ScHoolboy QOxymoron

ScHoolboy Q gilt als Partylöwe unter den Black-Hippy-MCs, man hält ihn gemeinhin für weniger ehrgeizig als Ab-Soul oder gar Kendrick Lamar. Der gebürtige Wiesbadener tut wenig in der Außendarstellung dagegen. Die Promo-Aktivitäten rund um sein Major-Label-Debüt „Oxymoron“ spielten sich im Epizentrum einer ewigen Blunt-Wolke ab. Q war sehr bemüht darum, das Bild eines Künstlers abzugeben, dem völlig egal ist, was die Leute über ihn denken. Nur „Oxymoron“ will dazu nicht so recht passen: Die Platte verzichtet auf Partystarter wie die Mixtape-Highlights „Druggys Wit Hoes“ und „There He Go“ und nimmt stattdessen längliche, ambitioniert erzählte Gangsta-Geschichten aus den Straßen von Los Angeles in den Fokus. Q erreicht damit keine neuen Blickwinkel oder Erkenntnisse, positioniert sich aber als hungriger MC, dem so schnell niemand mehr den Ehrgeiz absprechen wird. Dem kommerziellen Erfolg von „Oxymoron“ hat dieser sanfte Richtungswechsel auch nicht geschadet: Das Album stieg Ende Februar auf Platz eins der US-Albumcharts ein.

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