Ein wenig Tarantino-Soundtrack steckt da schon im sechsten Album der Australier, die sich seit 2008 dem schleppend-leiernden Charakter des Psych-Rock verschrieben haben. Das Interessante am Ensemble: Es kreist um Kernmitglieder, die unter anderem auch bei Tale Impala tätig sind. Schon aufgrund der sich ändernden Bandtextur gleichen sich die Alben nur oberflächlich, gemein ist ihnen der manchmal nahezu hypnotische Gesang von Nick Allbrook, der stets klingt, als würde er über ein Thema sinnieren und die Band nur zufällig den passenden Soundtrack dazu liefern. Tracks wie „Heroic Shart“ klingen so, wie sie heißen, ein wenig Nähe zu Klassikern wie „Yellow Submarine“ stellt sich auf dem Titelstück ein. Man fadet eher aus und beendet eine Erzählung, als dass man tatsächlich ein Ende findet. „Man It Feels Like Space Again“ ist ein stimmiges Gesamtwerk für all jene, die auf leicht hymnische Gesänge in Paarung mit Moogsounds und einer ansonsten eher üblichen Instrumentierung bei Lavalampenlicht stehen. „Medicine Hat“ ist schon fast ein wenig lieblich und man merkt auch diesem Album an, dass Bands wie Can die Heroen der Band aus Perth sind, in der sich fast jedes Mitglied einen umfangreichen Spitznamen gibt – hier spielen Menschen miteinander Musik, die sich seit Jahren auch als Freunde kennen. „Outside Is The Right Side“ und „Sitting Up On Our Crane“ gewinnen zunächst Aufmerksamkeit, lassen dann aber auch die Kanten vermissen, die die Songs zu etwas ganz Besonderem hätten machen können. Ein wenig Soundtrack eben, das muss man mögen. Weil hier Charakteristika fehlen, die die einzelnen Passagen im Ohr verbleiben lassen, ist „Man It Feels Like Space Again“ ein enorm solides Werk einer tollen Band – aber eben auch nicht mehr.

Ein Kommentar zu “Pond – Man It Feels Like Space Again”

  1. Andreas sagt:

    der Track heißt allerdings „Heroic Shart“ und nicht „Heroin Start“ ;)

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