Vermutlich sind Conrad Keely, Jason Reece und Co. die fleißigsten Arbeiter in der weiten Welt des Alternative Rock. Etwa alle eineinhalb Jahre veröffentlichen die Texaner eine neue Platte, meist pendeln sie dabei zwischen ungestümem Post-Hardcore und ausuferndem Prog-Rock, wobei mal die eine, mal die andere Seite mehr Gewicht auf die Waage bringt. Ihr neuntes Album trägt den folgerichtigen Titel „IX“ und kann am ehesten mit dem 2004er „Worlds Apart“ verglichen werden, denn die Arrangements sind hier wieder größer angelegt, breiten öfter ihre Arme aus, erlauben sich aber auch den einen oder anderen Noise-Ausbruch. Natürlich ist das nicht so zwingend und erfrischend wie noch vor zehn Jahren, dafür hat man sich mittlerweile viel zu sehr an den Sound der Texaner gewöhnt. Aller möglichen Abnutzungserscheinungen zum Trotz überzeugt „IX“ in seinen hymnischsten Momenten wie dem eröffnenden „The Doomsday Book“ oder „The Dragonfly Queen“, „How To Avoid Huge Ships“ gibt den infernalischen Filmscore vollkommen ohne Vocals, dafür aber mit der Extraportion Drama. Mal sagen: Solide Statusverwaltung.

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