br />
</center></p>
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		<item>
		<title>Dalhous &#8211; An Ambassador For Laing</title>
		<link>http://www.auftouren.de/2013/05/22/dalhous-an-ambassador-for-laing/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=dalhous-an-ambassador-for-laing</link>
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		<pubDate>Tue, 21 May 2013 23:00:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mark-Oliver Schröder</dc:creator>
				<category><![CDATA[Plattenkritiken]]></category>
		<category><![CDATA[Dalhous]]></category>

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		<description><![CDATA[Kopfhörermusik für die urbanen Zweifler: Das unfassbare Debüt des britischen Duos.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Trotz oder gerade wegen eines sehr überschaubaren Outputs erfreut sich das kleine Label namens Blackest Ever Black einiger Beliebtheit. Das erscheint umso erstaunlicher, da es sich mit seinem Œuvre aus Künstlern wie Tropic Of Cancer oder Raime gänzlich den dunklen Seiten des Lebens zugewendet hat.</strong></p>
<p>Letztes Jahr schafften es Letztgenannte aus dem Stand &#8211; auch wenn ich zugeben muss, dass es bei mir etwas gedauert hat mit der Begeisterung &#8211; mit ihrem <a href="http://www.auftouren.de/2012/11/19/raime-quarter-turns-over-a-living-line/">Debüt</a> in die Jahresbestenliste, auch 2013 begann schon recht vielversprechend mit der Veröffentlichung von Prurients „<a href="http://www.auftouren.de/2013/04/24/prurient-through-the-window/">Through The Window</a>“. An dieser Stelle muss auch auf den sehr empfehlenswerten Download-Sampler „<a href="https://bleep.com/release/30527-various-artists-after-the-affair-selected-blackest-ever-black-2012">After The Affair: Selected Blackest Ever Black</a>“ hingewiesen werden, der einen sehr guten Überblick über das musikalische Spektrum des Labels gibt.</p>
<p>Nun legen die beiden Produzenten Marc Dall und Alex Ander alias Dalhous mit „An Ambassador For Laing“ ihr Debütalbum vor. Wo Raime noch den klaustrophobischen, anthropophoben Resten paranoischer Bewusstseinszustände nachgeforscht und uns mit Schaben, Kratzen und abgründigen Hallräumen wieder das urbane Grauen der schlecht beleuchteten Seitenstraßen und düsteren Gassen gelehrt haben, entwickeln Dalhous aus einem ähnlichen Schauplatz einen fahlweiß leuchtenden, Jetlag-befeuerten Neontrip durch die endlosen, ausgestorbenen Industriewüsten an der Peripherie namenloser westlicher Metropolen. Sie machen Musik für das, was Sozialwissenschaftler &#8220;Transiträume&#8221; oder &#8220;Nichträume&#8221; nennen, immer irgendwie dazwischen. Musik für den Übergang, einen Wechsel, nicht zum Aufenthalt, Musik, die auch geistig zum Driften, Sich-treiben-Lassen, innerlichen Nachspüren einlädt und auffordert. Man kann sich diese Kopfhörermusik für urbane Zweifler hervorragend in nächtlich menschenleeren, grell ausgeleuchteten Flughäfen, postmodernen Bahnhofskomplexen oder ausgestorbenen Einkaufspassagen vorstellen. Dort würde sie geisterhaft aus dem Nichts erklingen, um im ihr angemessenen Ambiente ihre volle kathedrale Größe und Erhabenheit zu erreichen, in die sich stetig ein sublimes Gefühl von Verlorenheit einschreibt.</p>
<p>Um das zu erreichen, agieren Dalhous an den Grenzen von Ambient und Downbeat. Manches wirkt unvollendet, vor Erreichen des Höhepunkts einfach ausgeblendet, musikalische Fragmente werden prozesshaft im Übergang skizziert. Die menschliche Stimme ist nicht mehr als ein archäologisches Artefakt. So sie denn ins Spiel kommt, ist sie ein Zeichen, dessen eindeutige Dechiffrierung sich entzieht, ein Ächzen im Äther, undefinierbares Schlingern. Um noch einmal den Vergleich zu bemühen: Da, wo Raime schwärzestes Schwarz sind, sind Dalhous beschattetes Weiß, aber auch zu viel Weiß kann verstörend sein.</p>
<p>Was allerdings die größte Leistung von „An Ambassador For Laing“ ist: Bei aller intendierten Leere und In-die-Welt-Geworfenheit dominiert in der Musik meist ein weicher, zugänglicher und nahezu lichtern-anschmiegsamer Anteil, er bietet sich dem Hörer unabhängig von der individuellen Verfasstheit als ständiger Begleiter an. Mehr &#8220;Universalität&#8221; kann man von dieser Art Musik kaum erwarten.</p>
<p><center><iframe src="https://embed.spotify.com/?uri=spotify%3Aalbum%3A4IP7krsm0P4ygPKskUT8Ia&#038;theme=white" width="394" height="500" frameborder="0" allowTransparency="true"></iframe></center></p>
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		<title>Scout Niblett &#8211; It&#8217;s Up To Emma</title>
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		<pubDate>Tue, 21 May 2013 10:00:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Felix Lammert-Siepmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurz-Kritiken]]></category>
		<category><![CDATA[Scout Niblett]]></category>

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		<description><![CDATA[Scout Niblett bleibt ihrem eigenwilligen Stil auch auf ihrem sechsten Album treu und vertieft sich sogar noch ein Stück weiter in zermürbende Trauerarbeit. Der Opener „Gun“ schlurft verstörend mit aggressivem Unterton umher, doch die anfängliche Ziellosigkeit wird kanalisiert zur schärfsten Waffe. Eine gute Basis also für weitere erzitternde Augenblicke, in denen Niblett ihr Gefühlsleben nach [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Scout Niblett bleibt ihrem eigenwilligen Stil auch auf ihrem sechsten Album treu und vertieft sich sogar noch ein Stück weiter in zermürbende Trauerarbeit. Der Opener „Gun“ schlurft verstörend mit aggressivem Unterton umher, doch die anfängliche Ziellosigkeit wird kanalisiert zur schärfsten Waffe. Eine gute Basis also für weitere erzitternde Augenblicke, in denen Niblett ihr Gefühlsleben nach außen kehrt. Dabei bekommt sie keine Hilfe: „It&#8217;s Up To Emma“ ist im Alleingang entstanden, scheppernde Drums und alles übersteuerte Grungeeinlagen sind eindrucksvolle Randerscheinungen. So zerbrechlich und improvisiert das auch immer wieder wirkt, so kompromisslos eindeutig ist das schmerzhafte Ergebnis.</p>
<p><iframe width="100%" style="margin-top: 10px" height="166" scrolling="no" frameborder="no" src="https://w.soundcloud.com/player/?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F88305692&amp;color=d48c7e&amp;auto_play=false&amp;show_artwork=true"></iframe></p>
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		<title>Majical Cloudz &#8211; Impersonator</title>
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		<pubDate>Mon, 20 May 2013 23:00:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katja Diehl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Plattenkritiken]]></category>
		<category><![CDATA[Majical Cloudz]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Album, das sich wie ein Buch entwickelt: Dem starken Debüt des Montrealer Duos schimmert Charisma aus jeder Ritze.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Majical Cloudz – <a href="http://arbutusrecords.com/">Arbutus Records</a> – Künstlerkombinat – <a href="http://www.auftouren.de/2013/02/20/doldrums-lesser-evils/">Doldrums</a>? Bei den ersten Tönen hört man dem Album aus Montreal an, wo es entstand. Da gibt es die vertrauten Loops, eine markante Stimme und den Mut, Musikstücke sich entwickeln zu lassen und durchaus auch mal zu proklamieren. </strong></p>
<p>Teilweise, beispielsweise beim titelgebenden „Impersonator“ oder das Piano bei &#8220;Bugs Don&#8217;t Buzz“, wirkt dieses Album wie der Auftritt eines Performancekünstlers und unterwirft sich damit nicht den klassischen Regeln unserer Hörgewohnheiten, die nach Drums, Beat und Struktur verlangen. Und genau das macht es so spannend. „Impersonator“ ist definitiv ein Album, das sich schwerlich in Einzelteile zerlegen lässt. Es ist ein Konzept. Aber hat dieses auch die Stärke, die das Debüt des Weggefährten Doldrums aufwies?</p>
<p>Denn natürlich müssen sich Devon Welsh und Matthew Otto diesen Vergleich gefallen lassen. Zu wuchtig war die positive Reaktion von Publikum und Presse auf den Erstling des jungen Genies aus Kanada. Und ja: „Impersonator“ ist unglaublich stark, zum Geniestreich fehlen dann jedoch jene zu Tode betrübenden und in den Himmel hebenden Finessen, die der Labelkollege beinahe beiläufig aus dem Ärmel zu schütteln scheint. Der Spannungsbogen kann über die Länge des Albums nicht immer gehalten werden – dennoch: Brillanz gibt es an vielen Ecken und vor allem die zweite Hälfte überzeugt mit Momenten, in denen Majical Cloudz weit näher an LCD Soundsystem sind denn an Doldrums oder Grimes.</p>
<p>Zum Einstieg folgt „This Is Magic“ nahtlos auf „Impersonator“ und wirkt wie dessen Zwilling. Blickt man nicht auf die Anzeige des Abspielgerätes, bemerkt man den Übergang nicht. Mit „Childhood´s End“ gesellen sich Synthies zur einprägsamen, hypnotischen Stimme Welshs, der es Hörern mit sehr klarem Englisch einfach macht, seinen Texten zu folgen. Genau darum scheint es ihm auch zu gehen: Die Texte stehen im Mittelpunkt des Geschehens. Um sie herum wird der Rest teilweise scheinbar schlicht gruppiert, was gelegentlich Längen erzeugt, die zu Abzügen in der B-Note führen. Majical Cloudz wecken den Wunsch, sie einmal live zu erleben, denn ihr Charisma schimmert aus jeder Ritze. Was wir hier hören, ist pure Lyrik.</p>
<p>Dementsprechend drehen sich die Texte auch um die zentralen Themen des Lebens: Beziehungen, Verlangen, die eigene Fehlbarkeit und Sehnsucht. Welsh wirkt wie ein Prophet, der vor die Menschen tritt, um ihnen von seiner Sicht der Dinge zu erzählen. Dieses Bild unterstützen Choräle und flimmernde Elektrosphären wie in „I Do Sing For You“. Genau nach diesem Song hat man allmählich genug von Lyrik, doch hier liegt die Kunst von „Impersonator“: Als hätten sie es gespürt, richten Majical Cloudz mit „Mister“ ihre Vehemenz, ihre Musikalität auf. Welsh singt, Dynamik rückt in den Vordergrund. Das Album ist geprägt von der Spielfreude zwischen Loops, Synthieversatzstücken und Samples in vielen Schattierungen. Um Welsh herum atmen die Echos anderer und seiner Lebenserfahrungen.</p>
<p>„Turns Turns Turns“ wirkt wie ein nächtlicher Spaziergang durch eine leere Stadt, in Reflektion auf den vergangenen, vielleicht eher regnerischen Tag. Hier sind Majical Cloudz doch wieder recht nahe bei Doldrums: Sie lassen Raum, überlassen es dem Hörer, was er aus ihrem Angebot macht. Denn das ist es, was mit diesem fragmenthaften, puzzleähnlichen Aufbau erzeugt wird: Der Wunsch, es für sich zusammen zu setzen. Majical Cloudz (warum eigentlich immer diese Schreibweisen!?) machen es dem Hörer nicht leicht, zeigen sich über lange Strecken kryptisch und fast ein wenig autistisch – und wecken Interesse, umso mehr, wenn das Album sich wie ein Buch entwickelt. „Impersonator“ wirkt geerdet, ohne einen Moment zu riskieren, auf &#8220;sicher&#8221; zu gehen und gefallen zu wollen. Vielleicht schließen wir einfach mit den Worten der Band über „Bugs Don&#8217;t Buzz“: „I&#8217;ve been so sad and this song has been around – and I´ve been so happy and this song has been around.“ Ambivalenz – im besten Sinne.</p>
<p><center><iframe src="https://embed.spotify.com/?uri=spotify%3Aalbum%3A70EudAo73w9QvcF2u5K18E&#038;theme=white" width="394" height="500" frameborder="0" allowTransparency="true"></iframe></center></p>
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		<title>Diverse – Garage Swim</title>
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		<pubDate>Mon, 20 May 2013 10:00:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mark-Oliver Schröder</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurz-Kritiken]]></category>
		<category><![CDATA[Garage Swim]]></category>

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		<description><![CDATA[[adult swim] ist nicht nur die Heimat skurriler, politisch unkorrekter Minispiele (Zombie Hooker Nightmare) und Animationsserien (Robot Chicken), sondern auch Heimat zumeist mehr als empfehlenswerter, oft kostenloser Musikzusammenstellungen wie dem Adult Swim Singles Program (seit 2010), Co-ops mit Labeln (Ghostly) oder Genrepräsentationen (African Swim, Unclassified). Zur letzteren Kategorie gehört auch Garage Swim. Die [adult swim]-Musikabteilung [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>[adult swim] ist nicht nur die Heimat skurriler, politisch unkorrekter Minispiele (<a href="http://games.adultswim.com/zombie-hooker-nightmare-action-online-game.html">Zombie Hooker Nightmare</a>) und Animationsserien (<a href="http://www.youtube.com/watch?v=3F1d3QWsyk0">Robot Chicken</a>), sondern auch Heimat zumeist mehr als empfehlenswerter, oft kostenloser Musikzusammenstellungen wie dem <a href="http://video.adultswim.com/promotions/201206_singles/index.html">Adult Swim Singles Program</a> (seit 2010), Co-ops mit Labeln (<a href="http://video.adultswim.com/music/ghostlyswim/index.html">Ghostly</a>) oder Genrepräsentationen (<a href="http://video.adultswim.com/music/africanswim/index.html">African Swim</a>, <a href="http://video.adultswim.com/promotions/201109_unclassified/">Unclassified</a>). Zur letzteren Kategorie gehört auch Garage Swim. Die [adult swim]-Musikabteilung präsentiert nicht weniger als 15 Bands des auch bei uns recht beliebten Genres „Garage Rock“, die Beteiligten lesen sich fast wie das Who Is Who des schummrig-schrammeligen US-Untergrunds – Apache Dropout, Bass Drum Of Death, Thee Oh Sees, Mind Spiders, Mikal Cronin, Cheap Time, JEFF The Brotherhood, King Tuff etc. Folglich kann man nichts falsch machen, wenn man sich diese Compilation <a href="http://video.adultswim.com/promotions/201305_garageswim/">auf die Festplatte zieht</a> (und muss nicht einmal seine E-Mailadresse dafür preisgeben).</p>
<p><iframe width="100%" style="margin-top:20px" height="550" scrolling="no" frameborder="no" src="https://w.soundcloud.com/player/?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Fplaylists%2F5430040&amp;color=d48c7e&amp;auto_play=false&amp;show_artwork=false"></iframe></p>
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		<title>The National – Trouble Will Find Me</title>
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		<pubDate>Sun, 19 May 2013 23:00:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kevin Holtmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Plattenkritiken]]></category>
		<category><![CDATA[the national]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Statement gegen den Stillstand: Die New Yorker öffnen sich neuen Strömungen, bleiben aber charakterstark und eigenwillig.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das Schöne in den Momenten der Traurigkeit zu entdecken, ist eine Kunst, die das Leben bereichern kann. Letztendlich muss es ja weiter gehen, da hilft naiver Eskapismus genauso wenig wie rotweingetränkte Eskapaden. Und doch ist es immer hilfreich, wenn man hört, sieht und erfährt, dass es anderen Menschen auch schlecht geht. Zugegeben, das ist nun kein sonderlich philanthroper Standpunkt, aber immerhin ist es einer.</strong></p>
<p>The National versorgen die Menschheit nun seit über einem Jahrzehnt mit melancholischen Geschichten von scheiternder Liebe, schrecklicher Liebe, vergänglicher Liebe, der Sehnsucht nach Liebe und (eher selten) schöner Liebe. Damit kann man freilich sein Problem haben, denn nicht Jedermann steht auf derlei Geplänkel, romantisch-verklärten Kitsch muss man allerdings auch nicht befürchten. Mit äußerster Finesse komponierten Matt Berninger und Co. in jüngster Vergangenheit eine Reihe erstklassiger Indierock-Platten, die stets die Balance zwischen verletzlicher Emotionalität und sakrosankter Abgeklärtheit hielten und mit „Fake Empire“ und „Lemonworld“ nebenbei die größtmöglichen Hymnen beinhalteten.</p>
<p>Für viele bildet das 2007er-Album „Boxer“ den bisherigen Höhepunkt im Schaffen von The National. Mit „<a href="http://www.auftouren.de/2010/05/11/rezension-the-national-high-violet/">High Violet</a>“ gingen sie den Weg konsequent weiter, verfeinerten ihren Sound jedoch nur noch in Nuancen. Irgendwann war klar, dass es keine weitere Platte im etablierten, elaboriert-elegischen Stil geben würde. Für ihr neues Album „Trouble Will Find Me“ holten sich die fünf New Yorker daher tatkräftige Unterstützung von Sufjan Stevens, St. Vincent, Sharon Van Etten und einigen weiteren, die ihre Indierock-Meriten bereits verdient haben. In der Folge entstand das luftigste, abwechslungsreichste und weitsichtigste Album der Band, ohne jedoch den eigenen Sound zu verwässern.</p>
<p>Die Platte beginnt mit dem verhaltenen „I Should Live In Salt“, einer von Akustikgitarren getragenen Nummer, in der Berninger verzweifelte Sentenzen murmelt und dabei klingt, wie es ein Matt Berninger im Eröffnungsstück einer The-National-Platte eben so macht. Die Vorabsingle „Sea Of Love“ geriert sich hingegen als großmütiger Quasi-Titelsong, wenn es doch heißt: „If I stay here, trouble will find me.“ The National meißeln hier ihr Statement gegen den Stillstand in Stein, besonders schön ist in diesem Kontext übrigens das druckvolle Schlagzeugspiel von Hobby-Neurotiker Bryan Devendorf.</p>
<p>„This Is The Last Time“ klingt für National-Verhältnisse dann schon regelrecht optimistisch, was ein ziemlicher Glücksfall für „Trouble Will Find Me“ ist – wird doch unmissverständlich klar, dass hier eine Band über ihren Tellerrand hinausblickt, sich für neue Strömungen öffnet und trotzdem immer noch charakterstark und eigenwillig klingt. Gleiches gilt für das melodische „Graceless“, einer weiteren erstklassigen Hymne der New Yorker, mit der man sich als liebeskummergeplagter Yuppie unter die Bettdecke flüchten kann, um ein paar große Löffel von der überteuerten Eiskrem zu verdrücken. Wohlfühl-Emo? Meinetwegen.</p>
<p>Im traumhaft vor sich hin torkelnden „I Need My Girl“ geht es logischerweise um die Sehnsucht nach diesem einen Mädchen, das einem mächtig den Kopf verdreht hat. Darüber hinaus bringt es all die Trademarks im National-Sound ein weiteres Mal verdichtet auf den Punkt: Berningers elegische Stimme, dunkel-funkelnde Gitarren und die präzise Rhythmusgruppe buhlen um die Vorherrschaft und treiben sich dabei gegenseitig zu Höchstleistungen. „Trouble Will Find Me“ hält viele solcher Aha-Momente parat. Es ist vielleicht nicht die beste Platte von The National, aber eine weitere, mit der man Schmerz, Trauer und Zweifel in positive Gedanken transkribieren kann. In dieser Disziplin bleiben sie unerreicht.</p>
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