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Flying Lotus – Zwischen Himmel und Hölle

Flying Lotus - Zwischen Himmel und Hölle

Am 30. April ist es soweit: Über-Produzent Steven Ellison veröffentlicht sein zweites Album via Warp-Records. Im Gespräch mit Pitchfork plauderte er nun etwas aus dem Nähkästchen und verriet das ein oder andere Details zu seiner neuen Arbeit. Das Werk wird den Namen „Cosmogramma“ tragen, was eine Art spirituelle Lehre ist, die die Beziehung zwischen Himmel und Hölle formuliert.

Inspiriert wurde er zu diesem Titel von einer Rede seiner prominenten Tante Alice Coltrane. So ist der Longplayer auch eine Hommage an die Musikerin und langjährige Ehefrau von der Avantgarde-Legende John Coltrane. Derartige Obskuritäten und krude Verweise gehören gewissermaßen zum Standard-Repertoire des umtriebigen Beatbastlers, schienen sich aber sonst eher aus der Philosophie des amerikanischen Free-Jazzpioniers Sun-Ra abzuleiten. Für „Cosmogramma“ holte sich Ellsion eine ganze Reihe Musiker ins Studio, die ihm bei der Umsetzung neuer Ideen unter die Arme griffen. So sollen zum Beispiel Streicher-Arrangeur Miguel-Atwood Ferguson oder Bassspieler Thundercat (Sa-Ra Creative Partners, Erykah Badu)  für mehr Tiefe und Textur sorgen. Äußerst sich das in einer neuen, epischen Breite des Flying Lotus-Sounds, darf man die Messlatte sicher hoch anlegen.

Rapper wird es auf dieser Platte auch wieder nicht geben. Das Format des klassischen Produzentenalbums lehnt Flying Lotus aus konzeptuellen Gründen ab. Viel eher würde er eine Platte mit nur einer einzigen Person aufnehmen. Sein Favorit scheint da zurzeit der großartige Rapper Jay Electronica zu sein, dessen neues Mixtape „Victory“ an dieser Stelle wärmstens empfohlen sei. Seine Traumkollaborateurin wäre allerdings die isländische Sängerin Björk, wobei er in dieser Hinsicht sicher nicht der einzige ist. Mit einem Remix für Massive Attack in der Pipline dürfte sich Ellison allerdings kaum beschweren. Das Album ist bereits komplett fertig und muss lediglich noch durch den Artwork-Prozess. Bis dahin sei einem der erste Teil der neuen Compilation-Reihe „Do-Over“ empfohlen, der einen brandneuen Track von Flying Lotus parat hat. Ein Besuch auf seiner Myspace-Seite ist ebenfalls immer lohnenswert, bekommt man doch häufig den ein oder anderen unveröffentlichten Beat zu hören.

Links: Rezension “Los Angeles” | Myspace | Official


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Die Zukunft hat begonnen. Mit Flying Lotus schälte 2008 einen Überproduzenten der nächsten Generation heraus, der mit versetzen, dumpfen, autistischen Beats sich [...]

5 Kommentare zu “Flying Lotus – Zwischen Himmel und Hölle”

  1. [...] der Vergangenheit destilliert – seine Tracks zählen zu den erfolgreichsten auf diesem Gebiet. Flying Lotus hingegen setzt aufs Digitale und entwirft eine futuristische Vision verrenkter Beats, die fast [...]

  2. Pascal Weiß sagt:

    Damit hätte ich nie gerechnet: Just zu dem Zeitpunkt, wo man denkt, des FlyLo-Sounds ein wenig überdrüssig geworden zu sein, kann sich “Cosmogramma” – zumindest in meinen Augen – noch mal deutlich von dem tollen Vorgänger absetzen. Spielt ganz oben mit dieses Jahr.

  3. [...] Man On Earth – The Wild Hunt Sage Francis – Li(f)e James Brown – Time For Payback Flying Lotus – Cosmogramma Meshell Ndegeocello – Devil’s [...]

  4. [...] so etwas hier als Schlagzeuger live spielen? Und sind das die Folgen des Yorke’schen Fantums für Flying Lotus? Was macht Colin Greenwood da schon wieder, läuft der Gesang durch einen Synthie? Hier gibt’s [...]

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