EMAExile In The Outer Ring

Erika M. Andersons zweites Soloalbum „The Future’s Void“ war, nach dem herausragenden „Past Life Martyred Saints“, sehr enttäuschend – zu glatt, zu viel Bombast, zu viel gerader Pop. Eher zufällig habe ich die erstem Töne von „Breathalyzer“, dem knarzigen ersten Vorabsong des Nachfolgewerks, gehört und war sofort angefixt. Sollte EMA tatsächlich zu alter Stärke zurückgefunden haben? Und in der Tat, nach vollständigem Hören übertrifft „Exile In The Outer Ring“ locker die geweckten Erwartungen. Alles, was man am Debüt geliebt hat, ist wieder da – das Gefühl von Homerecording, die Vermischung von Indie und Elektronik unterfüttert mit einem Gespür für geilen Drone – nur tatsächlich noch besser. Das Album kriecht sublim durch die Ritzen und die vermeintlich ruhigen Momente, in denen es im Untergrund brodelt oder die sich lange Zeit zum Verschieben lassen, sorgen für Aha-Momente und freudiges Verzücken.

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