In vieler Hinsicht stellt Spoek Mathambos drittes Album die Kulmination seiner letzten paar Musikjahre dar. Von seinen perkussiv aufgekratzten Beats, die seit dem überdrehten 2012er Sub-Pop-Debüt „Father Creeper“ an Fokus und Tiefe gewonnen haben, über Rap-Features und housige Kollaborationen mit DJ Spoko bis zu seinen Bandprojekten Fantasma und Batuk erstreckt sich das Werk über nahezu alle Facetten seines Schaffens. Derart Stilwandlerisch und gastreich kann „Mzansi Beat Code“ mehr wie ein Mix denn ein typisch abgestecktes Album erscheinen, vor allem dann, wenn die Trennstelle zwischen zwei Songs nicht genau auszumachen ist. Dass der Spoken-Word-Teil am Ende von „Libalela / Thapelo Ea“ gleichermaßen als Intro des folgenden „I Found You“ fungiert, macht aber den Übergang von gefühlvoll schattiertem Beat zu Gitarrengroove schlüssiger als den Beginn des Albums, wo Fantasmas Disco-Funk „I Found You“ einen zu steilen Fall in „Black Rose“s House-Tiefen vollzieht. Gerade der weite Blick über moderne südafrikanische Sounds (und noch weit darüber hinaus, wie in „Volcan“ mit Mexrrisseys Ceci Bastida) ist es, der Mathambos jüngste Werke auszeichnete und von Szene-spezifischen Werken wie Nozinjas, DJ Spokos oder Durbaner Gqom unterschied. So füllhornartig, wie er „Mzansi Beat Code“ ausschüttet, kann man dabei gerne auch mal kurz ins Stolpern geraten.

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