The PreaturesGirlhood

Dass „Blue Planet Eyes“ zwischen dem Zeitmangel durch Tourverpflichtungen und dem Druck einer Debütalbum-Veröffentlichung nicht der erhofft große Wurf war, würden The Preatures rückblickend selbst bestätigen. Für „Girlhood“ scheint sich die Band aus Sydney umso bewusster Zeit genommen zu haben – im Entstehungsprozess wie auch in den Songs selbst, denen Intros und Outros einladende Konturen verleihen. Loopende Rückwärts-Samples rahmen derartig „I Like You“, das dazwischen aber so flott beseelt voranfährt wie das unwiderstehlich mit Auftakt durchstartende Titelstück. Besonders prägend für die erste Albumhälfte ist aber ein weniger temporeicher Country-Einfluss im Gitarrentwang und der Narrative von Sängerin Isabella Manfredis durchwachsener Jugend, gleichermaßen synthinflektiert erreicht „Yanada“ dabei maximale Nähe zu Stevie Nicks, wenn warme Choralstimmen den Einwort-Refrain exuberant multiplizieren. Spätere Songs wie das smoothe „Nite Machine“ machen jedoch wieder die Groove-Affinität des Pop-Quartetts gegenwärtig, nicht zuletzt dank der Produktion von Gitarrist Jack Moffitt, die der Rhythmussektion eine sanft druckvolle Körperlichkeit verleiht. Davon profitieren auch „Mess It Up“, das sich in nervöse Intensität hochsteigert, oder das soulig-entspannte „Cherry Ripe“, das über satten Claps und zerlegten Akkorden eine gänzlich andere Art von Kuschelmusik einfordert: „Oh cherry ripe/ You‘re looking good tonight/ Play that heavy metal/ baby, let’s get to it“.

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