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	<title>auftouren &#187; Bastian Heider</title>
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	<description>Drehscheibe für Independent-Musik</description>
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		<title>Rezension: Stella &#8211; Fukui</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Aug 2010 03:27:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bastian Heider</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Stella waren schon immer irgendwie besonders. Grob aus dem Dunstkreis entsprungen, den man früher einmal Hamburger Schule nannte, markierten sie den Punkt, als man sich dort dem (deutschsprachigen Indie-)Rock abwandte und mehr und mehr auf elektronischen Pfaden wandelte. Dabei waren sie ihrer Zeit oftmals um einiges voraus und so zum Beispiel 1998 mit ihrer Debütsingle "O.K., Tomorrow I'll Be Perfect." die ersten, die den in den letzten zehn Jahren wie kaum etwas sonst polarisierenden, neongrellen 80er New Wave wieder ins Spiel brachten. Stella verbanden Glamour und Diskurspop, Hedonismus und Politik mit explizit linken Inhalten. Zugehörig fühlten sie sich dabei nirgends so richtig, Andockpunkte gab es trotzdem reichlich, Egoexpress, Phantom/Ghost, Pantha du Prince um nur einmal die Bekanntesten zu nennen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong><img class='noshadow thumb ' style='' src='http://www.auftouren.de/wp-content/uploads/2010/08/stella_album_cover.jpg' alt='Rezension: Stella - Fukui' /></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Stella waren schon immer irgendwie besonders. Grob aus dem Dunstkreis entsprungen, den man früher einmal Hamburger Schule nannte, markierten sie den Punkt, als man sich dort dem (deutschsprachigen Indie-)Rock abwandte und mehr und mehr auf elektronischen Pfaden wandelte. Dabei waren sie ihrer Zeit oftmals um einiges voraus und so zum Beispiel 1998 mit ihrer Debütsingle &quot;O.K., Tomorrow I&#8217;ll Be Perfect.&quot; die ersten, die den in den letzten zehn Jahren wie kaum etwas sonst polarisierenden, neongrellen 80er New Wave wieder ins Spiel brachten. Stella verbanden Glamour und Diskurspop, Hedonismus und Politik mit explizit linken Inhalten. Zugehörig fühlten sie sich dabei nirgends so richtig, Andockpunkte gab es trotzdem reichlich, Egoexpress, Phantom/Ghost, Pantha du Prince um nur einmal die Bekanntesten zu nennen.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Mit &quot;Fukui&quot;, ihrem ersten Album seit Ewigkeiten, übersetzen Stella diese Andersartigkeit nun in ein ästhetisches Konzept. Statt, wie sich das gewöhnlich für ein Comeback gehört, nostalgiebeseelt in alten Fotoalben zu schwelgen und die bewährte Emulsion aus Glamrock und modernen R&#8217;n'B  noch einmal aufzukochen, wagt man sich, mittlerweile eher Projekt als fest eingespielte Band, an den kompletten Neustart. Gängigen Pop-Strukturen traut man dabei genauso wenig wie allzu einfachen Deutungsansätzen, denn wo die Stücke sich meistens in einer seltsam Grauzone zwischen Song und Track bewegen, entziehen sich die von Elena Lange nahezu komplett auf japanisch eingesungenen Texte vorsichtshalber gleich komplett der Interpretation durch zumindest einen Großteil der Hörer. Die fremde Sprache wirkt dabei jedoch nicht als niedlicher Exotismus, sondern als von jeglichem kulturellem Balast befreites weiteres Instrument, das den Liedern ein unmittelbar menschliches Antlitz verleiht, sich aber weigert dieses auch mit Inhalt zu füllen. Lediglich das süßliche, aber im Albumkontext als schöner Kontrapunkt funktionierende, von Meeresrauschen begleitete Schlussstück ließe einige Assoziationen zu J-Pop und japanischem Schlager zu, jedoch ohne sich dabei in allzu großer Koketterie zu verlieren.</p>
<p style="text-align: justify;">Es ist eine seltsame, abstrakte Mischung die Stella einem hier vorsetzen. Der Glitzer vergangener Tage ist einer nüchternen Seidenmatt-Lackierung gewichen. Die Tracks wirken experimentell und aufgeräumt zugleich. Dabei dürfte es zunächst einmal verwundern, dass Bassist Henrik Weber an den Arbeiten zum bei weitem elektronischsten Album der Band kaum noch beteiligt gewesen sein soll, denn an vielen Stellen wie dem düsteren Hintergrundwabern im dritten Stück vermeint man die romantisch-verregnete Atmosphäre der Pantha-Du-Prince-Alben direkt heraushören zu können. Auf &quot;Fukui&quot; werden Einflüsse elektronischer Experimentalmusik mit der kühlen Repetition von House und Minimal Techno zu einem eigentümlichen Future-Pop verarbeitet, zu dem die dazugehörige Bildersprache wohl erst noch erfunden werden muss. Bei all diesem nahezu wissenschaftlichen Eifer nehmen Stella sich aber glücklicherweise niemals selbst zu ernst, sondern überraschen immer wieder durch gekonnte Momente der Verwirrung. Da wären zum Beispiel diese stakkatohaft gesampleten Lacher, die dem sechsten Stück einen ganz und gar eigentümlichen Klimax verleihen. Da wäre aber auch das siebte Stück &quot;You Can Do Me No Harm&quot;, das, als einziges zumindest teilweise englischsprachig und mit einigermaßen deutlichen Hip Hop-Reminiszenzen, noch am ehesten an die alten Stella erinnert. Für einige kurze Augenblicke klingt Elena Lange hier wie eine vielleicht noch bessere, aus einer seltsamen Parallelwelt entsprungene Missy Elliott.</p>
<p style="text-align: justify;">Stella gelingt mit diesem Werk ein Neuanfang, so homogen wie vielseitig, so erwachsen wie verspielt, so herausfordernd wie schmeichelnd, dass man sich zum jetzigen Zeitpunkt noch kaum vorstellen kann, wohin es einen mit diesem Album, mit dieser Band in Zukunft treiben soll. Eines steht jedoch bereits jetzt fest: Es dürfte in jedem Fall ein irgendwie besonderes Vergnügen werden.</p>
<p style="text-align: justify;"><p><img class='alignleft noshadow' alt='Wertung: 75' src='http://www.auftouren.de/wp-content/themes/auftouren/rating/75.png' style='margin-left: 2px; margin-right: 3px;' /></p></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Label:</strong> Snowhite / Cloudhill Records</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Referenzen:</strong> Battles, Mouse On Mars, Pantha du Prince, efdemin, Four Tet, Kraftwerk, Neu!, Cluster, Von Spar, Fujiya &amp; Miyagi</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Links: </strong><a href="http://www.myspace.com/stellaband09" target="_blank">MySpace</a></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>VÖ:</strong> 27.08.2010</p>
<p style="text-align: justify;"> </p>
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		<title>AUFTOUREN präsentiert: Giardini di Mirò</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Aug 2010 08:54:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bastian Heider</dc:creator>
				<category><![CDATA[Specials]]></category>
		<category><![CDATA[El Fueco]]></category>
		<category><![CDATA[Giardini Di Miro]]></category>
		<category><![CDATA[Tour-Präsentation]]></category>

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		<description><![CDATA[Jedem Land seine große Konsens-Indierockband. Was dem Belgier dEUS und dem Deutschen The Notwist sind dem Italiener eben Giardini di Mirò. Während die dortige Musikszene im Rest Europas noch immer ein wenig unterschätzt wird, setzen diese spätestens seit ihrem 2003er Album &#8220;Punk&#8230;Not Diet&#8221; Maßstäbe in der Grauzone zwischen feingliedriger Elektronik, mächtigem Postrock und melancholischem Pop. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong><img class='noshadow thumb ' style='' src='http://www.auftouren.de/wp-content/uploads/2010/08/giardini1.png' alt='AUFTOUREN präsentiert: Giardini di Mirò' /></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Jedem Land seine große Konsens-Indierockband. Was dem Belgier dEUS und dem Deutschen The Notwist sind dem Italiener eben <a href="http://www.myspace.com/giardinidimiro" target="_blank">Giardini di Mirò</a>. Während die dortige Musikszene im Rest Europas noch immer ein wenig unterschätzt wird, setzen diese spätestens seit ihrem 2003er Album &#8220;Punk&#8230;Not Diet&#8221; Maßstäbe in der Grauzone zwischen feingliedriger Elektronik, mächtigem Postrock und melancholischem Pop.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">So gründete sich auf dem Erfolg der Band aus der norditaliensichen Stadt Reggio Emilia bald eine erstaunliche Kreativzelle, die ihren Kern im 2009 leider aufgelösten Label Homesleep hatte und durch Kollaborationen bis weit über Landesgrenzen hinaus auf sich aufmerksam machte. So können beispielsweise die Adressbücher der Mitglieder von Giardini di Miró mit so interessanten Namen wie Alias, Apparat und Styrofoam aufwarten. Gewisse Parallelen zum bayerischen Provinzstädtchen Weilheim, zum Label Hausmusik und zu einer mittlerweile doch recht bekannten deutschen Band sind bei dieser Geschichte natürlich rein zufällig.</p>
<p style="text-align: justify;">Seit dem letzten Jahr jedenfalls haben Giardini di Mirò nicht nur mit The Notwist, sondern auch mit den Pet Shop Boys eine kleine Gemeinsamkeit. Genau wie diese nahmen sie sich eines Stummfilms an und vertonten den italienischen Klassiker &#8220;Il Fuoco&#8221; aus dem Jahre 1916 neu. Was auf Tonträger ohne dazugehörige Bilder vielleicht nicht immer zu 100% funktionieren kann, sieht live schon wieder ganz anders aus. Denn da entfachen Giardini di Mirò für gewöhnlich einen laut shoegazenden Wirbelsturm, dessen Urgewalt einen manchmal auch ganz wahrhaftig aus den Schuhen blasen kann. Wir freuen uns deshalb ganz besonders die kommende, herbstliche Deutschlandtour der Band präsentieren zu dürfen. Haltet zur Vorsicht bitte schonmal die Ohrstöpsel bereit.</p>
<div>
<ul>
<li>15.11.10 (Mo) in Bamberg (Morph)</li>
<li>16.11.10 (Di) in Krefeld (Kulturrampe)</li>
<li>17.11.10 (Mi) in Hamburg (Hafenklang)</li>
<li>19.11.10 (Fr) in Köln (Gebäude 9)</li>
<li>20.11.10 (Sa) in Frankfurt/M (Das Bett)</li>
<li>21.11.10 (So) in Karlsruhe (Jubez)</li>
<li>16.01.11 (So) in München (Kranhalle)</li>
</ul>
</div>
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		<title>Interview: Kante auf dem Orange Blossom Special</title>
		<link>http://www.auftouren.de/2010/08/19/interview-kante-auf-dem-orange-blossom-special/</link>
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		<pubDate>Thu, 19 Aug 2010 15:19:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bastian Heider</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Kante]]></category>
		<category><![CDATA[Orange Blossom Special]]></category>
		<category><![CDATA[Theater]]></category>

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		<description><![CDATA[Der letzte Teil unserer kleinen Interviewreihe vom Orange Blossom hält noch mal ein ganz besonderes Highlight bereit. Als Headliner am Samstagabend betraten nämlich Kante für einen ihrer in letzter Zeit eher rar gewordenen Auftritte die Bühne und überzeugten mit einem ziemlich kraftvollen und rockigen Best-Of-Set. Dabei stachen neben all den wohlbekannten Hits, wie dem zu dieser [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong><img class='noshadow thumb ' style='' src='http://www.auftouren.de/wp-content/uploads/2010/08/kante2-300x168.jpg' alt='Interview: Kante auf dem Orange Blossom Special' /></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Der letzte Teil unserer kleinen Interviewreihe vom <strong>Orange Blossom </strong>hält noch mal ein ganz besonderes Highlight bereit. Als Headliner am Samstagabend betraten nämlich <a href="http://www.kantemusik.de/" target="_blank">Kante</a> für einen ihrer in letzter Zeit eher rar gewordenen Auftritte die Bühne und überzeugten mit einem ziemlich kraftvollen und rockigen Best-Of-Set.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Dabei stachen neben all den wohlbekannten Hits, wie dem zu dieser Gelegenheit wieder einmal wunderbar passenden &#8220;Warmer Abend&#8221;, auch einige Kostproben aus ihrem derzeitigen Theater-Arrangement besonders hervor. Über eben jenes, darüber wie es ist, als Musiker mit Familie über die Runden zu kommen und über das sehnlichst erwartete, aber leider noch in den Sternen stehende neue Kante-Album sprachen wir kurz zuvor mit Schlagzeuger Sebastian Vogel im OBS-Interview-Bauwagen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Euer Auftritt nachher ist ja eines eurer momentan eher seltenen Konzerte im klassischen Sinne. Ihr habt in letzter viel Zeit am Theater gearbeitet, wie ist das dann, jetzt wieder zusammen mit allen auf der Bühne zu stehen?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Es hat immer etwas sehr befreiendes, wieder zusammen auf der Konzertbühne zu stehen. Dann merkt man eigentlich wieder, wer man eigentlich ist und warum man das Ganze überhaupt macht. Die Arbeit am Theater ist natürlich auch super interessant und spannend und macht unglaublich Spaß, aber man ist dort in einem ganz anderen Zusammenhang. Man arbeitet nicht als Band zusammen, sondern mit unglaublich vielen Leuten. Deshalb freuen wir uns immer sehr darauf, wie heute, wieder alleine auf der Bühne zu stehen und die eigenen Lieder zu spielen, auch wenn die vielleicht schon ein bisschen zurück liegen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Um noch mal auf die Theaterarbeit zurückzukommen: Wie seid ihr dazu überhaupt gekommen oder was war der Anstoß dazu?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Wir sind gefragt worden von Friederike Heller, die zu der Zeit in Wien an einer Handke-Trilogie arbeitete. Sie hat während der Arbeit an den ersten beiden Stücken eines unserer Alben sehr oft gehört und hat unsere Musik offenbar sehr gemocht. Deshalb hat sie uns dann irgendwann gefragt, ob wir nicht mal mit ihr zusammenarbeiten wollen und das hat dann so gut funktioniert, dass zumindest Peter das mittlerweile fünfte Stück mit ihr zusammen macht. Aktuell läuft in Berlin &#8220;Der gute Mensch von Sezuan&#8221; von Brecht, wo Peter, Thomas und ich die Musik von Paul Dessau bearbeitet haben und live spielen. Das ganze ist aber auch eine zweischneidige Angelegenheit. Es ist einerseits toll, weil es eine konkrete Auftragsarbeit ist, bei der man das Honorar vorher verhandeln kann und weiß was man für seine Arbeit bekommt. Das wüssten wir bei der Arbeit an einem neuen Album beispielsweise nicht. Es war natürlich toll, diese Erfahrung gemacht zu haben, aber mittlerweile sind wir an einem Punkt angelangt, wo wir denken, dass wir uns eigentlich auch mal wieder um unsere Band und ein neues Album kümmern müssten. Das wird aber mit der Zeit nicht einfacher. Wir sind fünf Musiker und haben inzwischen zusammen acht Kinder, da kann man nicht mal eben zwei Monate lang für nichts an einem Album arbeiten und darauf hoffen durch Konzerte in einem halben Jahr mal irgendwann Geld zu verdienen. Und deswegen sind wir momentan eben verstärkt im Theaterbetrieb unterwegs.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Aber hattet ihr, als das mit den Theaterarbeiten losging nicht auch genug vom Dasein als &#8220;normale Band&#8221; und wolltet unbedingt mal etwas neues ausprobieren?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Auch, klar. Man will natürlich solche Türen, die sich einem da auftun auf keinen Fall wieder zuschlagen. Man entwickelt sich ja auch daran weiter. Also zum einem ist es natürlich die Neugierde, zum anderen sind es die finanziellen Zwänge, aber inzwischen sind wir soweit, dass wir schon lange gerne ein neues Album gemacht hätten. Wir haben eigentlich auch jede Menge musikalische Ideen gesammelt, so dass wir ziemlich schnell ziemlich tolle Stücke zusammen bekämen, aber es gibt noch keine Texte und kein inhaltliches Konzept. Dafür müsste sich Peter dann mal zwei oder drei Monate Auszeit nehmen, was eben nicht leichter wird.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Ihr habt also noch keine konkreten Pläne wie euer nächstes Album klingen wird?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Man kann wirklich noch gar nichts sagen. Wir wohnen ja mittlerweile über Berlin und Hamburg verteilt und jeder spinnt so ein bisschen für sich herum, so dass sich schon einige Ideen angesammelt haben. Man könnte einfach mal anfangen, Sachen aufzunehmen und sich diese dann so projektmäßig hin und her zuschicken. Vielleicht finden wir aber auch mal wieder drei, vier Wochen Zeit und arbeiten dann an den Stücken und nehmen sie auf. Das ist alles noch völlig unklar, es kann sehr schnell gehen, sich aber auch über lange Zeit hinausziehen, falls wir so kleinteilig und verteilt arbeiten.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Eure bisherigen Alben sind aber schon eher klassisch als Band im Studio entstanden?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Also die Entstehungsgeschichten unserer bisherigen fünf Alben sind total unterschiedlich, aber wir haben immer im Studio aufgenommen und wir haben vorher immer intensiv zusammen daran geprobt. Die letzte eigentlich auch nicht so richtig offiziell als Album veröffentlichte und leider etwas untergegangene &#8220;Kante plays Rhythmus Berlin&#8221; haben wir innerhalb von zehn Tagen eingespielt ohne vorher irgendwie geprobt zu haben, was für uns völlig untypisch ist. Es ging nicht um viel. Es gab da eigentlich nur diese Texte, die Peter für eine Revue geschrieben hatte und wir haben es irgendwie geschafft, uns daran musikalisch zu probieren und es gleichzeitig aufzunehmen. Die anderen Platten waren natürlich viel aufwändiger. An &#8220;Zombi&#8221; haben wir gefrickelt, bis wir uns irgendwann nicht mehr sehen konnten, wohingegen &#8220;Die Tiere sind unruhig&#8221; zwar eine sehr lange und teure Produktion war, aber gleichzeitig sehr kompakt, so dass wir als Band wieder richtig gut zusammen waren.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Ist es dann vielleicht auch so, dass ihr nach euren doch sehr anderen Arbeiten für das Theater auch wieder Lust auf  so eine kompakte, rockige Produktion habt, also eher wieder ein klassisches Bandalbum?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Ich kann mir schon eher vorstellen, dass das neue Album doch viel von dem aufnehmen wird, was wir am Theater gemacht haben. Die Musik von Paul Dessau zum Beispiel ist ja stark Zwölfton-beeinflusst, hat also ziemlich unklare Tonarten und Brüche in den Takten und Harmonien und insgesamt diesen Avantgarde-Aspekt. Gleichzeitig ist die Instrumentierung sehr klassisch, aber irgendwie auch ganz anders zusammengesetzt. Ich denke, dass wir daraus auch einiges für unser Album herausnehmen werden und uns weiter von eher kompakten Pop-Arrangements entfernen werden. Aber ich kann wirklich noch gar nichts sagen, das ist nur eine von vielen Ideen, die man so haben könnte, wenn wir überhaupt erstmal anfangen würden uns als Band zusammenzusetzen.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Das Interview entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit Anke van de Weyer von <a href="http://www.koelncampus.com/" target="_blank">kölncampus</a> und ist im September (genauer Zeitpunkt noch nicht bekannt) in Auszügen dort nachzuhören.</em></p>
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		<title>Ein kleines bisschen Wahnsinn: Melt-Banana kommen auf Tour</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Aug 2010 14:17:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bastian Heider</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Melt Banana]]></category>
		<category><![CDATA[Noise]]></category>
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		<description><![CDATA[Ohne das blöde Klischee von den völlig verrückten Japanern wieder einmal strapazieren zu wollen, kommt man bei dem was Melt-Banana nun schon seit 1992 veranstalten nun einmal nicht umhin, ihnen eine mehr oder weniger gesunde Portion Wahnsinn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img class='noshadow thumb ' style='' src='http://www.auftouren.de/wp-content/uploads/2010/08/meltbanana.png' alt='Ein kleines bisschen Wahnsinn: Melt-Banana kommen auf Tour' />
<p style="text-align: justify;"><strong>Ohne das blöde Klischee von den völlig verrückten Japanern wieder einmal strapazieren zu wollen, kommt man bei dem was <a href="http://http://www1.parkcity.ne.jp/mltbanan/" target="_blank">Melt-Banana</a> nun schon seit 1992 veranstalten nun einmal nicht umhin, ihnen eine mehr oder weniger gesunde Portion Wahnsinn zu unterstellen. Denn wer diese abgefahrene Mischung aus Grindcore, Noise, Godzilla, Mickey Mouse, Riot-Grrrl-Punk, Tetris im höchsten Level und Sonic The Hedgehog dann auch noch als seine persönliche Form von catchy Popmusik bezeichnet, kann schließlich nicht mehr alle Tassen im Schrank haben. Fest steht aber auch: Melt-Banana sind keinem Genre wirklich zuzuordnen, einfach unvergleichlich, niederschmetternd, atemberaubend,  sensationell und ganz vielleicht schlicht und einfach die beste Liveband der Welt.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Wer sich davon bisher noch nicht hatte überzeugen können, bekommt ab Ende August  eine weitere Chance. Dann nämlich gibt sich die Band wieder einmal die Ehre um in einer mehr als ausgedehnten Tour die europäischen Konzertvenues zu verwüsten. Man sollte also dabei sein,  wenn die zierliche  Shouterin Yako,  wahrscheinlich gehüllt in eines  ihr unvergleichlich scheußliches  Bühnen-Outfits aus martialischen Plateauschuhen, Felljäckchen oder Ähnlichem,  abermals ankündigt, in den nächsten fünf Minuten ganze 15 Songs spielen zu wollen. For Punks, Metalheads and Art Snobs around the world&#8230;</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="400" height="320" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" height="320" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0" width="400"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/4q7tlxLUqZI?fs=1&amp;hl=de_DE" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="400" height="320" src="http://www.youtube.com/v/4q7tlxLUqZI?fs=1&amp;hl=de_DE" allowfullscreen="true" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/4q7tlxLUqZI?fs=1&amp;hl=de_DE" allowscriptaccess="always" height="320" width="400"></embed></object></p>
<div style="text-align: justify;">
<ul>
<li>25.08.10 (Mi) in Karlsruhe (Alte Hackerei)</li>
<li>26.08.10 (Do) in Düdingen (Bad Bonn)</li>
<li>28.08.10 (Sa) in Genf (CH) (L&#8217;Usine PTR)</li>
<li>31.08.10 (Di) in Trier (Exhaus)</li>
<li>01.09.10 (Mi) in Stuttgart (Schocken)</li>
<li>02.09.10 (Do) in München (59:1)</li>
<li>03.09.10 (Fr) in Jena (Kassablanca)</li>
<li>04.09.10 (Sa) in Hannover (Café Glocksee)</li>
<li>05.09.10 (So) in Dresden (Groove Station)</li>
<li>07.09.10 (Di) in Weinheim (Cafe Zentral)</li>
<li>08.09.10 (Mi) in Münster (Gleis 22)</li>
<li>09.09.10 (Do) in Köln (Gebäude 9)</li>
<li>10.09.10 (Fr) in Nürnberg (K4)</li>
<li>24.09.10 (Fr) in Innsbruck (PMK)</li>
<li>27.09.10 (Mo) in Wien (Fluc Wanne)</li>
<li>29.09.10 (Mi) in Berlin (Festsaal Kreuzberg)</li>
<li>06.10.10 (Mi) in Hamburg (Hafenklang)</li>
<li>07.10.10 (Do) in Bielefeld (Forum)</li>
</ul>
</div>
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		<title>Rezension: Dangermouse &amp; Sparklehorse &#8211; Dark Night Of The Soul</title>
		<link>http://www.auftouren.de/2010/07/24/rezension-dangermouse-sparklehorse-dark-night-of-the-soul/</link>
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		<pubDate>Sat, 24 Jul 2010 11:19:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bastian Heider</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Vic Chesnutt]]></category>

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		<description><![CDATA[Manche Alben werfen große Schatten voraus, die es einem als Rezensenten nicht gerade einfach machen. Da tut sich einer der cleversten Popmusikproduzenten der Jetztzeit mit einer von vielen hochverehrten, melancholischen und schwer fassbaren Indie-Ikone zusammen, um mit Hilfe einer illustren Allstar-Formation an Gastsängern ein Album mit dem bedeutungsschwangeren Titel "Dark Night Of The Soul" einzuspielen, das zu allem Überfluss auch noch durch die Mitarbeit des Großmeisters der bizarren und surrealistischen Filmkunst, David Lynch, gekrönt wird.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><img class='noshadow thumb ' style='' src='http://www.auftouren.de/wp-content/uploads/2010/07/darknight.jpg' alt='Rezension: Dangermouse &amp; Sparklehorse - Dark Night Of The Soul' /></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Manche Alben werfen große Schatten voraus, die es einem als Rezensenten nicht gerade einfach machen. Da tut sich einer der cleversten Popmusikproduzenten der Jetztzeit mit einer von vielen hochverehrten, melancholischen und schwer fassbaren Indie-Ikone zusammen, um mit Hilfe einer illustren Allstar-Formation an Gastsängern ein Album mit dem bedeutungsschwangeren Titel &#8220;Dark Night Of The Soul&#8221; einzuspielen, das zu allem Überfluss auch noch durch die Mitarbeit des Großmeisters der bizarren und surrealistischen Filmkunst, David Lynch, gekrönt wird.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Doch das ist erst der Anfang einer Geschichte eines Albums, die als eine der tragischsten in die Musikgeschichte eingehen wird. Bei der Veröffentlichung kommt es zu Querelen mit der Plattenfirma, die schlussendlich dazu führen, dass erst zwei der Beteiligten auf tragischste Art und Weise zu Tode kommen müssen, bevor das Album nun mit über einem Jahr Verspätung zynischerweise doch noch erscheint. Inzwischen wurden Gastsänger Vic Chesnutt und Mark Linkous alias Sparklehorse selbst Opfer ihrer lange währenden Depressionen.</p>
<p style="text-align: justify;">Wie nun soll man über diese Platte schreiben, ohne bloßer Nachruf oder, schlimmer noch, mythische Verklärung zu sein. Am Besten man fängt einfach ganz am Anfang an. Der Opener &#8220;Revenge&#8221; ist eine Kollaboration mit den Flaming Lips und könnte wohl auch von deren Opus Magnum &#8220;The Soft Bulletin&#8221; stammen. So sehnsuchtsvoll und in opulenten Pathospop gekleidet hat man Wayne Coyne jedenfalls schon lange nicht mehr singen gehört. Die nächsten beiden Stücke schließen daran nahtlos an und werden von Super Furry Animal Gruff Rhys und Grandaddy Jason Lytle souverän über die große Popbühne gebracht. Im Anschluss bekommt dann Julian Casablancas das Mikro und bedankt sich dafür in &#8220;Little Girl&#8221; mit einer gewohnt lässigen Performance, die samt gniedelnder Gitarre und Verzerreffekten gegen Ende des Stücks zum Besten gehört, was man vom ihm seit dem Strokes-Debüt gehört hat. Bestätigen tut sich hier auch der Eindruck, dass zumindest der Auftakt dieser Platte, wenn auch immer etwas wehmütig, lange nicht so düster geraten ist, wie es der Titel oder die tragische Geschichte vermuten ließen. Richtig dunkel wird es dann erst im folgenden Titel und das leider in zweierlei Hinsicht. Mit einem tumb und breitbeinig durch tiefste Grunge-Sümpfe stapfenden Rock-Ungetüm riskiert Frank Black hier wieder einmal größeren Schaden am heiligen Pixies-Erbe. Iggy Pop macht es im anschließenden &#8220;Pain&#8221; zwar geringfügig besser, im Albumkontext notwendig wäre aber auch sein Beitrag nicht wirklich gewesen.</p>
<p style="text-align: justify;">Nach diesen eher ärgerlichen Ausflügen in Richtung Rock wirkt &#8220;Dark Night Of The Soul&#8221; dann wesentlich zerfahrener und ja: auch düsterer. Zwar bewegt man sich noch immer im Feld gut ausstaffierten Psychedelic-Pops mit deutlichen 60s-Referenzen, der von James Mercer in &#8220;Insane Lullaby&#8221; seine Krone aufgesetzt bekommt. Doch die Schatten der Verzweiflung, die sich zunächst nur sanft über dieses Album legten, werden mit jedem Song bedrohlicher bis man Vic Chesnutt seinen abnehmenden Lebenswillen in &#8220;Grim Augury&#8221; beinahe anzumerken scheint. Abgeschlossen wird &#8220;Dark Night Of The Soul&#8221; dann vom Titelstück, einem Beitrag David Lynchs, so hoffnungs- und freudlos, als würde es die ganze Geschichte die den Aufnahmen zu diesem Album folgen sollte, schon vorwegnehmen.</p>
<p style="text-align: justify;">&#8220;Dark Night Of The Soul&#8221; mag seinen traurigen Platz in der Musikgeschichte bereits gefunden haben, den daraus resultierenden Mythos hätte es aber eigentlich gar nicht nötig. Denn einiger Ausfälle zum Trotz funktioniert diese erstaunlich kohärente Songsammlung nicht nur als würdiger Nachlass des großen und unvergesslichen Mark Linkous, sondern auch schlicht und einfach als erstklassiges Pop-Album.</p>
<p style="text-align: justify;"><p><img class='alignleft noshadow' alt='Wertung: 75' src='http://www.auftouren.de/wp-content/themes/auftouren/rating/75.png' style='margin-left: 2px; margin-right: 3px;' /></p></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Referenzen:</strong> The Flaming Lips, Mercury Rev, The Delgados, Scott Walker, Grandaddy, Broken Bells, Soulsavers</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Label:</strong> Parlophone (EMI)</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Links:</strong> <a href="http://dnots.com/" target="_blank">Homepage</a></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>VÖ:</strong> 16.07.2010</p>
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		<title>Interview: Golden Kanine beim Orange Blossom Special</title>
		<link>http://www.auftouren.de/2010/07/20/interview-golden-kanine-beim-orange-blossom-special/</link>
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		<pubDate>Tue, 20 Jul 2010 11:02:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bastian Heider</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Arcade Fire]]></category>
		<category><![CDATA[Beirut]]></category>
		<category><![CDATA[Garda]]></category>
		<category><![CDATA[Golden Kanine]]></category>
		<category><![CDATA[Neutral Milk Hotel]]></category>
		<category><![CDATA[Orange Blossom Special]]></category>
		<category><![CDATA[schweden]]></category>

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		<description><![CDATA[Orange Blossom Special zum Dritten. Was für den Festivalsamstag Garda waren, waren für den Sonntag Golden Kanine. Das fünfköpfige Indiefolk-Ensemble aus Malmö, das von Glitterhouse-Chef Rembert Stiewe bereits im Vorfeld ihres Konzertes voller Begeisterung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong><img class='noshadow thumb ' style='' src='http://www.auftouren.de/wp-content/uploads/2010/07/gk-300x225.jpg' alt='Interview: Golden Kanine beim Orange Blossom Special' />Orange Blossom Special zum Dritten. Was für den Festivalsamstag </strong><a href="http://www.auftouren.de/2010/06/25/interview-garda-beim-orange-blossom-special-xiv/" target="_blank"><strong>Garda</strong></a><strong> waren, waren für den Sonntag </strong><a href="http://www.myspace.com/goldenkanine" target="_blank"><strong>Golden Kanine</strong></a><strong>. Das fünfköpfige Indiefolk-Ensemble aus Malmö, das von Glitterhouse-Chef Rembert Stiewe bereits im Vorfeld ihres Konzertes voller Begeisterung als der Act angekündigt wurde, auf den er sich persönlich am meisten freue, konnte den Vorschusslorbeeren selbst unter der knallenden Nachmittagssonne in allen Bereichen gerecht werden und sorgte mit einer leidenschaftlichen Performance zwischen schwelgender Melancholie und tänzelnder Euphorie dafür, dass die mitgebrachten CDs bereits vor Ende ihres Auftritts ausverkauft waren.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Große Gefühle in der Tradition Arcade Fires vereint in tollen Songs, ähnlich Garda erfinden dabei auch Golden Kanine das Folkrock-Rad nicht neu und geben ganz Schweden-Indiepopper offen und ehrlich zu, in großem Maße von vergangenen und aktuellen Größen wie Neutral Milk Hotel oder Beirut beeinflusst zu sein. Aber lest selbst, was sie uns im Anschluss an ihr Konzert zu erzählen hatten:</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Great Concert, did you know about this festival before?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">We knew about the record label Glitterhouse. It is one of our favourites for a long time. So we got really excited, when our booker told us, that we might have a slot here.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>So how do you feel here in Beverungen?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">It&#8217;s awesome. We&#8217;ve been on the road for more than a week now, so we were a bit tired. But when we saw this place, the perfect weather and the huge crowd, we knew, this is going to be fun. The concert was good, the sound was good, the crowd, &#8230; so we feel very good here.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Many of our readers might not know Golden Kanine yet. Can you tell us something about, how the whole thing got started?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">It all got started with Linus and Ande a couple of years ago and then the other guys came along and joined. We started out as a more classical Rock&#8217;n'Roll or Indie-type of band with thousands of noisy and loud guitars and then we evolved to this more folk-style, that we do now. We got tired of the old sound and started to do totally accoustic sessions with mandolins and other instruments like that and then we mixed it up little bit and so it evolved to what we sound like today.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>How would you describe your process of songwriting. Do you work on songs all together or is it more like one person having an idea and the whole band realising it in the studio?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Mostly Linus and Ande write the songs and the lyrics and then we go to the rehearsal room or the studio and they tell us their ideas and everybody tries to contribute. We often have the basics before, but there is very much done in the rehearsal room. It&#8217;s the place, where everything comes together.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>So, do you have fixed band members, now?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Yeah, we are these five guys now, but we love playing with other people as well. On the last tour our drummer was missing, so we had another drummer and on the tour before we had a girl playing cello. We were supposed to have a trumpet-player on this tour as well, but unfortunately he couldn&#8217;t manage to come. So we always like to invite more people to play with us.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>If you read up for Golden Kanine on the internet, the first thing you would find, would be comparisons to other bands, that use traditional instruments like violins or mandolins, Neutral Milk Hotel or Beirut for example. Are those bands influences to you?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Yes, actually Neutral Milk Hotel are one of our favourite bands. Their records were fantastic. Unfortunately we never had the chance to see them live. And Beirut as well are a great band. So we were defintely influenced by them. But we all listen to different kinds of music and come from different parts of the music-scene. Our bass-player for example started with Classic and Jazz and then came to Punkrock and our drummer is strongly influenced by Metal and stuff like that. So it would be hard for us to do some kind of namedropping.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>But you aren&#8217;t annoyed by those comparisons to other bands?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">No, not at all. We think, it is fun and  it would be kind of hard not being influenced by other people&#8217;s music. It is very strange, when people work in the music business and say, that they don&#8217;t care about what other musicians are doing.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>So, let&#8217;s come to your album. It&#8217;s called &#8220;Scissors and Happiness&#8221; and there is a kind of tension in this title. Is it someting you intented?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Yes, absolutely. The whole idea of this album is about contrasts. Scissors as a symbol for hurt and Happiness are two things, that doesn&#8217;t really fit together. And the songs on the album are about such contrasts too. It&#8217;s about dancing and having a headache. It&#8217;s about guilt and hurt and feeling happy at the same time. It&#8217;s like life with it&#8217;s contrast in general. You can&#8217;t see stuff without the contrasts, either.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Where do you take your ideas for the songs. Do you get them from your everyday-life?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Some of them are more real, some of them are more fictional but there must be a seed of reality. Sometimes it&#8217;s almost crazy. You could write a song during one period and in a next period, a couple of months later, you can see the song or the lyrics in a totally different perspective. It&#8217;s almost like a psychic. The things, you wrote didn&#8217;t mean anything to you in the first period and a few months later, you see the lyrics again and know, what you were writing about.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>You released your album last year, what are your future-plans?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">First, in this summer we will play some more festivals, but we have enough songs for a full new album yet. So in fall, we will start recording. We hope, it will be a short recording session because the last time it took almost a year.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>&#8220;Scissors and Happiness&#8221; von Golden Kanine ist im letzten Jahr bei Stargazer Records (Broken Silence) erschienen. Im Anschluss an ihr eigentliches Konzert spielte die Band, eingerahmt von Rapsfeld und Trauerweide noch eine kleine Akkustiksession, die bei <a href="http://bunch.tv/video/golden-kanine-unplugged-orange-blossom-special-2010" target="_blank">bunch.tv</a> zu bestaunen ist. Wer die fünf Schweden gerne live sehen möchte, erhält im August noch dreimal die Möglichkeit an folgenden Locations:</em></p>
<div>
<ul>
<li>12.08.10 (Do) in Berlin (Duncker Club)</li>
<li>13.08.10 (Fr) in Erfurt (Stadtgarten)</li>
<li>14.08.10 (Sa) in Nürnberg (Brückenfestival)</li>
</ul>
</div>
<p style="text-align: justify;"><em>Das Interview entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit Anke van de Weyer von </em><a href="http://www.koelncampus.com/" target="_blank"><em>kölncampus</em></a><em> und ist auch ebendort (Zeitpunkt noch nicht bekannt) nachzuhören.</em></p>
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		<title>Rezension: Nina Nastasia &#8211; Outlaster</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Jul 2010 05:51:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bastian Heider</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Anni Rossi]]></category>
		<category><![CDATA[Bonnie "Prince" Billie]]></category>
		<category><![CDATA[Cat Power]]></category>
		<category><![CDATA[Fat Cat]]></category>
		<category><![CDATA[Nick Drake]]></category>
		<category><![CDATA[Nina Nastasia]]></category>
		<category><![CDATA[Outlaster]]></category>
		<category><![CDATA[review]]></category>
		<category><![CDATA[Scout Niblett]]></category>
		<category><![CDATA[Smog]]></category>

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		<description><![CDATA[Dass Nina Nastasia mittlerweile von Hollywood nach New York gezogen ist, rückt das Bild, das man als beständiger Hörer und Bewunderer ihrer Lieder bekommen haben mag, ein wenig gerader. Denn nichts läge den oft spröden und meist freudlosen Kompositionen dieser Frau ferner, als der Gedanke an Palmen, Prachtboulevards und rote Teppiche.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong><img class='noshadow thumb ' style='' src='http://www.auftouren.de/wp-content/uploads/2010/06/n_lp_ninanastasia_10-300x300.jpg' alt='Rezension: Nina Nastasia - Outlaster' /></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Dass Nina Nastasia mittlerweile von Hollywood nach New York gezogen ist, rückt das Bild, das man als beständiger Hörer und Bewunderer ihrer Lieder bekommen haben mag, ein wenig gerader. Denn nichts läge den oft spröden und meist freudlosen Kompositionen dieser Frau ferner, als der Gedanke an Palmen, Prachtboulevards und rote Teppiche.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Vielmehr durchweht die Songs, die sie seit mittlerweile zehn Jahren und sechs Alben immer wieder in Zusammenarbeit mit dem Meister des intensiven Minimalismus, Steve Albini, einspielt, eine mysteriöse, mal zurückgenommene und dann wieder aufgewühlte gespenstische Aura, die mit dem horrorfilmplakatverdächtigen Cover ihres neuesten Werks &quot;Outlaster&quot; nahezu perfekt eingefangen wird.</p>
<p style="text-align: justify;">Hier bekommt Nastasias Markenzeichen, die düstere Kargheit verbunden mit einer wenig aufdringlichen aber dennoch ziemlich beeindruckenden Stimme nun zum ersten mal eine beinahe kammermusikalische Note von Opulenz. Statt des zuletzt auf &quot;You Follow Me&quot; kompromisslos gegen den geraden Songfluss antrommelnden Jim White sorgt dieses Mal ein kleines Orchester für die musikalischen Abgründe, die den zehn versammelten  immer tragischen Storys die nötige Fallhöhe verleihen. Wer da an Van Dyke Parks Arrangements für Joanna Newsoms &quot;Ys&quot; denkt liegt nicht so ganz falsch, auch wenn Nina Nastasias Lieder einen viel stärkeren Bezug zur harten Realität besitzen als Newsoms barocke Fabelwelten. Selbst Streicher können diese brüchigen Kompositionen nicht geschmeidig machen und dienen auf &quot;Outlaster&quot; eher dazu sich bedrohlich aufbäumende Kulissen zu erzeugen, die, so will es die Tragik dieser Lieder, in jedem Moment zusammenstürzen könnten. Dieses Album gleicht einer vefallenen, alten Villa oder einem Geisterschloss, das es gilt, nur mit dem Schein einer flackernden Kerze bewaffnet auf eigene Faust zu erkunden. An allen Stellen knarzt und scheppert es beängstigend. Staub in Form malträtierter Geigen wirbelt auf und man wird das Gefühl nicht los, von den diversen untoten Geistern dieser unglücklichen Geschichten und unerwiderten Lieben umzingelt zu sein.</p>
<p style="text-align: justify;">Gerade in diesen schwülen Sommertagen macht es &quot;Outlaster&quot; einem damit nicht immer einfach, denn Nina Nastasia gönnt ihren Hörern kaum einen Moment der Versöhnung. &quot;No, it&#8217;s not fair / why should it be fair&quot; faßt sie das Leben in &quot;A Kind Of Courage&quot; auf die ihr ganz eigene Art zusammen, nur um später ein trotziges &quot;like it or not&quot; anzufügen. In dieser simplen und auswegslosen Sicht der Dinge offenbart sie eine Negativität und Kompromisslosigkeit, die sie unter anderem mit dem frühen Will Oldham oder auch Bill Callahan eint. Und auch wenn religiöse Motive wie in &quot;You&#8217;re a Holy Man&quot; gelegentlich anklingen ist ihre Musik niemals eine die auffängt oder Trost spendet. Man sollte also vorbereitet sein, wenn man sich auf &quot;Outlaster&quot; einlässt, denn es könnte sein, dass einem die Düsternis sowie die unangenehmen Wahrheiten, die hier verbreitet werden, noch lange zu schaffen machen. Versuchen sollte man es aber auf jeden Fall, denn auch das lernen einen die meisten Schauergeschichten: Die geheimnisvollsten, furchterregendsten und dunkelsten Spukschlösser bergen doch meistens die größten Schätze.</p>
<p style="text-align: justify;"><p><img class='alignleft noshadow' alt='Wertung: 80' src='http://www.auftouren.de/wp-content/themes/auftouren/rating/80.png' style='margin-left: 2px; margin-right: 3px;' /></p></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Label:</strong> FatCat (Roughtrade)</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Referenzen:</strong> Cat Power, Joanna Newsom, Anni Rossi, Bonnie &quot;Prince&quot; Billie, Scout Niblett, Elliott Smith, Smog, Nick Drake</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Links:</strong> <a href="http://www.ninanastasia.com/" target="_blank">Homepage</a>, <a href="http://www.myspace.com/ninanastasia" target="_blank">MySpace</a></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>VÖ</strong>: 11.06.2010</p>
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		<title>Interview: Garda beim Orange Blossom Special XIV</title>
		<link>http://www.auftouren.de/2010/06/25/interview-garda-beim-orange-blossom-special-xiv/</link>
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		<pubDate>Fri, 25 Jun 2010 10:00:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bastian Heider</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Conor Oberst]]></category>
		<category><![CDATA[Dresden]]></category>
		<category><![CDATA[Garda]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Orange Blossom Special]]></category>

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		<description><![CDATA[Abseits einiger etablierter Größen, wie Kante, Kashmir oder dem derzeit äußerst erfolgreichen William Fitzsimmons ist das Orange Blossom Special doch vor allem immer wieder ein Festival der Entdeckungen. So spielten in Beverungen bereits Get Well Soon oder Scott Matthew, als noch kaum irgendjemand diese auf dem Schirm hatte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong><img class='noshadow thumb ' style='' src='http://www.auftouren.de/wp-content/uploads/2010/06/garda.jpg' alt='Interview: Garda beim Orange Blossom Special XIV' />Abseits einiger etablierter Größen, wie Kante, Kashmir oder dem derzeit äußerst erfolgreichen William Fitzsimmons ist das Orange Blossom Special doch vor allem immer wieder ein Festival der Entdeckungen. So spielten in Beverungen bereits Get Well Soon oder Scott Matthew, als noch kaum irgendjemand diese auf dem Schirm hatte.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Zu den Hoffnungsträgern in diesem Jahr gehörten vor allem auch <a href="http://www.myspace.com/gardamusic" target="_blank">Garda</a>, eine überraschend vielseitige und variable Indiefolkband aus Dresden, deren Repertoire am Festivalsamstag bis hin zu laut aufspielenden und äußerst intensiven Rockgitarren reichte und die so in der nachmittäglichen, prallen Sonne bereits eine mehr als beachtliche Menge an Menschen zu begeistern wusste. Wir trafen Sänger und Gitarrist Kai Lehmann, Schlagzeuger Ronny Wunderwald und Bassist Karsten Pretschner nach ihrem Konzert, dass auch noch am Ende des Wochenendes unter den Highlights verbucht werden konnte, zum Gespräch.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Da viele unserer Leser euch vielleicht noch nicht kennen dürften, stellt euch doch erst einmal vor. Wie ist die Idee zu Garda entstanden, wie habt ihr euch zusammengefunden?</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Kai:</strong> Zusammenfinden brauchten wir uns eigentlich gar nicht, da wir uns alle schon lange kannten. Wir spielten und spielen alle noch in anderen Bands und irgendwann war uns das wahrscheinlich nicht mehr genug. Garda begann als Solo-Projekt, das zuerst eigentlich nur für daheim gedacht war. Wir drei, wie wir hier sitzen, spielen zusammen auch noch in der ziemlich noisigen Band Claim und da hatte ich halt auch mal Lust auf etwas Ruhigeres. Dann gab es in Dresden diese Unplugged-Session von guten Freunden von uns, die meinten ich solle da unbedingt spielen. Da ich aber keinen Bock hatte, da alleine zu spielen habe ich Ronny gefragt und nach und nach kamen immer mehr Leute hinzu. Irgendwann waren wir dann zu sechst. Das war zwar alles ein großer Zufall und eigentlich nie so gewollt, aber im Endeffekt gut, dass es so passiert ist.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Existiert Garda denn mittlerweile ständig in dieser Besetzung oder wechselt das von Auftritt zu Auftritt?</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Ronny:</strong> Das wechselt von Zweier-Besetzungen bis zu sechs oder sieben Leuten hin und her. Das Spannende ist, das haben wir erst kürzlich bemerkt als wir zum ersten mal nur zu dritt mit Akustikgitarre, E-Gitarre und Schlagzeug auf Tour waren, die Lieder bekommen mit jeder Besetzung immer wieder einen ganz neuen Anstrich. Bei diesem Mal hieß es dann sogar, dass wir sehr sphärisch und mystisch klängen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Wie läuft denn das Songschreiben und Musikmachen im Allgemeinen bei euch ab, schreibt Kai die Songs alleine oder funktioniert das alles eher kollektiv?</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Karsten:</strong> Meistens ist es schon so, dass Kai eine Grundstruktur der Lieder mitbringt. Dann treffen wir uns häufig für ein längeres Wochenende im Probenraum und basteln daran, gucken, wie die anderen Instrumente da Platz finden. Nachdem wir das etwas umarrangiert haben kommen dann meistens Lieder raus, die wir verwenden oder aber verwerfen, was eigentlich noch nicht so häufig vorgekommen ist.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Kai:</strong> Also die Band lebt im Grunde von den Einflüssen der einzelnen Mitglieder. Was zuerst als Zwei-Mann-Combo gestartet ist, basiert mittlerweile wirklich auf einem Kern von sechs Leuten. Es gibt Songs, die leben zum Beispiel nur von Karstens Bassspiel, dann gibtes Lieder die leben überwiegend vom Piano oder Einfällen auf der E-Gitarre. Es ist schon das Ergebnis von sechs Leuten, die da gemeinsam arrangieren.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Ihr hattet es eben schon gesagt und man hört es auch, ihr klingt auf eurem Album viel leiser als live, jedenfalls so wie wir es heute gehört haben. Passiert das einfach so oder habt ihr das Gefühl, dass eure Lieder live nur laut und dynamisch funktionieren.</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Ronny:</strong> Ich denke, das war auch so ein Prozess. Als wir angefangen haben, haben wir sehr viel Wert darauf gelegt, live sehr zurückgenommen und in einer Art Wohnzimmeratmosphäre rüberzukommen. Irgendwann wurden die Bühnen dann größer und wir immer lauter, bis hin zum heutigen Konzert, wo wir open air vor 1500 Leuten spielten. Lauter geht es jetzt eigentlich kaum noch.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Karsten:</strong> Naja, da geht vielleicht schon noch etwas. Das ist auch einfach davon abhängig, wie das Publikum drauf ist und wie man sich selbst in die Atmosphäre einfühlt, was daraus für eine Dynamik entsteht. Wir könnten beispielsweise übermorgen die gleichen Lieder wie heute ganz anders spielen, weil die Athmosphäre eine andere ist. Das alles geschieht aber eher unterbewusst.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Kai:</strong> Wir passen uns quasi unbewusst den Gegebenheiten an. Wenn die Leute leise sind, muss man ihnen ja nichts mit Brachialität vor den Latz knallen. Und wenn sie laut sind, machen wir eben auch lauter. Ich erwische mich zum Beispiel häufig dabei, dass ich dann mehr und mehr anfange richtig zu schreien vielleicht auch aus Frust um den Leuten eben doch etwas vor den Latz zu donnern.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Euer letztes Album ist mittlerweile zwei Jahre alt. Gehen die Pläne für ein neues schon so weit, dass sich diese Entwicklung, die ihr live durchlebt habt, dort widerspiegeln könnte, dass ihr darauf auch wesentlich lauter und dynamischer klingt?</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Kai:</strong> Das neue Album sollte ja eigentlich schon in diesem Jahr erscheinen. Ronny und ich waren im letzten September auf einer Alm in Österreich, um an den neuen Songs zu arbeiten. Im Endeffekt haben wir aber fast alle von denen weggeschmissen, weil sie klangen wie die alten. Der Ansatz wird auf der neuen Platte auf jeden Fall ein anderer sein, schon allein weil beim letzten Album noch alle auf diesem Zwei-Mann-Gerüst basierten und quasi schon fertig waren, bevor die anderen Bandmitglieder hinzukamen. Jetzt liegt es eben nicht mehr nur an uns beiden, sondern an einem Gerüst von sechs Leuten, wodurch die Songs natürlich alle eine ganz andere, zusätzliche Dimension bekommen. Die Frage, ob die Lieder brachialer werden, kann ich so noch nicht beantworten, aber so wie sie jetzt im Kopf sind, werden sie bei weitem orcherstraler und trotzdem versuchen diese gewisse Intimität zu erhalten. Wir wollen auch versuchen, den Fokus auf andere Instrumente zu legen, beispielsweise sollen mehr Tasteninstrumente hinzukommen. Ob das dann alles auch wirklich so kommen wird, steht natürlich noch nicht fest, aber das neue Album soll sich in jedem Fall vom Vorgänger absetzen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Euer letztes Album hieß &quot;Die Technique, Die!&quot;, vorhin auf der Bühne habt ihr Knistergeräusche, die ihr im Prinzip auch per Sampler hättet einspielen können, live mit einer Papiertüte erzeugt. Ist diese Skepsis der Technik gegenüber so ein Grundsatz von euch, oder war das eher Zufall?</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Ronny:</strong> Ich glaube, das passiert uns einfach. Ich habe den Titel, ehrlich gesagt, auch bis heute noch nicht verstanden. War das nicht wegen der elektrischen Geräte, die dir immer kaputtgegangen sind?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Kai:</strong> Der Titel wird ja immer missverstanden. &quot;Technique&quot; wird hier in Deutschland oft als Technik verstanden, ehrlich gesagt von mir selbst zuerst auch, bis uns unser Gitarrist, der Anglistik studiert hat, darauf hinwies, dass es eigentlich Fähigkeit heißt. Da war es dann schon zu spät und wir hätten das Album nachträglich umbenennen müssen, aber im Prinzip bringt es eben das auch genau auf den Punkt: Also, egal wie man es macht, macht man es falsch. Und solche Sachen, wie das mit der Tüte, die passieren uns halt. Es lag da diese Tüte herum und Carsten hat sie genommen und geknistert. Es gibt schon Dinge bei uns, die sind intendiert, aber vieles passiert auch einfach so ohne Absicht. Ich glaube, uns passiert so viel, weil wir uns eben schon so lange und gut kennen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Karsten:</strong> Der Nachteil eines Samples ist aber auch, dass man dann an eine bestimmte Struktur gebunden wäre. Durch das Knistern per Hand, kann man in das Lied eben auch noch intuitive Geschwindigkeitsschwankungen einbauen und so weiter. Das funktioniert mit einem Sampler einfach nicht und das ist wiederum schon so eine künstliche Konvention von der wir uns gerne entziehen wollen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Kai:</strong> Ich glaube, es ist auch immer wieder gut, da Überraschungsmomente einzubauen, wie eben die Sache mit der Tüte. Das ist dann vielleicht schon Intention bei uns, mit Dingen aufzuwarten, die man im ersten Moment nicht erwartet. Aber das geschieht eher, weil wir da Lust drauf haben, denn aus Kalkül, dass uns dann vielleicht 50 Leute mehr mögen könnten.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Zu guter Letzt, die unvermeidliche Frage nach dem Conor-Oberst-Vergleich, über den man ziemlich schnell stolpert, wenn man sich über euch im Internet erkundigt. Zumindest stimmlich gibt es da ja schon einige Ähnlichkeit. Nervt euch dieser Vegleich ansonsten oder fühlt ihr euch eher geehrt?</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Kai:</strong> Das kann uns schon insofern nicht besonders nerven, weil ich kaum etwas von ihm kenne. Den einzigen Conor-Oberst-Song habe ich mal bei meiner Freundin gehört. Der gefiel mir ganz gut, aber ansonsten kann ich kaum etwas bis gar nichts zu ihm sagen. Der Vergleich mit Sophia nervt mich eigentlich inzwischen mehr, obwohl nerven eigentlich auch da der falsche Ausdruck ist. Es sind ja auch keine schlimmen Vergleiche und insofern ist es besser als mit, sagen wir mal, Klaus Meine verglichen zu werden.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Ronny:</strong> Ich denke, die Vergleiche, die gefahren werden sind allesamt eher schmeichelhaft, von daher: Warum sollte es uns nerven?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Dann wollen wir hoffen, dass ihr für den Rest des Abends auch nicht mehr von weiteren Interviewern genervt werdet. Vielen Dank für eure Zeit.</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Dieses Interview fand in freundlicher Zusammenarbeit mit Anke van de Weyer von </em><a href="http://www.koelncampus.com" target="_blank"><em>kölncampus</em></a><em> statt und kann dort (Zeitpunkt noch nicht bekannt) auch im Originalton angehört werden. Gardas Debütalbum &quot;Die Technique, Die!&quot; ist 2008 auf Schinderwies / Kumpels &amp; Friends Records erschienen</em>.</p>
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		<title>Auf die alten Zeiten: Teenage Fanclub</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Jun 2010 15:09:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bastian Heider</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Beatles]]></category>
		<category><![CDATA[Big Star]]></category>
		<category><![CDATA[Lemonheads]]></category>
		<category><![CDATA[Teenage Fanclub]]></category>
		<category><![CDATA[The Beach Boys]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein neues Teenage Fanclub-Album, da gehen einem schnell die Worte aus. Für alle Zuspätgeborenen oder die, die es noch nicht wussten: Teenage Fanclub, das war von ungefähr 1991 bis 97 die vielleicht beste Gitarren-Powerpop-Band der Welt. Mit unglaublichem Gespür für eingängige Melodien und feine Popsongs setzte das Triumvirat aus Raymond MyGinley, Norman Blake und Gerard Love der düster dreinblickenden Grunge-Generation damals ganz unverfroren die volle 60s /70s-Packung aus Beach Boys, Beatles, Big Star, Harmoniegesängen und jugendlichem Elan entgegen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong><img class='noshadow thumb ' style='' src='http://www.auftouren.de/wp-content/uploads/2010/06/teenage_fanclub.jpg' alt='Auf die alten Zeiten: Teenage Fanclub' /></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Ein neues Teenage Fanclub-Album, da gehen einem schnell die Worte aus. Für alle Zuspätgeborenen oder die, die es noch nicht wussten: <a href="http://www.teenagefanclub.com/" target="_blank">Teenage Fanclub</a>, das war von ungefähr 1991 bis 97 die vielleicht beste Gitarren-Powerpop-Band der Welt. Mit unglaublichem Gespür für eingängige Melodien und feine Popsongs setzte das Triumvirat aus Raymond MyGinley, Norman Blake und Gerard Love der düster dreinblickenden Grunge-Generation damals ganz unverfroren die volle 60s /70s-Packung aus Beach Boys, Beatles, Big Star, Harmoniegesängen und jugendlichem Elan entgegen.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Teen Spirit der anderen Art, der unter anderem Nick Hornby (ob man den jetzt mag oder nicht) zu ihren größten Fans werden ließ. Und auch wenn die Band eigentlich aus der schottischen C86-Szene hervorging, könnte sich hier noch so mancher Jungspund, den es heutzutage ganz trendgemäß zum <a href="http://www.auftouren.de/2010/05/28/rezension-the-drums-the-drums/" target="_blank">Surfen</a> oder <a href="http://www.auftouren.de/2010/05/26/rezension-beach-fossils-beach-fossils/" target="_blank">Sandburgenbauen</a> an den Strand drängt, den ein oder anderen Tipp abholen. Zumindest die Alben &#8220;Bandwagonesque&#8221;, &#8220;Grand Prix&#8221; und &#8220;Songs From Northern Britain&#8221; sind etwas unterschätzte, kleine Meisterwerke, die bis heute nichts von ihrem simplen aber beherzten Charme verloren haben.</p>
<p style="text-align: justify;">Leider konnten Teenage Fanclub dann seit Beginn des neuen Jahrtausends nicht mehr allzu viel reißen. Zwar veröffentlichen sie in größer werdenden Abständen immer noch Alben, diese reichen aber selten über gesetzteren, gut gemachten Wohlfühlpop hinaus. Der Reiz des Jugendlichen ist nunmal eine flüchtige Angelegenheit. Andererseits lässt sich aber auch abseits der Schlagzeilen und scheinbaren musikalischen Relevanz immer noch so manche Perlen entdecken, womit wir bei &#8220;Shadows&#8221;, dem jüngsten Streich der drei so langsam alt gewordenen Schotten angelangt wären. Auch dieses wird beileibe keine Berge versetzen, hat aber, neben dem im Gegensatz zu seinen Vorgängern wieder wunderbar gelungenem Coverartwork, die ein oder andere Songperle zu bieten. Der Opener &#8220;Sometimes I Need to Believe In Anything&#8221; zum Beispiel ist so ein Fall eines nahezu perfekten, unaufdringlichen Popsongs, der sich einem mit dezenten Gitarrenmotiven, schüchternem Gesang und eleganten Blechbläsern ganz langsam aber unvermitteltet ins Herz bohrt. Teenage Fanclub zelebrieren auf &#8220;Shadows&#8221; ihre im Laufe der Jahre perfektionierte Kunst des Seele streichelnden 60s Popsongs samt fein ausformulierter Arrangements und romantischer &#8220;You and Me&#8221;-Lyrik und verzichten dabei auf jeglichen Ausbruch oder Überraschungsmoment. Das ist nicht sonderlich spektakulär, das ist nicht spannend. Was am Ende aber dennoch bleibt, ist das Gefühl liebgewonnenen, alten Freunden zuzuhören, die man über die Zeit ein wenig aus den Augen verloren hatte. Und so etwas ist doch trotz allem immer wieder schön.</p>
<p style="text-align: justify;">&#8220;Shadows&#8221; erscheint am 11. Juni in Deutschland, wer nicht so lange warten möchte, kann bereits jetzt per <a href="http://http://3voor12.vpro.nl/speler/luisterpaal/43527717#luisterpaal.43527717" target="_blank">Stream</a> reinhören.</p>
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		<title>Interview: Savoy Grand beim Orange Blossom Special XIV</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Jun 2010 16:00:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bastian Heider</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Glitterhouse]]></category>
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		<description><![CDATA[Wie eine Oase der ganz besonderen Art präsentierte sich am diesjährigen Pfingstwochenende der Garten der Glitterhouse-Villa am Weserufer des kleinen Städtchens Beverungen. Labelvater Rembert Stiewe und die Seinen hatten wieder einmal zum vielleicht schönsten Gartenfest des Landes geladen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong><img class='noshadow thumb ' style='' src='http://www.auftouren.de/wp-content/uploads/2010/05/savoy-grand.jpg' alt='Interview: Savoy Grand beim Orange Blossom Special XIV' />Wie eine Oase der ganz besonderen Art präsentierte sich am diesjährigen Pfingstwochenende der Garten der Glitterhouse-Villa am Weserufer des kleinen Städtchens Beverungen. Labelvater Rembert Stiewe und die Seinen hatten wieder einmal zum vielleicht schönsten Gartenfest des Landes geladen. Vom exzellenten Wetter (den gefühlt einzigen sonnigen Tagen in diesem Mai) über das größtenteils entspannte und musikbegeisterte Publikum bishin zu den angenehm unkomplizierten Einlasskontrollen sollte an diesen Tagen für so ziemlich alles, was das Festivalherz begehrt, gesorgt sein. Sogar das Fressbudenangebot konnte mit dem katerfreundlichen Fischstand ein ganz spezielles Highlight aufbieten, während sich all die üblichen, nervigen Sponsorenmaßnahmen nahezu vollkommen auf das überdimensionale Banner eines bekannten Outdoorbekleidungsherstellers am Balkon der Villa beschränkten. </strong></p>
<p style="text-align: justify;">Was ein Festival im Endeffekt aber nun einmal stehen und fallen lässt, sind natürlich die Musiker und auch hier konnte das <a href="http://www.orangeblossomspecial.de/" target="_blank">Orange Blossom Special</a> mit einem feinen und ausgewogenem Line Up irgendwo zwischen derbem Rock und sanften Folktönen brillieren. Neben vielen noch relativ unbekannten Newcomern und einigen großen Namen wie Kante oder aber den dänischen Radiohead-Epigonen von Kashmir waren es natürlich auch diesmal wieder die klassichen Glitterhouse-Acts, die an diesem Wochenende für echte Höhepunkte sorgten. Neben <a href="http://www.auftouren.de/2010/06/01/rezension-wovenhand-the-threshingfloor/" target="_blank">Wovenhand</a>, die den Festivalfreitag mit einer energiegeladenen, manischen Predigt passend zum Sonnenuntergang in Düsternis tauchten sind hierbei natürlich ganz besonders <a href="http://www.savoygrand.com/" target="_blank">Savoy Grand </a>hervorzuheben. Die als &#8220;Gods Of Thunder&#8221; angekündigten, britischen Stoiker beschlossen am Sonntag nicht nur das diesjährige Orange Blossom Special sondern auch ihre von AUFTOUREN präsentierte Tour zum aktuellen Album &#8220;<a href="http://www.auftouren.de/2009/12/05/rezension-savoy-grand-accident-book/" target="_blank">Accident Book</a>&#8220;. Während ihres Auftritts hatten sie zwar nicht nur mit dem Geplapper des nach drei ereignisreichen Tagen etwas zu ausgelassenen Publikums zu kämpfen, sondern auch mit der Technik. Am Ende triumphierten sie aber wieder einmal über alle Hindernisse hinweg als konsequenteste Zauderer und unangefochtene Könige der Langsamkeit, die das Festival auf die denkbar würdevollste Art zum Ausklingen brachten.</p>
<p style="text-align: justify;">Auch wenn Interviews ganz offensichtlich nicht zu dessen Lieblingsbeschäftigungen gehören, ließen wir uns kurz zuvor die Chance nicht nehmen, einige Worte mit Bandkopf Graham Langley zu wechseln:</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>It&#8217;s your third time at Orange Blossom Special, do you have a special relationship to this festival?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Well, obviously it&#8217;s Glitterhouse and we&#8217;ve always really enjoyed it. It&#8217;s great, it&#8217;s just the right size. It&#8217;s a really a good thing to do, so we are always very glad when we get asked.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>You&#8217;re more popular in Germany than in the UK. You even only toured here this year. What is this special relationship about? Is it also about Glitterhouse, who support you so much?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">I suppose, it&#8217;s the way things have turned out. When our first record came out in the UK, Glitterhouse heard it and wanted to put it out in Germany. Then we got some good press and it was just the way that it goes. We had always something to build on. And because we don&#8217;t do this for living, we all have dayjobs and limited time to put into touring, we always concentrated on Germany and so it is alway built up here and not elsewhere, which we&#8217;re going to try to fix someday, maybe.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>There was such a long time between your last two albums. Was it just because of the regular jobs, you had to do or was it about the process of songwriting taking so long this time?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Both those things really. We all got dayjobs and all different things, so we can&#8217;t concentrate on it 100% in our everyday lifes. And writing our music does take quite a long time, because we work hard at it and we don&#8217;t really think things are finished until everybody is satisfied. Everytime we&#8217;ve put our record out, we say: &#8220;Let&#8217;s do the next one quickly, we took too long.&#8221;, and it&#8217;s the same thing now, but we will see how soon it will be to follow up again.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>That is a fact, that, I think, expresses in the music. You feel every single sound so precisely placed and then you know, that it has to be a very long and hard work to do songs like these.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Yeah, I think, everything we do is based on our instincts and if it doesn&#8217;t feel right, we won&#8217;t push it and that is why things take so long. But I think, it works to the benefit of what we do, because it is always kind of genuine.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>When you read about Savoy Grand, you will always find your music defined as Slowcore. What do you think about those definitions?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">I find it funny, because it is slow and I sort of wonder where the core comes from, but you can&#8217;t just say slow music. I used to describe it as torch songs but no one really uses that term anymore. I always find these labels quite funny. I&#8217;m happy to get along with it. When people say: &#8220;Hey, what&#8217;s your band like?&#8221;, it&#8217;s a horrible question for me and so actually saying Slowcore could be the easiest way for me.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>My next question is about the cover artwork of your last album, &#8220;Accident Book&#8221;. Somewhere I read, Savoy Grand are now in their pig-phase. What is it about whith this pig?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">It is not really anything specific. Our last couple of sleeves were all kind of abstract and not really figurative at all and I just made a conscious decision that this time it has to be something living. Then I decided not a human, so obviously an animal. I started making lots of photos of animals but there was no intent, that it had to be a pig. I took pretty good pictures of a cow and some not so good of a sheep, so it could have been any of those.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>You live in Nottingham, are you still involved in the local music scene there?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Well yeah, because it is small enough, that if you are making that kind of music we are, you definitely are involved with other vaguely like minded musicians. It is a very small town, there is a limited number of studios, limited places to rehearse, so everyone works together and shares rehearsal spaces. It&#8217;s really good in that respect. I lived in London for a couple of years and I found it just impossible to relax into a routine of working. London is great for writing songs but actually getting together with any other musicians is impossible.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>You said, you share rehearsal space, do you work together on songs with other musicians  too?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">No, not so much with us, althoug it&#8217;s probably something I would like to do more of. People in the band do that more than me, but I tend to concentrate solely on Savoy Grand because I got limited time and it takes me so long to concentrate on songs. There are different sorts of side projects of the other guys in the band, but I at the moment just concentrate on this.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>So, this will be the last concert of your tour. Do you have further plans for this year or the nearer future?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Next thing for us is to write new songs and record them as quickly as possible. We think, we&#8217;re going to put out some singles or EPs before we do a new album, but that&#8217;s always something to change. It&#8217;s our rough plan, but well, you don&#8217;t ever know what happens.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Das Interview entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit Anke van de Weyer von <a href="http://www.koelncampus.com/">Kölncampus</a> und ist ebendort (Zeitpunkt noch nicht bekannt)  im Originalton nachzuhören.</em></p>
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