Eine feste Bank im hiesigen Blackened-Hardcore-Zirkus und inzwischen auch auf dem Sprung nicht nur Eurotopia, sondern auch Trumpistan zu erobern, ist das Berliner Bandkollektiv ANCST. Für ihre grandiose Melange aus untrvem Black Metal und Hardcore mit dezidierter Anti-Haltung gegenüber Nazis, Schwulen- und Frauenhassern sind sie auch auf dieser Seite schon gebührlich und hochverdient abgefeiert worden. Ihr neues Werk „Ghosts Of The Timeless Void“ birgt instrumentell eine, aus ihrer Sicht sicherlich nur zu logische, Entwicklung: ANCST sind zu einer „richtigen“ Band gewachsen, das programmierte Schlagwerk hat ausgedient und wurde durch einen Humanoiden ersetzt. Persönlich fand ich die Vorstellung von verunsichert dreinblickenden Blastbeat- und „nur handgemachteMusik ist Musik“-Verfechtern beim Anblick eines Bühnenszenarios ohne Schlagzeug erfreulich transgressiv und progressiv, aber das ist natürlich Geschmackssache. Musikalisch und inhaltlich ändert sich erfreulicherweise nichts, ANCST mutieren dank hinzugewonnener Virtuosität nicht zu Proggern, sondern bleiben ihrem Motto „NO BLAST BEATS? NO APPLAUSE!“ treu. „Ghosts Of The Timeless Void“ sei dringend empfohlen für alle die es gern schnell, hart, laut und politisch haben – vor allem in der Sonderausgabe mit geilem T-Shirt inbegriffen, denn: der nächste Sommer kommt bestimmt.

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