RATKING700 Fill EP

„RATKING have pulled a Thom Yorke.“ Auch das New Yorker Trio nutzt den Filesharing-Dienst BitTorrent für die Veröffentlichung seiner EP, im Gegensatz zu „Tomorrow’s Modern Boxes“ kann man „700 Fill“ aber in Gänze kostenlos herunterladen. Während die beiden MCs Hak und Giftzwerg Wiki gewohnt garstig klingen und wieder die Energie und Aggression des Debütalbums „So It Goes“ versprühen, lässt es Produzent Sporting Life ein Jahr später deutlich ruhiger angehen, verpasst den neun Songs aufgeräumte, fast verträumte Instrumentals. Für den Vorgänger hatte Sporting noch Beats gebastelt, die heftiger klapperten als ein altes Damenrad und schlimmer rauschten als die alten Public-Enemy-Tapes, an deren ungehobelten Sound „So It Goes“ anknüpft. Nun sorgen höchst mechanisch klickende Trap-Hi-Hats für etwas Hektik, die aber von verhallten Saxofon-Tupfern sofort wieder vertrieben wird. Inhaltlich dreht sich weiterhin alles um New Yorks Straßen, mit Despot und Remy Banks (World’s Fair) hat man sich Verstärkung aus der direkten Nachbarschaft besorgt, doch nach den zum Teil düsteren Themen von „So It Goes“ kümmert sich „700 Fill“ vor allem um die Frage der geeigneten Jackenwahl. Der Titel bezieht sich auf die Stärke der Fütterung von Daunenjacken, „Steep Tech“ vereint amüsante Anekdoten zum gleichnamigen Modell von North Face, „Flurry“ rät im Stile der Apotheken Umschau zur gefütterten Jacke im Winter und selbst die Verbundenheit zur goldenen Ära des Ostküstenraps wird über die Bekleidung geklärt: „See, I’m from the Triple F.A.T. Goose era.“

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