Musik ins Auge – Der Musikvideo-Roundup (Juli IV)

Es ist ein vielfach verwendetes Konzept: Band tritt an unerwartetem Ort auf und animiert ein anfangs desinteressiertes Publikum graduell zum Tanz. Nichts ist näherliegend, als dass Bardia Zeinali dasselbe Szenario mit zwei jungen Popstars wiederaufbereiten würde – doch es kommt anders.

Auch Lance Drakes neongetünchte Hommage an 70er-Highwaystreifen wie „Vanishing Point“ und Peter Huangs Köpfetausch halten mindestens eine überraschende Wendung bereit, fast schon zu rätselhaft für hitzeverweichte Hirne ist das Mordsspiel von Jodeb, wären da nicht die malerische Optik des Kanadiers, für die man gerne immer wieder die halbjahreslange Wartezeit zwischen seinen Werken in Kauf nimmt.

Ganz anders macht sich gerade Paco Raterta einen Namen mit bereits dem dritten punkig-elektrisierten Clip innerhalb eines Monats, noch viszeraler ist Bouha Kazmis fantasievolle Anklage rassistischer Polizeigewalt, während CANADA Waffen und Schusswunden mehr als Bild für zerstörerische Emotionen setzen. Außerdem: frenetisches Tanzduett bei Tim Hendrix, herziges Solo bei Ryan Heffington und Split-Screen-Gemeinschaft von Crack Stevens.

Indochine – Station 13

Regie: Bouha Kazmi

 

Troye Sivan – Dance To This ft. Ariana Grande

Regie: Bardia Zeinali

 

ROSALÍA – Pienso En Tu Mirá

Regie: CANADA

 

SonReal – Have A Nice Day

Regie: Peter Huang

 

Muse – Something Human

Regie: Lance Drake

 

The Prodigy – Need Some1

Regie: Paco Raterta

 

Joey Dosik – Don’t Want It To Be Over (feat. Coco O.)

Regie: Tim Hendrix

 

Jack White – Corporation

Regie: Jodeb

 

Blood Orange – Charcoal Baby

Regie: Crack Stevens

 

Fleet Foxes – If You Need To, Keep Time On Me

Regie: Ryan Heffington

 

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