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	<title>auftouren &#187; Empfehlung</title>
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	<description>Drehscheibe für Independent-Musik</description>
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		<title>We Love machen das Licht aus</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Sep 2010 09:16:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Wiludda</dc:creator>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[we love]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Rande der Dunkelheit, kurz vor der Popmusik stellt sich dieses italienische Duo auf die Bühne. Und ohne Zweifel gehören sie auch da hin, obwohl ihren geradlinigen Elektronik-Songs durchaus auch Klubqualität anhaftet. Live haben sie sich einiges abgeschaut von der grandiosen Umsetzungstechnik von The Knife oder Fever Ray und werten ihre durchaus starken Songs auch noch visuell auf. Aber noch mehr eint dieses Projekt mit den schwedischen Verwandten: Die verzerrten weibliche Stimme, die so verlangsamt wird, dass die Vermännlichung einer Entmenschlichung gleichkommt. „No Train, No Plane“ ist dafür das beste Beispiel. Zudem sorgt die durchweg melancholisch und herbstlich gehaltene Grundstimmung für angenehme Zurückhaltung und die eine oder andere gespenstische Düsternis.
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			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong><img class='noshadow thumb ' style='' src='http://www.auftouren.de/wp-content/uploads/2010/09/welove.jpg' alt='We Love machen das Licht aus' />Am Rande der Dunkelheit, kurz vor der Popmusik stellt sich dieses italienische Duo auf die Bühne. Und ohne Zweifel gehören sie auch da hin, obwohl ihren geradlinigen Elektronik-Songs durchaus auch Klubqualität anhaftet. Live haben sie sich einiges abgeschaut von der grandiosen Umsetzungstechnik von The Knife oder </strong><a href="http://www.auftouren.de/2009/01/26/review-fever-ray-fever-ray-2009/" target="_blank"><strong>Fever Ray</strong></a><strong> und werten ihre durchaus starken Songs auch noch visuell auf.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Aber noch mehr eint dieses Projekt mit den schwedischen Verwandten: Die verzerrte weibliche Stimme, die so verlangsamt wird, dass die Vermännlichung einer Entmenschlichung gleichkommt. „No Train, No Plane“ ist dafür das beste Beispiel. Zudem sorgt die durchweg melancholisch und herbstlich gehaltene Grundstimmung für angenehme Zurückhaltung und die eine oder andere gespenstische Düsternis. Das hier will überlegen sein und verzichtet dafür über weite Strecken auf stumpfes Four-To-The Floor (wie es z.B. bei  <a href="http://www.myspace.com/crookers" target="_blank">Crookers</a> zu finden ist) und jegliche euphorischen Momente, nimmt man das unfreiwillig komische U-Boot-Sonar auf „Our Shapes“ einmal aus.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="75%" height="81" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://player.soundcloud.com/player.swf?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F4971156%3Fsecret_token%3Ds-QDxQb&amp;secret_url=false" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="75%" height="81" src="http://player.soundcloud.com/player.swf?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F4971156%3Fsecret_token%3Ds-QDxQb&amp;secret_url=false" allowscriptaccess="always"></embed></object><br />
<span><a href="http://soundcloud.com/bpitch-control/we-love-hide-me-edit-192kbit">&#8220;Hide Me&#8221;</a> by <a href="http://soundcloud.com/bpitch-control">We Love</a></span></p>
<p style="text-align: justify;">Die Single „Hide Me“ ist eine ganz andere Größe, stapft mit eigenwilligem Holzklopf-Puls voran, stellt organische Punktierungen der eher kühlen und distanzierten Ästhetik gegenüber und sorgt so für eins der Highlights dieser durchweg gelungenen Debütplatte. Vielleicht mag der eine oder andere Hörer ein wenig mehr Wagemut einfordern, aber die gefühlsdehydrierte Aura und bisweilen magischen Stimmungen machen die recht standardisierten Beats und das wenig innovative Songwriting wett. Das hier ist ein Album für Elektronik-Einsteiger: Spannend, Vocal-lastig und konventionell genug, um nicht zu verstören – dabei bar jegliches anbiedernden Klangkleids. Dieses Werk hätten Röyksopp nur allzu gerne abgeliefert.</p>
<p>Links: <a href="http://www.myspace.com/welovewelove" target="_blank">We Love </a>| Label <a href="http://www.bpitchcontrol.de/artist" target="_blank">BPitch Control</a></p>
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		<title>Tweak Bird &#8211; Future Stoner?</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Sep 2010 15:30:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Pascal Weiß</dc:creator>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Souterrain Transmissions]]></category>
		<category><![CDATA[Tweak Bird]]></category>

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		<description><![CDATA[Zwischen Kyuss, Black Sabbath und der japanischen Flower Travellin' Band  (fällt euch bei diesem Cover was auf?) - das Geschwisterpaar von Tweak Bird legt gut zehn Jahre nach den ersten gemeinsamen Proben ein in wenigen Tagen eingespieltes Debütalbum vor, das man sich so erst mal trauen muss.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong><img class='noshadow thumb ' style='' src='http://www.auftouren.de/wp-content/uploads/2010/09/tweakbird.jpg' alt='Tweak Bird - Future Stoner?' />Zwischen Kyuss, Black Sabbath und der japanischen Flower Travellin&#8217; Band  (fällt euch bei </strong><a href="http://morfablog.com/08/02/ftb.jpg" target="_blank"><strong>diesem Cover</strong></a><strong> was auf?) &#8211; das Geschwisterpaar von Tweak Bird legt gut zehn Jahre nach den ersten gemeinsamen Proben ein in wenigen Tagen eingespieltes Debütalbum vor, das man sich so erst mal trauen muss. </strong></p>
<p style="text-align: justify;">Dabei mag die knapp bemessene Spielzeit von 27 Minuten bei 10 Songs einen gewissen Minimalismus suggerieren, doch dies ist nur bedingt der Fall: Trotz simplen Songaufbaus und häufig ähnlicher, vorhersehbarer Songstrukturen klingt das ambivalente „Tweak Bird“ ungewöhnlich fremd. Die Basis bilden wie in den beiden Anfangsstücken &#8220;The Future&#8221; und „Light In Lines&#8221; staubtrockener Stoner-Bluesrock, eingängige Baritongitarrenriffs und muskelbepackte Drums. Doch während all das noch nach halbwegs gängigen Strickmustern abläuft und etwa an frühe Queens Of The Stone Age erinnern mag, wird man erstmals bei dem darauf folgenden, etwas arg verspulten „Round Trippin’“ aufmerksam.</p>
<p style="text-align: justify;">Beim großartigen &#8220;A Sun / Ahh Ahh&#8221; hat dann ein wie wild aufgehetztes Saxophon, sicherlich eine der Attraktionen dieses Albums, seinen ersten Auftritt – eine eigenwillige aber ganz und gar gelungene Kombination aus Stoner Rock und Jazz, in dieser Form auch eher selten gehört. An „Tunneling Through“ hingegen dürften sogar Metalfans ihre Freude haben, und um den Hörer dann endgültig an der Nase herumzuführen, ist vor dem sphärischen, mit gut sechs Minuten ungewöhnlich langen „Distant Airways“ und dem wieder auftauchenden Saxophon in ”Flyin&#8217; High&#8221; sogar Platz für ein psychedelisches Flötensolo &#8211; wohl so ziemlich das Letzte, was man hier erwartet hätte.</p>
<p style="text-align: justify;">Dass bei dieser verdutzenden Fahrt so mancher auf der Strecke bleibt, verwundert nicht. Einige Male hat das Duo in den letzten Jahren versucht, die Band aufzustocken &#8211; vergebens. Am Ende sind sie immer wieder bei sich und ihrer familieninternen Vision hängen geblieben, vieles läuft intuitiv ab zwischen den beiden. Wie das unter Brüdern eben auch sein kann: Man kennt sich, man schätzt sich. Und verlässt sich aufeinander. Ganz ohne Hilfe geht es aber doch nicht: Live zeigt sich John McCowen für die Saxophon-Eskapaden verantwortlich und bei der Produktion wurde auf die Dienste von Dale Crover (Melvins) und Toshi Kasai (Big Business) gesetzt.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>&#8220;Tweak Bird&#8221; ist am 27.08. via Souterrain Transmissions (Rough Trade) erschienen.</em></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Links:</strong> <a href="http://www.myspace.com/tweakbird" target="_blank">MySpace</a> | <a href="http://www.souterraintransmissions.com/souterrain/" target="_blank">Souterrain Transmissions</a></p>
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		<title>Jonas Reinhardt &#8211; Wider Die Entropie</title>
		<link>http://www.auftouren.de/2010/08/27/jonas-reinhardt-wider-die-entropie/</link>
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		<pubDate>Fri, 27 Aug 2010 13:19:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Uli Eulenbruch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Jonas Reinhardt]]></category>

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		<description><![CDATA[Sein erstes Album bestritt er noch im Alleingang, für seinen zweiten Kosmiktrip hat der Synthesizer-Magier Jonas Reinhardt, bürgerlicher Name Jesse Reiner, aber ein krautiges All-Star-Team rekrutiert, mit beeindruckendem Ergebnis. So unterstützen ihn auf „Powers Of Audition“ Drummer Damon Palermo (Mi Ami), Bassist Diego Gonzalez (Citay) und Gitarrist Phil Manley (Trans Am) mit einem soliden Strukturgerüst, das selbst nicht an Abenteuerlust vermissen lässt. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class='noshadow thumb ' style='' src='http://www.auftouren.de/wp-content/uploads/2010/08/jreinh.jpg' alt='Jonas Reinhardt - Wider Die Entropie ' />
<p style="text-align: justify;"><strong>Sein erstes Album bestritt er noch im Alleingang, für seinen zweiten Kosmiktrip hat der Synthesizer-Magier <a href="http://www.myspace.com/jonasreinhardt" target="_blank">Jonas Reinhardt</a>, bürgerlicher Name Jesse Reiner,  aber ein krautiges All-Star-Team rekrutiert, mit beeindruckendem Ergebnis. So unterstützen ihn auf „Powers Of Audition“ Drummer Damon Palermo (Mi Ami), Bassist Diego Gonzalez (Citay) und Gitarrist Phil Manley (Trans Am) mit einem soliden Strukturgerüst, das selbst nicht an Abenteuerlust vermissen lässt. </strong></p>
<p style="text-align: justify;">Aus einer wabernden Ursuppe erhebt sich zu Beginn „Mumma Deed Family Clone“, schüttelt noch die letzten triefenden Reste ab und los geht’s mit „Atomic Bomb Living“ in die Untiefen des Kosmos. Jener strebt ja angeblich mit zunehmender Entropie, einem Maß für die Unordnung eines komplexen Systems, auseinander, wird immer zerfahrener bis er möglicherweise irgendwann im Hitzetod kollabiert. Ähnlich scheinen auch Reiners wabernde Synthwolken und Manleys  immer wieder in Gefahr, auseinander zu driften, sich in der Weite des Klang-Alls zu verlieren, doch Palermos achtarmiges Teufelsgetrommel hält die Band stets auf Kurs, imstande, mit einem Mal den gesamten Verlauf eines Stückes mit einem Umschwung seines Perkussionsmusters zu wenden.</p>
<p style="text-align: center;"><iframe src="http://player.vimeo.com/video/9506464" width="400" height="265" frameborder="0"></iframe></p>
<p style="text-align: justify;">Ähnlich wie ihre momentan verdiente Beachtung findenden Landsleute <a href="http://www.auftouren.de/2010/06/22/rezension-oneohtrix-point-never-returnal/" target="_blank">Oneohtrix Point Never</a> und <a href="http://www.auftouren.de/2010/07/26/emeralds-does-it-look-like-im-here/" target="_blank">Emeralds</a> erkennen auch Jonas Reinhardt die klangbildliche Kraft analoger Synthesizer: An Tangerine Dream, Klaus Schulze oder Manuel Göttsching erinnernd malen flitzende Arpeggios und weit kreisende Harmoniefiguren Bilder von Spiralgalaxien, Kometenschweifen und Sternenstaub ins Hörerhirn. Gleichzeitig bleiben sie, beispielsweise auf dem Titelstück mit einem Neu!-Motorikgroove, stets in Bewegung, lassen die gefüllte Leinwand nicht zum starren New-Age-Gemälde verkommen. Diese Verbindung macht „Powers Of Audition“ zu einem Werk vitaler Retrolust mit stetem Blick nach vorne.</p>
<p><em>„Powers Of Audition“ ist bereits auf Kranky erschienen.</em></p>
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		<title>Oriols elektronischer Sommernachtstraum</title>
		<link>http://www.auftouren.de/2010/08/18/oriols-elektronischer-sommernachtstraum/</link>
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		<pubDate>Wed, 18 Aug 2010 11:52:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Wiludda</dc:creator>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[night & day]]></category>
		<category><![CDATA[oriol]]></category>

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		<description><![CDATA[In diesem Album steckt alles! Soul, Funk, Sex und Seele. Es ist verspielt und eigen, dabei auch gefällig und gradlinig. Ein elektronischer Sommertraum, auch wenn der erste Eindruck etwas täuschen mag. Alles klingt hier nostalgisierend und durchaus hinlänglich bekannt - wären da nicht auch die unzähligen Details [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong><img class='noshadow thumb ' style='' src='http://www.auftouren.de/wp-content/uploads/2010/08/oriol.png' alt='Oriols elektronischer Sommernachtstraum' />Der erste Eindruck ist leicht trügerisch. Alles klingt etwas nostalgisierend und die Klangfarbe durchaus hinlänglich bekannt. Der funkige Subtext und die warmen Beats, die Gradlinigkeit in den Arrangements. Vielleicht stören sogar der synthetische Keyboardteppich oder die Bar Chimes ein wenig, die bei „Fantasy For N“ wenn schon keinen esoterischen Touch, dann auf jeden Fall Erinnerungen an die „Sexy Elevator-Musik“ der 80er Jahre hinterlassen.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Der zweite Eindruck hingegen ist ein gänzlich anderer. Da erkennt man die Brillanz von „Night &amp; Day“, dem Debütalbum des in Spanien geborenen Engländers Oriol, der es schafft, die unterschiedlichsten Einflüsse auf eine derart subtile und clevere Art zu verbinden, dass man durchaus fragen darf, warum dieses Werk bislang nicht auf einer deutschen Internetseite rezensiert wurde. Dabei sind es nicht die Einzelsongs, die herausstechen, sondern die Homogenität des Albums, die begeistert. Sonnengeflutete Rhodes und Reminiszenzen an die urbanen Alben der 70er Jahre bilden die Basis und lassen „Night &amp; Day“ ein wunderbares, fast analoges Flair atmen.  Diese elektronische Musik besitzt Energie und vor allem Seele, auch wenn dann doch fast alles digital entstanden ist – und seinen Ursprung nicht verleugnet.</p>
<p style="text-align: justify;">Gerade das Wissen um Dubstep, Breakbeat und Techno ist auch das zweite große Pfund, das neben dem ganzen Oldskool-Kram von Fusion, Tropicana/Balearic und Café Del Mar immer wieder durchschimmert.  Selbst die <a href="http://www.factmag.com/2010/08/09/oriol-another-travelling-song/" target="_blank">Kollegen von FACT</a> sind euphorisiert. Diese Veröffentlichung fällt mit ihrem hemmungslosen Retro-Feel übrigens auch klar aus dem Rahmen der üblichen Platten des Labels Planet Mu, die aber die Qualität erkannt haben. Hierzu lässt sich wunderbar mit dem Cabrio auf den glutroten, untergehenden Sonnenball zusteuern. Oriols Platte ist ein musikalischer Sommertraum.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>&quot;Night &amp; Day&quot; ist bereits via Planet Mu erschienen.</em></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Links</strong>: <a href="http://www.planet.mu/discography/ZIQ275" target="_blank">Oriol bei Planet Mu</a> | <a href="http://3voor12.vpro.nl/speler/luisterpaal/43796213">Albumstream</a></p>
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		</item>
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		<title>Witch-Hop: Die neue Dunkelheit</title>
		<link>http://www.auftouren.de/2010/08/13/witch-hop-die-neue-dunkelheit/</link>
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		<pubDate>Fri, 13 Aug 2010 08:52:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Wiludda</dc:creator>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[how to dress well]]></category>
		<category><![CDATA[salem]]></category>
		<category><![CDATA[witch hop]]></category>

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		<description><![CDATA[„There’s always room on the broom“, wussten schon die Liars und auch wenn die Walpurgisnacht schon eine Weile zurückliegt, inhaliert Witch-Hop gerade den Zeitgeist und haucht seinen schaurigen Odem über viele Blogs. Dabei ist das natürlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong><img class='noshadow thumb ' style='' src='http://www.auftouren.de/wp-content/uploads/2010/08/witchhop2.png' alt='Witch-Hop: Die neue Dunkelheit' />„There’s always room on the broom“, wussten schon die Liars und auch wenn die Walpurgisnacht schon eine Weile zurückliegt, inhaliert Witch-Hop gerade den Zeitgeist und haucht seinen schaurigen Odem über viele Blogs. Dabei ist das natürlich nur eine allzu bemühte Konstruktion, um die unterschiedlichen Ansätze zu vereinen, die sich aus Chillwave, Beatmaker, Ambient und Experimental gerade in düstere Gefilde vorwagen. Das Hexenemblem scheint jedoch dafür genau das passende und überaus spannende Prädikat zu sein, das auch genug Offenheiten bewahrt, um einen Containerbegriff abzugeben.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Da wäre zunächst die dämonische, verschlingende und bedrohliche Seite, die eine Entsprechung auf musikalischer Ebene bei <a href="http://www.myspace.com/s4lem" target="_blank">Salem</a> findet, dieser Dreiercrew, die sich mit ihrem Hexenpogo gleichzeitig auch noch am Christlich-Sakralen abarbeitet (<a href="http://pitchfork.com/forkcast/14715-asia/" target="_blank">hier &quot;King Night&quot; und &quot;Asia&quot; kostenlos runterladen</a>) und so das Paradebeispiel für die Kräfte- und Spannungsverhältnisse abgibt, die den Begriff des „Witch Hop“ oder &quot;Witch House&quot; ausmachen.</p>
<div><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="400" height="300" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" height="300" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0" width="400"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=14037453&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=1&amp;color=&amp;fullscreen=1&amp;autoplay=0&amp;loop=0" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="400" height="300" src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=14037453&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=1&amp;color=&amp;fullscreen=1&amp;autoplay=0&amp;loop=0" type="application/x-shockwave-flash" src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=14037453&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=1&amp;color=&amp;fullscreen=1&amp;autoplay=0&amp;loop=0" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" height="300" width="400"></embed></object></div>
<p> </p>
<p style="text-align: justify;">Andere Künstler arbeiten nicht so wuchtig und betonen eher die spirituelle Seite, was das Dilemma der versuchten Schubladisierung veranschaulicht. Pitchfork nannte es bereits im Mai dieses Jahres einfach &quot;<a href="http://pitchfork.com/features/articles/7806-ghosts-in-the-machine/" target="_blank">Drag</a>&quot;, was vielmehr eine Kontinuität in der Ästhetik dieser Projekte meint als eine Gemeinsamkeit im Genre oder im Sinne einer spezifischen Szenehaftigkeit. Entsprechend tauchen in der Anspielstation ebenso Post-Dubstepper wie <a href="http://www.myspace.com/thebalamacab" target="_blank">Balam Acab</a> auf wie Künstler mit einem erweiterten Weird-Folk-Überbau. <a href="http://www.myspace.com/howtodresswellmusic" target="_blank">How To Dress Well </a>steht dabei eher in der Traditionslinie diverser Ambientkünstler und lotet mit einer Großpackung Hall dunkle Räume aus, wobei Titel wie „Decisions“ auch mit dem Wissen um die Wirkkraft stolpernder Beats nicht geizen. Eiskalter Nebel wabert herauf und ruft Erinnerungen an Urängste wach: Die modrige, schauderhafte, unheimliche und jederzeit diffuse Angst, nachts alleine in stockfinsteren Wäldern herumzuirren. Gerade die Verbindung zu Naturmystik und heidnischen Bräuchen scheint wie gemacht für diesen musikalischen Hexenbegriff und ein Ausdruck einer Zeit, in der auch der Zulauf zu Esoterik und naturheilkundlichen Behandlungsmethoden ungebrochen ist und das menschliche Suchen nach neuen Möglichkeiten und Sinnhaftem beschreibt. Die Zusammenhänge zwischen Mensch, Natur und Glaube werden neu ausgelotet – als rückwärts gewandte Reaktion auf die Krankheiten und Ängste unserer Zivilisation. All das muss nicht unbedingt auch in den Songs und Intentionen der Bands zu finden sein, lässt sich aber oft darauf projizieren. Vermutlich wären Pocahaunted gar überrascht, mit derlei Kontexten konfrontiert zu werden, aber Songs wie „<a href="http://vimeo.com/4221038" target="_blank">Ashes Is White</a>“ mit seinen ätherisch-indogenen Tribalklängen und zerdehnten Vocals lassen ohne Weiteres diese Assoziationen zu. Und das, ohne die Interpretationsspirale weit zu überdehnen.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="400" height="300" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" height="300" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0" width="400"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=10675873&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=1&amp;color=&amp;fullscreen=1&amp;autoplay=0&amp;loop=0" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="400" height="300" src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=10675873&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=1&amp;color=&amp;fullscreen=1&amp;autoplay=0&amp;loop=0" type="application/x-shockwave-flash" src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=10675873&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=1&amp;color=&amp;fullscreen=1&amp;autoplay=0&amp;loop=0" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" height="300" width="400"></embed></object></p>
<p style="text-align: justify;">Gerade die verhallten und kaum zu dekodierenden Gesänge und brachial übersteuerten Instrumente sind wohl die musikalische Klammer zwischen all den Projekten – ein mysteriöses, beschwörendes Gemurmel – die Zauberformel des Zeitgeistes! Gerade auch die Erfolge der <a href="http://www.spiegel.de/thema/twilight_saga/" target="_blank">Twilight-Saga </a>scheinen einen Nährboden abzugeben, sich wieder dem Fantastischen, dem Magischen und Übersinnlichen zu widmen – als freudiger Schauer oder als eskapistische Idee mit all ihren Deutungshoheiten zwischen sexueller Macht und emanzipatorischen, etwas eigenbrötlerischen Lebensweise (was ja bei Hexenzuschreibungen ja nicht anders ist).  Gerade dieses Subversive und kaum Greifbare macht dabei die Faszination aus und verbindet im Handumdrehen sowohl viele gesellschaftsrelevante Themen und musikalische Evolutionen. Gerade in der undomestizierten und wilden Variante.</p>
<p style="text-align: center;"><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="70%" height="81" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" height="81" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0" width="70%"><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://player.soundcloud.com/player.swf?url=http%3A%2F%2Fsoundcloud.com%2Fooooosounds%2Fseaww&amp;secret_url=false" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="70%" height="81" src="http://player.soundcloud.com/player.swf?url=http%3A%2F%2Fsoundcloud.com%2Fooooosounds%2Fseaww&amp;secret_url=false" type="application/x-shockwave-flash" src="http://player.soundcloud.com/player.swf?url=http%3A%2F%2Fsoundcloud.com%2Fooooosounds%2Fseaww&amp;secret_url=false" allowscriptaccess="always" height="81" width="70%"></embed></object><span><a href="http://soundcloud.com/ooooosounds">oOoOO</a> &#8211; <a href="http://soundcloud.com/ooooosounds/seaww">Seaww</a> </span></p>
<p style="text-align: justify;">&quot;Witch-Hop&quot; ist entsprechend entgrenzt und diffus &#8211; und wird sich vielleicht nicht einmal kurzzeitig als Schlagwort durchsetzen, was aber nicht die Spannung mindert. Zwar sind weder das überhöhte Dröhnen, noch das Sumpfig-Ambiente oder die verzerrten Vocals eine neue Erfindung, jedoch: In der Kombination dieser Effekte entstehen momentan viele aufregende Musikmomente. Die entmenschlichten Gesänge einer Fever Ray aus dem Jahr 2009 und die <a href="http://www.auftouren.de/2009/04/07/special-beste-musikvideos-i2009-teil-1/" target="_blank">schauderhafte Optik ihrer Videos</a> gehören genauso in diese Kontexte wie die hochfliegenden Wolkenklänge von <a href="http://www.myspace.com/whytering" target="_blank">White Ring</a>, die ebenso subtil wie muskulös gebrochen sind wie dringliche Klänge von <a href="http://www.myspace.com/wkwkwkwkwkwkwkwk" target="_blank">oOoOO</a>, <a href="http://www.auftouren.de/2010/04/06/stridulum-die-evolution-von-zola-jesus/" target="_blank">Zola Jesus </a>oder <a href="http://www.youtube.com/watch?v=bgwGEG10WIY" target="_blank">Soft Moon</a>, die mit ihrem Wave letzlich auch die Brücke zurück in die 80er und zum Gothic schlagen. Und mit <a href="http://www.myspace.com/metallicfalcons" target="_blank">Metallic Falcons</a> und <a href="http://www.myspace.com/dickcavettsmodernwitch" target="_blank">Modern Witch</a> gibt es vor allem im amerikanischen Untergrund noch genug Projekte mit geisterhafter Ästhetik, die auf ihre Entdeckung warten. Am besten in Nächten, wenn sich ein pechfinsterer Schleier über den Mond legt, der Würgegriff der Unruhe die Kehlen zuschnürt und eine geheimnisvolle Stimmung heraufbeschwört, die gleichermaßen begeistert wie verstört.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Die Debütalben von Salem, oOoOO und How To Dress Well erscheinen im September</em></p>
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		<title>Empfehlung: Andreya Triana</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Aug 2010 06:07:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes Mihram</dc:creator>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Bonobo]]></category>
		<category><![CDATA[flying lotus]]></category>
		<category><![CDATA[mount kimbie]]></category>

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		<description><![CDATA["Hinter einem starken Mann steht immer eine starke Frau“, heißt es in einem Sprichwort. Im Pop geht die Geschichte meist umgekehrt, wird die Musik von Frauen oft den Produzenten und Songwritern im Hintergrund zugeschrieben, nicht immer zu Unrecht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><img class='noshadow thumb ' style='' src='http://www.auftouren.de/wp-content/uploads/2010/08/triana1.jpg' alt='Empfehlung: Andreya Triana' />„<strong>Hinter einem starken Mann steht immer eine starke Frau“, heißt es in einem Sprichwort. Im Pop geht die Geschichte meist umgekehrt, wird die Musik von Frauen oft den Produzenten und Songwritern im Hintergrund zugeschrieben, nicht immer zu Unrecht.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Auch die Geschichte von Andreya Triana könnte man so erzählen. Vom futuristischen Beatbastler <a href="http://www.auftouren.de/2010/01/19/flying-lotus-zwischen-himmel-und-holle/" target="_blank">Flying Lotus,</a> auf dessen Track „Tea Leap Dancers“ sie sang und der sich nun mit einem Remix der ersten Single und des Titelsongs von Trianas Debüt „Lost Where I Belong“  revanchierte.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="100%" height="81" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://player.soundcloud.com/player.swf?url=http%3A%2F%2Fsoundcloud.com%2Fshantsogho%2Fandreya-triana-lost-where-i-belong-flying-lotus-remix&amp;g=1" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="100%" height="81" src="http://player.soundcloud.com/player.swf?url=http%3A%2F%2Fsoundcloud.com%2Fshantsogho%2Fandreya-triana-lost-where-i-belong-flying-lotus-remix&amp;g=1" allowscriptaccess="always"></embed></object></p>
<p style="text-align: justify;">Von Simon Green aka Bonobo, auf dessen diesjährigem Album „Black Sands“ sie gleich auf drei Songs singt und der ihren ersten Longplayer produzierte. Oder von den beiden Herren von <a href="http://www.auftouren.de/2010/07/21/rezension-mount-kimbie-crooks-lovers/" target="_blank">Mount Kimbie</a>, die ihre hervorragende aktuelle Single „A Town Called Obsolete“ mit einer knusprigen Hülle versahen.</p>
<p style="text-align: justify;"><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="100%" height="81" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://player.soundcloud.com/player.swf?url=http%3A%2F%2Fsoundcloud.com%2Fhypetrak%2Fandreya-triana-a-town-called-obsolete-mount-kimbie-remix&amp;g=1" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="100%" height="81" src="http://player.soundcloud.com/player.swf?url=http%3A%2F%2Fsoundcloud.com%2Fhypetrak%2Fandreya-triana-a-town-called-obsolete-mount-kimbie-remix&amp;g=1" allowscriptaccess="always"></embed></object></p>
<p style="text-align: justify;">Das würde aber verhehlen, dass Triana erstmal das Können haben musste, dass diese Männer überzeugte,  durch ihre Namen Trianas Bekanntheit zu steigern. Zur Geschichte gehört aber auch, dass die Originalsongs Trianas im Soul-Folk-Stil auf ihrem Album (was Ende August auf Ninja Tune erscheinen wird)  selbst zwar durchaus hörenswert sind, manchmal aber etwas zu gefällig daherkommen, Intensität vermissen lassen und diesen Remixen somit nicht ganz das Wasser reichen können.</p>
<p><strong>Links</strong>: <a href="http://www.myspace.com/andreyatriana">MySpace</a>, <a href="http://www.ninjatune.net/andreyatriana/">Labelpage</a></p>
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		<title>Shapeshifting mit Dels</title>
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		<pubDate>Sat, 31 Jul 2010 12:37:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Wiludda</dc:creator>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[dels]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Ergebnis klingt beeindruckend, was nun bei der Betrachtung der Einzelkomponenten auch kein Wunder ist. Please welcome: Kieren Dickens alias Dels! Seine Debütsingle "Shapeshift" veröffentlicht er auf dem knackigen Big Dada-Label (Anti Pop Consortium, Wiley, Speech Debelle), das seit Jahren im englischen Avantgarde-HipHop die kesse Schnauze vorn hat [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>“Let’s go back, back. Back/ To when I used to shapeshift and shift right back”. Das Ergebnis klingt beeindruckend, was nun bei der Betrachtung der Einzelkomponenten auch kein Wunder ist. Please welcome: Kieren Dickens alias Dels!</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Seine Debütsingle &quot;Shapeshift&quot; veröffentlicht er auf dem knackigen Big Dada-Label (<a href="http://www.auftouren.de/2009/10/18/rezension-anti-pop-consortium-fluorescent-black/" target="_blank">Anti Pop Consortium</a>, Wiley, <a href="http://www.auftouren.de/2009/06/08/review-speech-debelle-speech-therapy/" target="_blank">Speech Debelle</a>), das seit Jahren im englischen Avantgarde-HipHop die kesse Schnauze vorn hat. Produziert hat die Nummer Joe Goddard von <a href="http://www.auftouren.de/2010/01/04/montags-preview-hot-chip-one-life-stand/" target="_blank">Hot Chip </a>- und auf seinem Album, was 2011 erscheinen wird, tummeln sich ehemalige Empfehlungen wie <a href="http://www.auftouren.de/2009/03/18/empfehlung-abgefahren-mit-micachu/" target="_blank">Micachu</a> oder Kwes. Kein Wunder, dass &quot;Shapeshift&quot; ein Headbanger erster Kajüte geworden ist!</p>
<p style="text-align: center;"><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="400" height="280" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" height="280" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0" width="400"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/NjAnmqecMKI&amp;hl=de_DE&amp;fs=1?color1=0x5d1719&amp;color2=0xcd311b" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="400" height="280" src="http://www.youtube.com/v/NjAnmqecMKI&amp;hl=de_DE&amp;fs=1?color1=0x5d1719&amp;color2=0xcd311b" allowfullscreen="true" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/NjAnmqecMKI&amp;hl=de_DE&amp;fs=1?color1=0x5d1719&amp;color2=0xcd311b" allowscriptaccess="always" height="280" width="400"></embed></object></p>
<p style="text-align: justify;">Dicke Beats machen den Weg frei, dass die Sparkassenwerbung dagegen wie ein Sandkastenspielzeug wirkt, das gerade gegen einen Monsterpflug ankämpft. Und verliert. Zwischen Grime und Bitpop ist Aufdringlichkeit hier Trumpf. Keine Kompromisse geht auch der flinke Sprechgesang ein. Dels will mit aller Macht auf sich aufmerksam machen und das gelingt ihm mit Bravour.</p>
<p style="text-align: justify;">Links: <a href="http://www.myspace.com/imdels" target="_blank">Myspace </a>| <a href="http://www.ninjatune.net/bigdada/release.php?id=1706" target="_blank">Big Dada</a></p>
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		<title>Empfehlung: The Heartbreaks</title>
		<link>http://www.auftouren.de/2010/07/18/empfehlung-the-heartbreaks/</link>
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		<pubDate>Sun, 18 Jul 2010 18:34:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes Mihram</dc:creator>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>

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		<description><![CDATA[The Heartbreaks – warum ist keine Band zuvor auf diesen Namen gekommen? Zuviel Dramatik? Die transportiert die Gruppe aus Manchester auch in ihrer Musik, in der der Einfluss der Lokalmatadore The Smiths mehr als nur eine Spur hinterlassen hat. Für Sänger Matthew Whitehouse ist Manchester aber vor allem eine Kleinstadt, deren Mief Schmerz und Sehnsucht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class='noshadow thumb ' style='' src='http://www.auftouren.de/wp-content/uploads/2010/07/The-Heartbreaks.jpg' alt='Empfehlung: The Heartbreaks' /><strong>The Heartbreaks – warum ist keine Band zuvor auf diesen Namen gekommen? Zuviel Dramatik? Die transportiert die Gruppe aus Manchester auch in ihrer Musik, in der der Einfluss der Lokalmatadore The Smiths mehr als nur eine Spur hinterlassen hat.</strong></p>
<p>Für Sänger Matthew Whitehouse ist Manchester aber vor allem eine Kleinstadt, deren Mief Schmerz und Sehnsucht hervor bringt: „We’re obsessed with british nostalgia and romance. People might says we’re being nostalgic — but those people haven’t lived in the north in a small town. broken dreams and faded seaside romance — these things still exist, and they are the very heart and soul of this band.’“</p>
<p>Im Frühjahr erschien die erste Single „Liar, my dear“, das Video dazu zeigt einen wunderbar gernervten Whitehouse innerhalb eines strengen graphischen Konzepts. Mit der zweiten Single „I didn’t think it would hurt to think of you“, die dieser Tage erscheint, konnte sich die Band in Punkto Dramatik und Eingängigkeit noch steigern. Und da geht noch mehr &#8211; hoffentlich auf einem bald erscheinenden Album.</p>
<p><strong>Links: <a href="http://www.myspace.com/heartbreaksband">MySpace</a>, <a href="http://www.youtube.com/watch?v=Fo4dXOX05OA">Videoclip</a></strong></p>
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		<title>Empfehlung: Julian Lynch</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Jul 2010 17:33:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kevin Huber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Animal Collective]]></category>
		<category><![CDATA[Atlas Sound]]></category>
		<category><![CDATA[Bon Iver]]></category>
		<category><![CDATA[ganglians]]></category>
		<category><![CDATA[Grizzly Bear]]></category>
		<category><![CDATA[Here We Go Magic]]></category>
		<category><![CDATA[High Places]]></category>
		<category><![CDATA[Julian Lynch]]></category>

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		<description><![CDATA[Es tut uns schrecklich leid, doch auch im Falle von Julian Lynch werden wir nicht drum herum kommen, genau jene Schlagworte fallen zu lassen, die seit Monaten durch den Musikjournalismus geistern und mittlerweile alles oder nichts bedeuten könnten. Bringen wir es also hinter uns [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong><img class='noshadow thumb ' style='' src='http://www.auftouren.de/wp-content/uploads/2010/07/julianlynch.png' alt='Empfehlung: Julian Lynch' />Es tut uns schrecklich leid, doch auch im Falle von Julian Lynch werden wir nicht drum herum kommen, genau jene Schlagworte fallen zu lassen, die seit Monaten durch den Musikjournalismus geistern und mittlerweile alles oder nichts bedeuten könnten. Bringen wir es also hinter uns: Dream Pop, Psychedelic, Lo-Fi, Ambient, Weird Folk, Homerecording. Hinreichend abgesteckt und einsortierbar ist Lynchs Sound damit aber noch nicht, denn insbesondere wenn man sich an letztgenanntes hält, hat „Mare“, das Album des kauzigen Mittzwanzigers, einige Überraschungen auf der Pfanne. </strong></p>
<p style="text-align: justify;">Tendieren einsam in den heimischen vier Wänden zusammen musizierte Alben dazu introvertiert oder gar düster, in jedem Fall aber reduziert aufzutreten, schöpft Lynch aus einer überraschenden instrumentellen Vielfalt und lässt seine Musik befreit, entspannt und benebelt durch den Raum tänzeln und schweben – der Soundtrack für laue Sommerabende zwischen Glühwürmchen und zirpenden Grillen.</p>
<p style="text-align: justify;">Julian Lynchs musikalische Wurzeln liegen im Folk, doch sein Musikethnologie-Studium an der Universität in Wisconsin-Madison sowie sein Interesse für die indische Kultur führten zahlreiche weitere Einflüsse in seinen Sound, die auf „Mare“ sowie der vorangegangenen EP „Orange You Glad“ deutlich herauszuhören sind. Weltmusikalische Elemente wie obskure Percussion-Instrumente oder Klarinetten tragen einen Hauch von Orient in die meist auf Gitarren, hin und wieder auch auf Dream-Pop-Keyboards fußenden Songs. Entrückte mehrstimmige Gesänge komplettieren das psychedelische Klangbild. Komplex arrangiert und sich klaren Strukturen verweigernd leben die Songs von ihrer Atmosphäre allein; die zahlreichen und effektiv eingesetzten Details bewahren sie dabei vor einem Dasein als dahinplätschernde Hintergrundbeschallung.</p>
<p style="text-align: justify;">„Mare“, „Orange You Glad“ und weitere von Julians Arbeiten gibt es auf seinem Bandcamp-Profil in voller Länge im Stream. Wer lieb fragt, kann sich den jungen Mann gar ins eigene Wohnzimmer holen – nachdem er letzten Herbst dazu gezwungen war, einen seiner Gigs per Webcam aus der eigenen Wohnung ins 1000 Meilen entfernte New Jersey zu bringen, gehören derlei mediale Experimente mittlerweile zu seinem Repertoire.</p>
<p><em>„Mare“ ist auf Olde English Spelling Bee erschienen</em></p>
<p><strong>Links:</strong> <a href="http://www.myspace.com/julianlynch" target="_blank">MySpace</a> | <a href="http://oesbee.blogspot.com/" target="_blank">Old English Spelling Bee</a> | <a href="http://julianlynch.blogspot.com/" target="_blank">Blog</a> | <a href="http://julianlynch.bandcamp.com/" target="_blank">Bandcamp</a><a href="http://www.auftouren.de/wp-content/uploads/2010/07/Julian+Lynch+1-e1278618777338.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-16817" title="Julian+Lynch+1" src="http://www.auftouren.de/wp-content/uploads/2010/07/Julian+Lynch+1-e1278618777338.jpg" alt="" width="320" height="243" /></a></p>
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		<title>Empfehlung: Foxes in Fiction</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Jul 2010 06:55:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kevin Huber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Atlas Sound]]></category>
		<category><![CDATA[beach house]]></category>
		<category><![CDATA[Boards Of Canada]]></category>
		<category><![CDATA[Bradford Cox]]></category>
		<category><![CDATA[deerhunter]]></category>
		<category><![CDATA[Foxes in Fiction]]></category>
		<category><![CDATA[The Velvet Underground]]></category>

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		<description><![CDATA[Mysterium Musiker – Wer als Musizierender ernst genommen werden will, wird wohl nicht drum herum kommen, sich eine möglichste geheimnisvolle Aura zu zulegen, die mit der Musik einher geht und zu der etwaige Fans voller Bewunderung aufschauen können. Intelligent, kredibel, unnahbar und hip muss es sein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong><img class='noshadow thumb ' style='' src='http://www.auftouren.de/wp-content/uploads/2010/07/Foxes-in-Fiction-e1278616641444.jpg' alt='Empfehlung: Foxes in Fiction' />Mysterium Musiker – Wer als Musizierender ernst genommen werden will, wird sich wohl eine möglichst geheimnisvolle Aura zulegen müssen, die mit der Musik einher geht und zu der etwaige Fans voller Bewunderung aufschauen können. Intelligent, kredibel, unnahbar und hip muss es sein, vor allem auch die Kommunikation über die unbegrenzten Möglichkeiten des World Wide Web. Das Twitter-Profil wird ausschließlich mit kryptischen Witzen gefüllt, die MySpace-Page wartet nicht nur mit ganz doll ironischen Genre-Kategorisierungen auf, sondern distanziert sich auch durch obskuren Nonsense in der Einflüsse-Sektion von all den Schubladisierungen und musikalischen Vorbildern, die man von anderen unterstellt bekommt – man ist ja schließlich vollkommen einzigartig.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Sollte all das ein Muss sein, kann Warren Hildebrand alias Foxes In Fiction eigentlich schon einpacken und das Musizieren sein lassen. Auf seinem Blog werden die neusten Lieblingssongs zum Download angeboten, wir erfahren, dass „My Own Private Idaho“ und „Requiem For A Dream“ zu Hildebrands Lieblingsfilmen gehören, er erzählt ausführlich, dass der Gig gestern Abend blöd gelaufen ist und was er sonst so in seiner Freizeit getrieben hat – Flickr liefert zusätzlich die Bebilderung zum ganz normalen Alltag dieses knuffigen 20-Jährigen. Wie soll die Musik zu all diesem profanen Zeug schon klingen?</p>
<p style="text-align: justify;">Gut, natürlich. Und selbstverständlich liefert Warrens MySpace-Profil nichts als die ungeschminkte Wahrheit ohne jeglichen doppelten Boden. Easy Listening und Pop steht in Ermangelung passenderer Begriffe oben drüber, die Einflüsse, die u.a. Boards of Canada, The Velvet Underground, My Bloody Valentine, Bibio und Bradford Cox aufzählen, stecken den Sound von Foxes in Fiction adäquat ab. Insbesondere letzterem bzw. dessen Projekten Deerhunter und Atlas Sound eifert Homerecording-Artist Hildebrand unverhohlen nach, in erster Linie als begeisterter Fanboy, der sich von seinen Lieblingsbands dazu hat inspirieren lassen, selbst ein bisschen Musik zu machen und dabei ein talentiertes Händchen beweist. Selbst Cox‘ Übermut teilt er: Hildebrands erstes Album „Swung From Branches“ ist ähnlich wie Deerhunters „Microcastle / Weird Era Cont.“ ein Zweiteiler. Die A-Seite des 22-Tracks schweren „Swung From Branches“ beschäftigt sich mit transzendentalen, ineinander über gleitenden Drone-Landschaften ohne klare Strukturen. Daran schließt eine Sammlung aus lieblichen Dreampop-Songs als B-Seite an.</p>
<p style="text-align: justify;">Wer will sich schon über Hildebrands allzu transparente und von jeglichem mythischen Künstlerdasein befreite Selbstdarstellung beschweren, wenn er Songs liefert, gegen die Bradford Cox auch nichts einzuwenden hätte? Deerhunter-Fans werden die einlullende Traumwanderschaft „Coffee Cups That Won’t Break Down“, die sanfte sommerliche Frische von „Jimi Bleachball“ oder „15 Ativan (Song For Erica)“ sowie den Glühwürmchen-Blues „Snow Angels“ mit offenen Armen empfangen. Letzterer ist übrigens – auch das lernen wir von Warrens MySpace – inspiriert von Angelo Badalamentis Twin-Peaks-Score, schließlich hat die liebe Mutti zu Weihnachten die DVD-Box springen lassen. Wer möchte dem Jungen bei derlei Eingeständnissen einen Mangel in punkto Coolness attestieren?</p>
<p><em>„Swung From Branches“ ist auf Moodgadget erschienen</em></p>
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