Ganz so gut wie auf „Aokigahara“ waren Harakiri For The Sky leider nie mehr, obwohl sie nun wohl endgültig ihren Stil gefunden haben. Nach „III: Trauma“ stellt „Arson“ einen weiteren Schritt in die eingeschlagene Richtung dar: Die Österreicher haben ihren hochmelodischen, epischen Ansatz konsequent weiterverfolgt und nach ihrem anfänglichen DSBM mit einer Kante Hardcore mittlerweile quasi ihr eigenes Genre gegründet: Emo-Black-Metal. Michael V. Wahntraum und Matthias Sollak scheinen eine Vision zu haben: Mit leicht verständlicher Sprache die Probleme und Abgründe des Heranwachsens zu benennen. Die möglichen Untiefen aufzuzeigen, durch Beispiele Empathie mit eigenen und fremden Unzulänglichkeiten im Umgang mit der Welt zu evozieren und durchaus sowas wie Hoffnung zu erzeugen. Ist das in irgendeiner Form schlecht? Sicher nicht, denn auf diese Weise könnten und sollten sie sich Hörerschichten ab 15 aufwärts erschließen können. Und ist DAS schlecht? Hand aufs Herz, wie alt wart ihr, als euch Musik das erste Mal emotional abgeholt hat auf eurer Suche nach Sinn?

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