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Rezension: Eels – Tomorrow Morning

Rezension: Eels - Tomorrow Morning

Eine „Erlösung“ soll es sein, das dritte Eels-Album innerhalb von 15 Monaten. Nach „Hombre Lobo“ („Verlangen“) und „End Times“ („Verlust“) beendet „Tomorrow Morning“ die Konzept-Trilogie mit überraschend positiven Klängen. Und prinzipiell freut es den Zuhörer natürlich, dass Band-Chef Mark Oliver Everett seinen Kopf nach Jahren voller Tod und gebrochenen Herzen endlich Richtung Sonne streckt – nur: könnte das dann nicht noch etwas spannender klingen?


Rezension: The Books – The Way Out

Rezension: The Books - The Way Out

Nach ihrem letzten Werk war es ruhig geworden um The Books. Sie hatten sich im Anschluss an das dritte großartige Album „Lost And Safe“ eine Auszeit gegönnt und, mit Ausnahme des schönen Nick-Drake-Covers auf dem „Dark Was The Night“-Sampler (zusammen mit José Gonzales), hatte man inzwischen seit fast fünf Jahren nichts Neues mehr von ihnen zu hören bekommen. Nun ist endlich „The Way Out“ erschienen – das insgesamt vierte Studioalbum des amerikanischen Duos.


Rezension: Sky Larkin – Kaleide

Rezension: Sky Larkin - Kaleide

Nicht selten wird eine weniger umgangssprachliche, exotische Wortwahl mit Intellektuellentum verwechselt, werden ihre Benutzer als abgehoben abgetan oder ihren Aussagen, egal welchen Inhalts, eine überhöhte Bedeutung zugemessen. Dabei lassen sich – nicht alle, aber viele – komplizierte Konzepte genauso mit Alltagsvokabular erklären, wie ein vielsilbiges Wort völlig Mondänes beschreiben kann. Ohne Absicht benutzen wir alle schon mal Begriffe, die uns selbst völlig geläufig erscheinen, auch wenn dies anderen nicht so geht. Und warum auch nicht? Schließlich kann man mit exotischen Wörtern genau so schön spielerisch oder lyrisch umgehen wie mit anderen, was auch Katie Harkin zu Beginn des zweiten Albums ihrer Band Sky Larkin beweist.


Rezension: Eric Copeland – Strange Days

Rezension: Eric Copeland - Strange Days

Wenn die Zeit von der Konstanten zur Variablen wird, wenn Vor und Zurück keinen Antagonismus mehr bilden und ein adrett gescheiteltes Streifenhörnchen-Trio mantraartig Tom Selleck rezitiert, weiß man: Eric Copeland kann nicht weit sein. Der Black-Dice-Frontmann gehört zu den distinguiertesten Protagonisten der Noise-Szene und profiliert sich auch solo immer wieder als ausgewiesener Connaisseur der experimentellen Musik. Auch auf seinem neuem Albtraum „Strange Days“ arbeitet sich der New Yorker unermüdlich an den Schattenseiten der Popkultur ab und zerrt noch das krudeste und geschmackloseste Stück Musik ans Licht – nur um es auf seinem OP-Tisch vollständig zu sezieren und zu entstellen.


Rezension: Arcade Fire – The Suburbs

Rezension: Arcade Fire - The Suburbs

Vororte, besonders die nordamerikanischen, sind hinsichtlich der Repräsentation einer Stadt selten die erste Assoziation. Wer an New York denkt, denkt an verspiegelte Türme, die Wolken durchlöchern, Blechlawinen, in denen es kein Vor und kein Zurück gibt. Wer an Boston denkt, denkt nicht an streng gegliederte Reihen von steinernen Privatparadiesen mit Garten, Auffahrt und Auto, wie maschinell in die Landschaft gestanzt, gleichsam isoliert von und eingebunden in das Raster der “All-American City”. Gleiches gilt für Houston, wo Win Butler, Sänger von Arcade Fire, seine Kindheit und Jugend verlebte.


Rezension: Jacob Faurholt – Are You In The Mood For Love?

Rezension: Jacob Faurholt - Are You In The Mood For Love?

„Na, ist Dir nach Liebe?“ Was in jedem Club der Welt als äußerst platte Anmache verstanden würde, scheint im Falle von Jacob Faurholt eine durchaus ernstgemeinte Frage zu sein. Zumindest erweckt sein aktuelles Album, auf dem er eine knappe halbe Stunde lang mit meist gebrochener Stimme klagt und fleht, den Eindruck, als hätte zumindest er vor allem eines äußerst nötig: Liebe, die er mit irgendjemandem teilen kann.


Rezension: Plan B – The Defamation Of Strickland Banks

Rezension: Plan B - The Defamation Of Strickland Banks

Ben Drew reiht sich in die Riege der Pop-Konzeptualisten ein. Drew ist, vor allem in Großbritannien, besser bekannt als Plan B. Vor vier Jahren veröffentlichte er das Grime-Album „Who Needs Actions, When You Got Words“, sein zweites Album „The Defamation Of Strickland Banks“ steht im Vereinigten Königreich seit Monaten in den Top 10, zeitweise an der Spitze. Fahren die Briten plötzlich dermaßen auf Grime ab? Mitnichten!


Rezension: Emeralds – Does It Look Like I’m Here?

Rezension: Emeralds - Does It Look Like I

Obwohl Emeralds aus Cleveland erst seit 2006 existieren, haben sie – wenn man der Auflistung von Discogs Glauben schenken darf – bereits mehr als 50 Veröffentlichungen vorzuweisen. Ein Großteil davon erschien in Eigenregie in Form von Kassetten oder CD-Rs. Das neue Studioalbum „Does It Look Like I’m Here?“ kommt nun via Editions Mego, dem Label Peter Rehbergs, und ist ihr bisher zugänglichstes und eingängigstes Werk geworden.


Rezension: Dangermouse & Sparklehorse – Dark Night Of The Soul

Rezension: Dangermouse & Sparklehorse - Dark Night Of The Soul

Manche Alben werfen große Schatten voraus, die es einem als Rezensenten nicht gerade einfach machen. Da tut sich einer der cleversten Popmusikproduzenten der Jetztzeit mit einer von vielen hochverehrten, melancholischen und schwer fassbaren Indie-Ikone zusammen, um mit Hilfe einer illustren Allstar-Formation an Gastsängern ein Album mit dem bedeutungsschwangeren Titel “Dark Night Of The Soul” einzuspielen, das zu allem Überfluss auch noch durch die Mitarbeit des Großmeisters der bizarren und surrealistischen Filmkunst, David Lynch, gekrönt wird.


Rezension: ceo – White Magic

Rezension: ceo - White Magic

Im Winter kommt man mit dem gefühlten Wissen aus dem Bett, dass der Tag nach der Arbeit schon so gut wie gelaufen ist. Im Sommer ist das ganz anders. T-Shirt, kurze Hose und die Sonne im Nacken. So schnell lässt sich dort kein Wässerchen trüben. Ein Klischee, auf das viele Bands abzielen, aber welches nur von wenigen so gekonnt umgesetzt wird wie vom Schweden Eric Berglund, der sich hinter ceo verbirgt.

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Rezensionen
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